Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
18.02.2026
17:16 Uhr

Rubios Weckruf in München: Warum Europa die unbequeme Wahrheit nicht hören will

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist längst Geschichte, doch die Schockwellen einer einzigen Rede hallen noch immer durch die Hauptstädte Europas. US-Außenminister Marco Rubio hat den versammelten europäischen Eliten einen Spiegel vorgehalten – und das Spiegelbild gefällt den wenigsten. Europa lebe in einer „gefährlichen Illusion", so Rubio, gefangen in einer Traumwelt, die seit dem Fall der Berliner Mauer andauere. Eine Diagnose, die sitzt. Und die man hierzulande offenbar lieber verdrängen als diskutieren möchte.

Ein Diplomat mit der Schärfe eines Chirurgen

Was Rubio am 14. Februar 2026 auf der 62. Münchner Sicherheitskonferenz ablieferte, war kein diplomatisches Geplänkel, sondern eine strategisch brillant aufgebaute Grundsatzrede. Er begann versöhnlich, betonte die historisch gewachsenen Bande zwischen den Vereinigten Staaten und Europa – verwurzelt in „gemeinsamer Geschichte, christlichem Glauben, Kultur, Erbe, Sprache, Abstammung und den Opfern unserer Vorfahren". Amerika sei ein „Kind Europas", so der Außenminister. Doch dann kam das Skalpell.

Rubio rechnete schonungslos mit der Politik der vergangenen Jahrzehnte ab. Der Westen habe sich einem „verwalteten Niedergang" hingegeben – durch eine fehlgeleitete Sozialpolitik, die den Wohlfahrtsstaat auf Kosten der Verteidigung aufgebläht habe, durch eine Klimapolitik, die er unverblümt als „Klimakult" bezeichnete, und durch eine Migrationspolitik, die westliche Gesellschaften destabilisiere. Man habe sich eine Energiepolitik auferlegt, die „unsere Bevölkerung verarmen lässt". Wer wollte ihm da ernsthaft widersprechen?

Stehende Ovationen – und geballte Fäuste unter dem Tisch

Das Bemerkenswerte an der Reaktion der europäischen Spitzenpolitiker war ihre schiere Doppelbödigkeit. Öffentlich gab man sich versöhnlich, ja geradezu dankbar. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte die Rede „sehr beruhigend" und bezeichnete Rubio als „engen Freund". Deutschlands Außenminister Johann Wadephul sprach von einem „gemeinsamen Fundament für eine strahlende Zukunft". Klingt wunderbar harmonisch – wäre da nicht die Realität hinter den Kulissen.

Denn Beobachter berichten übereinstimmend, dass die Unzufriedenheit unter den europäischen Delegierten erheblich gewesen sei. „Was öffentlich gesagt wird, könnte ganz anders sein als das, was privat gesagt wird", brachte es ein amerikanischer Politikwissenschaftler auf den Punkt. Die europäischen Eliten wollten ihre Politik schlicht nicht ändern. Sie klammern sich an ihre ideologischen Projekte wie ein Ertrinkender an einen Strohhalm – ob Klimaneutralität, offene Grenzen oder die Ausweitung des Sozialstaats.

EU-Außenbeauftragte Kallas im Widerspruch zur Realität

Besonders entlarvend war die Reaktion der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Sie wies die Vorstellung eines europäischen Niedergangs rundweg zurück und erklärte, das „woke, dekadente Europa" stehe keineswegs vor einer „zivilisatorischen Auslöschung". Schließlich wollten ja immer noch Länder der EU beitreten. Ein Argument, das in seiner Naivität kaum zu überbieten ist. Dass Staaten aus wirtschaftlichem Kalkül einem Klub beitreten möchten, sagt wenig über dessen innere Verfassung aus. Auch die Titanic hatte bis kurz vor dem Untergang eine volle Passagierliste.

Rubio liefert Munition für Europas Opposition

Die eigentliche Sprengkraft der Rede liegt jedoch nicht in der unmittelbaren Reaktion der amtierenden Regierungen, sondern in ihrer Wirkung auf die Oppositionsbewegungen des Kontinents. Experten sind sich einig: Rubio habe den konservativen und patriotischen Kräften in Frankreich, Großbritannien und Deutschland erhebliche Munition geliefert. Seine Kritik an Massenmigration, Klimaideologie und dem Verlust nationaler Souveränität deckt sich exakt mit den Positionen, die in Europa von einer wachsenden Zahl von Bürgern geteilt werden.

Die Warnung des ehemaligen Sicherheitsberaters Fred Fleitz an die europäischen Regierenden könnte kaum deutlicher sein: „Wenn diese Staats- und Regierungschefs ihre Politik nicht ändern, werden sie abgewählt." Ein Satz, der auch in Berlin nachhallen sollte – wo die neue Große Koalition unter Friedrich Merz gerade ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschlossen hat, das kommende Generationen mit Schulden belastet, während gleichzeitig die Verteidigungsfähigkeit des Landes weiterhin auf wackligen Beinen steht.

Was Deutschland aus Rubios Rede lernen sollte

Die Rede des US-Außenministers ist im Grunde eine Bankrotterklärung für die europäische Politik der letzten drei Jahrzehnte. Und Deutschland steht dabei im Zentrum der Kritik – auch wenn Rubio den Namen nicht explizit nannte. Die Deindustrialisierung, die er als „töricht" bezeichnete, trifft kaum ein Land härter als die einstige Werkbank Europas. Die Energiepolitik, die Bürger verarmen lasse, ist nirgendwo so ideologisch verbrämt worden wie hierzulande, wo man Kernkraftwerke abschaltete, um sie durch Windräder und guten Willen zu ersetzen. Und die Migrationskrise, die westliche Gesellschaften destabilisiere, zeigt sich in deutschen Städten mittlerweile täglich in erschreckender Deutlichkeit.

Rubio hat recht, wenn er sagt, dass der Westen diese Fehler gemeinsam gemacht habe. Doch er hat auch recht, wenn er fordert, dass Europa endlich Eigenverantwortung übernehmen müsse – militärisch, wirtschaftlich und kulturell. Die Frage ist nur: Hat Europa noch den Willen dazu? Oder hat man sich in Brüssel, Berlin und Paris so gemütlich in der „gefährlichen Illusion" eingerichtet, dass ein Aufwachen schlicht zu schmerzhaft wäre?

Die Antwort auf diese Frage wird darüber entscheiden, ob Europa in zehn Jahren noch als ernstzunehmender Akteur auf der Weltbühne existiert – oder nur noch als nostalgisches Museum einer einst großen Zivilisation, das Touristen aus aufstrebenden Nationen besichtigen. Rubios Rede war ein Weckruf. Ob Europa ihn hört, steht auf einem anderen Blatt.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen