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Kettner Edelmetalle
13.07.2026
05:58 Uhr

Realität schlägt Ideologie: Fossile Brennstoffe erreichen 2025 historischen Rekord – und die Energiewende bleibt Wunschdenken

Es ist ein Befund, der die grünen Träumer dieser Republik ins Mark treffen dürfte: Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurden so viel Erdöl, Erdgas und Kohle verbrannt wie im Jahr 2025. Der neue Statistical Review of World Energy des Energy Institute, Ende Juni in London vorgestellt, liest sich wie eine schallende Ohrfeige für all jene, die uns seit Jahren erzählen, das fossile Zeitalter stehe kurz vor dem Ende. Die nüchternen Zahlen sprechen eine andere Sprache – und sie ist unbequem.

86 Prozent – die Zahl, die keiner hören will

Rund 600,3 Exajoule betrug die weltweite Energieerzeugung im vergangenen Jahr. Und wer glaubt, Sonne und Wind hätten die alten Energieträger längst verdrängt, der irrt gewaltig. Erdöl legte um 1,3 Prozent zu, Gas um 1,6 Prozent, selbst die viel gescholtene Kohle wuchs noch um 0,7 Prozent. Zusammen deckten diese drei fossilen Säulen weiterhin sagenhafte 86 Prozent des globalen Energiebedarfs. Die erneuerbaren Energien inklusive Wasserkraft? Sie kamen auf magere neun Prozent.

Zum Vergleich: Deutschland verbraucht jährlich rund zehn Exajoule. Allein die weltweiten Rechenzentren – jene digitalen Energiefresser, die kaum jemand auf dem Radar hat – schluckten bereits 2,8 Exajoule. Die viel gefeierten Erneuerbaren kamen zusammen auf 51,6 Exajoule. Der Ausbau beschleunigt sich, gewiss. Doch der globale Energiehunger wächst noch schneller. Und genau hier liegt der Denkfehler der Klima-Apostel.

Solange der globale Energiebedarf steigt, verdrängen neue Anlagen die alten Brennstoffe nur teilweise. Die Energiewende gewinnt an Tempo – doch fossile Brennstoffe verlieren keineswegs ihre systemische Bedeutung.

China macht, was Berlin nur predigt

Besonders entlarvend ist der Blick nach Fernost. Während die Bundesrepublik ihre letzten Kohlekraftwerke abschaltet und sich moralisch überlegen fühlt, handelt China pragmatisch. Ja, das Reich der Mitte baut mehr als die Hälfte der globalen Solarkapazität und fast jede zweite Windkraftanlage der Welt. Doch gleichzeitig nimmt Peking mehr Atomkraftwerke in Betrieb als jeder andere Staat – jene Technologie, die deutsche Politiker aus ideologischer Verblendung abgeschafft haben. Interessanterweise stiegen Chinas Emissionen 2025 nur noch um 0,3 Prozent. Wer wirklich CO2 sparen will, setzt eben auf Kernkraft und nicht auf teure Deindustrialisierung.

Europa in der doppelten Abhängigkeit

Und Deutschland? Es hat sich in eine geradezu groteske Falle manövriert. In den USA legten unter Präsident Trump Förderung, Verbrauch und vor allem der Export von Flüssigerdgas kräftig zu. Europa kauft also teures amerikanisches Gas – während die Solarmodule, Batterien und Windkraftanlagen fast vollständig aus China stammen. Man hat sich energiepolitisch entmündigt und ökonomisch fesseln lassen. Ein Trauerspiel für ein Land, das einst für Ingenieurskunst und Energiesicherheit stand.

Was der Bürger daraus lernen sollte

Der Weltenergiereport ist keine Erfolgsgeschichte, sondern eine Mahnung. Wer glaubt, mit Verboten, Symbolpolitik und moralischem Zeigefinger die Welt retten zu können, ignoriert die Realität. Die fossile Energiewelt bleibt das Fundament unseres Wohlstands – ob es den Berliner Weltverbesserern passt oder nicht. Für den Anleger bedeutet dies vor allem eines: In einer Welt voller politischer Fehlsteuerung, steigender Abhängigkeiten und schwankender Energiepreise gewinnt die Absicherung des eigenen Vermögens an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Krisen, Inflation und ideologische Verirrungen überdauern – als solider Baustein eines breit gestreuten Portfolios.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist selbst verpflichtet, ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen eigenständig. Bei Bedarf sollte ein unabhängiger Fach-, Steuer- oder Rechtsberater konsultiert werden.

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