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Kettner Edelmetalle
25.03.2026
18:21 Uhr

Russlands Frühjahrsoffensive rollt an – und der Westen schaut weg

Während die Welt gebannt auf den eskalierenden Nahostkonflikt starrt und Washington seine militärischen Ressourcen in den Iran-Krieg umlenkt, nutzt Moskau die strategische Ablenkung eiskalt aus. Eine neue russische Großoffensive gegen die Ukraine nimmt Gestalt an – und die Friedensgespräche liegen in Trümmern.

Der „Festungsgürtel" im Fadenkreuz

Das Ziel der russischen Streitkräfte ist unmissverständlich: der sogenannte „Fortress Belt", ein Gürtel schwer befestigter Städte in der ostukrainischen Region Donezk. Slowjansk im Norden, Pokrowsk und Kostjantyniwka im Süden – diese urbanen Bollwerke hat Moskau seit langem als Preis für einen möglichen Frieden gefordert. Nun scheint der Kreml entschlossen, sich zu nehmen, was ihm am Verhandlungstisch verwehrt blieb.

Allein in der vergangenen Woche registrierte der ukrainische Generalstab mehr als 600 russische Angriffe an mehreren Frontabschnitten binnen vier Tagen – darunter 163 im Raum Pokrowsk und 84 bei Kostjantyniwka. Russlands Generalstabschef Waleri Gerassimow verkündete unverhohlen, die Offensive laufe „in allen Richtungen" und ziele auf Slowjansk, Kramatorsk und Kostjantyniwka ab. Die Evakuierung von Kindern aus Slowjansk, wo russische Truppen bis auf 20 Kilometer herangerückt seien, spricht eine deutliche Sprache.

Amerikas Aufmerksamkeit – ein knappes Gut

Was diese Offensive besonders brisant macht, ist der geopolitische Kontext. Der Krieg im Iran hat die amerikanische Aufmerksamkeit und – weitaus gravierender – die militärischen Ressourcen der USA von der Ukraine abgezogen. Luftabwehrwaffen, auf die Kiew dringend angewiesen ist, um seine Städte, Energieinfrastruktur und Militärstandorte zu schützen, fließen nun in den Nahen Osten. Gleichzeitig haben die gestiegenen Ölpreise Russlands Staatskasse prall gefüllt. Eine bittere Ironie: Der eine Krieg finanziert den anderen.

Auch auf europäischer Seite sieht es düster aus. Ungarn blockierte in diesem Monat ein 90 Milliarden Euro schweres EU-Darlehen für die Ukraine – ein Schlag, der Kiews ohnehin prekäre Finanzlage weiter verschärft. Die ukrainische Armee kämpft zudem mit massiven Rekrutierungsproblemen. Es fehlt schlicht an Soldaten für die Front.

Drohnen als Hoffnungsträger

Dennoch ist die Lage nicht aussichtslos – zumindest nicht vollständig. Die Ukraine setzt zunehmend auf technologische Innovation als Ausgleich für ihre numerische Unterlegenheit. Unter dem neuen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow verfolgt Kiew einen datengetriebenen, technologieorientierten Kriegsplan. Erstmals seit Sommer 2024 habe die Ukraine im vergangenen Monat mehr Territorium zurückerobert als Russland eingenommen – rund 400 Quadratkilometer, wie ukrainische Offizielle behaupteten.

Besonders die Drohnentechnologie erweist sich als Gamechanger. Kampferprobte Einheiten integrieren Drohnen so effektiv in ihre Angriffe, dass gepanzerte russische Vorstöße – einst das Rückgrat jeder Offensive – zunehmend neutralisiert werden. „Generell war es nicht erfolgreich", kommentierte der finnische Sicherheitsanalyst Emil Kastehelmi die jüngsten russischen Panzervorstöße lakonisch. Die Dominanz der Drohnen über das Schlachtfeld habe gepanzerte Vorstöße weitgehend obsolet gemacht.

Mehrfrontenkrieg und die Steppe von Saporischschja

Doch der Krieg tobt nicht nur im Donbass. In der südöstlichen Region Saporischschja kriechen russische Truppen durch offenes Flachland auf die Regionalhauptstadt zu – nur noch 70 Kilometer entfernt. Hier fehlen der Ukraine die natürlichen Verteidigungsvorteile der dicht bebauten östlichen Städte. „Saporischschja ist die Steppe", beschrieb Oleh Schyrjajew, Kommandeur des 225. Separaten Sturmregiments, die Herausforderung. Keine geografischen Hindernisse, keine Deckung – ein Albtraum für jeden Verteidiger.

Jewhen Lassijtschuk, Kommandeur des 7. Schnellen Reaktionskorps der Ukraine, erwartet, dass Russland seine Angriffe auf mehrere Achsen gleichzeitig verteilen werde, um Schwachstellen in den ukrainischen Gefechtsformationen zu finden und auszunutzen. „Die Taktik hat sich nicht geändert – wir verstehen sie", sagte er mit der nüchternen Gelassenheit eines Mannes, der seit Jahren an der Front steht.

Elon Musks unerwarteter Beitrag

Eine kuriose Wendung verdient besondere Erwähnung: Elon Musks Vorgehen gegen die russische Nutzung seines Starlink-Internetdienstes hat offenbar die militärische Kommunikation Moskaus empfindlich gestört – und damit zu den jüngsten ukrainischen Geländegewinnen beigetragen. Man mag über den Tech-Milliardär denken, was man will, doch dieser Eingriff dürfte auf dem Schlachtfeld mehr bewirkt haben als manche diplomatische Note.

Ein Krieg ohne absehbares Ende

Das renommierte Institute for the Study of War (ISW) prognostiziert für 2026 lediglich „einige taktische Gewinne" Russlands rund um den Festungsgürtel – keinen großen Durchbruch. Rob Lee vom Foreign Policy Research Institute formulierte es so: Russland habe zwar genug Personal, um weiter vorzurücken, doch wie weit es komme, bleibe eine offene Frage. Einige hundert Quadratkilometer pro Monat – das sei die wahrscheinliche Größenordnung.

Für Europa und insbesondere für Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg bringt und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, stellt sich die Frage, ob die sicherheitspolitischen Prioritäten richtig gesetzt sind. Ein Krieg an Europas Ostflanke, der kein Ende nimmt, steigende Energiepreise durch den Nahostkonflikt und eine EU, die sich selbst blockiert – das sind keine abstrakten Risiken, sondern konkrete Bedrohungen für den Wohlstand und die Sicherheit jedes einzelnen deutschen Bürgers.

Die Geschichte lehrt uns, dass Kriege selten durch Wegschauen enden. Und dass diejenigen, die ihre Verteidigung vernachlässigen, am Ende den höchsten Preis zahlen. In Zeiten wie diesen erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage ihre Berechtigung haben – als Anker der Stabilität in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.

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