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Kettner Edelmetalle
08.01.2026
22:19 Uhr

Rüstungsaktien im Höhenflug: Trumps Milliarden-Offensive für die westliche Hemisphäre

Rüstungsaktien im Höhenflug: Trumps Milliarden-Offensive für die westliche Hemisphäre

Die Börsen jubeln, die Rüstungskonzerne reiben sich die Hände – und der amerikanische Steuerzahler darf einmal mehr tief in die Tasche greifen. Präsident Donald Trump hat mit seiner jüngsten Ankündigung, das US-Verteidigungsbudget bis 2027 um satte 50 Prozent auf 1,5 Billionen Dollar aufzublähen, eine regelrechte Kursexplosion bei Rüstungsaktien ausgelöst. Was für Aktionäre wie Musik in den Ohren klingt, wirft jedoch fundamentale Fragen über die fiskalische Vernunft der amerikanischen Regierung auf.

Eine halbe Billion Dollar mehr – für welchen Preis?

„Nach langen und schwierigen Verhandlungen mit Senatoren, Kongressabgeordneten, Ministern und anderen politischen Vertretern habe ich entschieden, dass unser Militärbudget für das Jahr 2027 nicht eine Billion, sondern 1,5 Billionen Dollar betragen sollte", verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social. Eine Steigerung von 500 Milliarden Dollar jährlich – eine Summe, die selbst hartgesottene Haushaltspolitiker schlucken lässt.

Die Märkte reagierten prompt und mit bemerkenswerter Euphorie. Ein Goldman-Sachs-Korb europäischer Rüstungsaktien schoss um bis zu 3,8 Prozent nach oben und liegt damit bereits 18 Prozent im Plus seit Jahresbeginn. Italiens Leonardo führte den europäischen Stoxx 600 an, gefolgt vom deutschen Rüstungsriesen Rheinmetall. Der britische Konzern BAE Systems legte etwa sechs Prozent zu – kein Wunder, stammen doch rund 35 Prozent seiner Umsätze direkt vom US-Verteidigungsministerium.

Amerikanische Rüstungsgiganten im Rausch

Noch deutlicher fielen die Kursgewinne bei den amerikanischen Branchengrößen aus. Northrop Grumman stieg um mehr als 8,5 Prozent, Lockheed Martin gewann etwa acht Prozent, und L3Harris Technologies kletterte um rund acht Prozent. Die Anleger wittern offenbar das große Geschäft – und sie könnten recht behalten.

Analysten von Bloomberg Intelligence erwarten, dass die zusätzlichen Mittel vorrangig in den Schiffbau, Langstrecken-Angriffskapazitäten und das ambitionierte „Golden Dome"-Raketenabwehrprojekt fließen werden. Letzteres soll die USA vor ballistischen Bedrohungen schützen – ein Vorhaben, das angesichts der geopolitischen Spannungen durchaus nachvollziehbar erscheint.

Die Kehrseite der Medaille: Trumps Griff nach der Unternehmensführung

Doch Trump wäre nicht Trump, wenn er nicht auch eine bittere Pille für die Rüstungskonzerne bereithielte. Per Exekutivorder verfügte der Präsident, dass große Verteidigungsunternehmen ihre Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen einstellen müssen, bis sie ihre Investitionen in Produktionskapazitäten, Infrastruktur und Waffenentwicklung signifikant erhöhen. Obendrein sollen die Gehälter von Vorstandsvorsitzenden auf fünf Millionen Dollar jährlich gedeckelt werden – zumindest bis neue Fabriken gebaut sind.

„Eine Begrenzung der Kapitalrückflüsse ist ein inkrementeller Negativfaktor, aber die Größenordnung ist handhabbar", kommentierte Morgan-Stanley-Analystin Kristine Liwag nüchtern.

Nicht alle Marktbeobachter teilen diese gelassene Einschätzung. Jefferies-Analystin Sheila Kahyaoglu bezeichnete Trumps Vorgehen bei Rückkäufen, Dividenden und Vergütungen als „erneute Übergriffigkeit". Die Industrie habe stets signalisiert, bei klaren Nachfragesignalen und Beschaffungsreformen bereit zu sein, verstärkt zu investieren.

Die Monroe-Doktrin des 21. Jahrhunderts

Hinter der massiven Budgeterhöhung verbirgt sich ein geopolitisches Kalkül, das manche Beobachter bereits als moderne „Donroe-Doktrin" bezeichnen – eine Anspielung auf die historische Monroe-Doktrin und Trumps Vornamen. Die Diskussionen um eine mögliche Übernahme Grönlands, notfalls unter Einsatz militärischer Mittel, verdeutlichen die Ambitionen der Trump-Administration, die westliche Hemisphäre unter amerikanischer Kontrolle zu halten.

Für kleinere und mittelgroße US-Rüstungstechnologieunternehmen wie KTOS dürfte die Exekutivorder weniger ins Gewicht fallen, da diese ohnehin kaum Kapital an Aktionäre zurückführen. JPMorgan-Analyst Seth Seifman erwartet jedoch, dass selbst eine moderate Budgeterhöhung – weit unter den angekündigten 500 Milliarden – diesen Titeln Auftrieb verleihen würde.

Ein Blick auf die Realität

Während die Aktienkurse feiern, bleibt die Frage offen, wie diese gigantische Ausgabensteigerung finanziert werden soll. Die USA stehen bereits jetzt vor einem Schuldenberg von über 36 Billionen Dollar. Jeder zusätzliche Dollar für das Militär muss entweder durch Einsparungen an anderer Stelle, höhere Steuern oder – was wahrscheinlicher ist – durch weitere Schuldenaufnahme gedeckt werden.

Für Anleger, die in diesen turbulenten Zeiten nach Stabilität suchen, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Alternative zu den Schwankungen der Aktienmärkte. Während Rüstungsaktien von politischen Entscheidungen abhängen, haben Edelmetalle über Jahrhunderte hinweg ihren Wert als Vermögenssicherung bewiesen – unabhängig davon, welcher Präsident gerade im Weißen Haus sitzt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine eigenen Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine ausführliche eigene Recherche durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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