
Ryanair erpresst Deutschland: Steuersenkungen oder weniger Flüge

Der irische Billigflieger Ryanair zeigt einmal mehr, wie man politischen Druck auf eine Regierung ausübt, die ohnehin schon mit dem Rücken zur Wand steht. Europas größter Discounter der Lüfte verkündet zwar neue Routen von deutschen Regionalflughäfen, doch die eigentliche Botschaft ist unmissverständlich: Ohne weitere Steuersenkungen bleibt das Angebot unter dem Vorjahresniveau.
Neue Strecken als Lockmittel für politische Forderungen
Airline-Chef Eddie Wilson präsentiert stolz elf neue Verbindungen und 300.000 zusätzliche Sitzplätze für den Sommerflugplan 2026. Die Profiteure dieser Expansion sind vor allem kleinere Flughäfen wie Niederrhein-Weeze, Memmingen und Bremen – Standorte, die traditionell mit niedrigeren Gebühren locken und um jeden Passagier kämpfen müssen. Auch Köln darf sich über zusätzliche Starts freuen.
Doch die Kehrseite der Medaille offenbart das wahre Kalkül der Iren: Hamburg verliert satte 20 Prozent seiner Ryanair-Verbindungen, Berlin immerhin noch 5 Prozent. Der Grund? Diese Flughäfen hätten ihre Gebühren nicht gesenkt, erklärt das Unternehmen mit entwaffnender Offenheit. Man könnte es auch Erpressung nennen.
Die Ticketsteuer als Spielball der Konzerninteressen
Die für Juli beschlossene Absenkung der Luftverkehrssteuer durch die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wird von Ryanair als „positive Dynamik" gelobt. Doch damit nicht genug: Wilson fordert die vollständige Abschaffung dieser „schädlichen" Steuer sowie niedrigere Gebühren für Flugsicherung und Passagierkontrollen. Erst dann werde man das Angebot in Deutschland auf 34 Millionen Passagiere jährlich verdoppeln – eine Verdoppelung, die wie ein goldenes Versprechen klingt, aber an knallharte Bedingungen geknüpft ist.
Es ist bezeichnend für den Zustand der deutschen Wirtschaftspolitik, dass ein ausländischer Konzern derart selbstbewusst Forderungen stellen kann. Während deutsche Mittelständler unter der Steuerlast ächzen und die Bürokratie sie zu ersticken droht, tanzt ein irisches Unternehmen der Bundesregierung auf der Nase herum.
Ein fragwürdiges Geschäftsmodell auf Kosten der Allgemeinheit
Das Geschäftsmodell der Billigflieger basiert seit jeher darauf, Kosten zu externalisieren und Subventionen einzustreichen. Regionalflughäfen werden gegeneinander ausgespielt, Kommunen mit Arbeitsplatzversprechen geködert, und am Ende zahlt der Steuerzahler die Zeche – sei es durch direkte Zuschüsse oder durch entgangene Steuereinnahmen.
Die Frage, die sich stellt, ist simpel: Warum sollte Deutschland einem Unternehmen entgegenkommen, das seine Mitarbeiter notorisch schlecht behandelt und bei der ersten Gelegenheit mit Kapazitätskürzungen droht? Die Antwort liegt wohl in der Schwäche einer Politik, die wirtschaftliche Stärke mit der Anzahl der Flugbewegungen verwechselt.
Fazit: Standortpolitik am Scheideweg
Unter dem Strich bleibt das Ryanair-Angebot in Deutschland auch im Sommer 2026 unter dem Vorjahresniveau – trotz aller vollmundigen Ankündigungen. Die neue Bundesregierung steht vor der Entscheidung, ob sie sich von einem Billigflieger die Steuerpolitik diktieren lässt oder endlich eine konsistente Strategie für den Luftverkehrsstandort Deutschland entwickelt. Die bisherigen Signale lassen wenig Hoffnung aufkommen, dass man in Berlin die richtigen Lehren aus diesem Schauspiel zieht.
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