
Schluss mit waffenfreien Zonen: US-Militärbasen werden wieder bewaffnet
Während in Deutschland die Bundeswehr seit Jahren kaputtgespart wird und Soldaten bisweilen nicht einmal über funktionsfähige Ausrüstung verfügen, setzt man in den Vereinigten Staaten ein kraftvolles Zeichen für die Rechte der eigenen Streitkräfte. US-Kriegsminister Pete Hegseth hat eine der umstrittensten Regelungen auf amerikanischen Militärstützpunkten aufgehoben: Das faktische Verbot, persönliche Schusswaffen auf Militärinstallationen mitzuführen, gehört der Vergangenheit an.
Eine überfällige Kehrtwende
Was für europäische Ohren zunächst paradox klingen mag, war bislang bittere Realität: Ausgerechnet jene Männer und Frauen, die ihr Land mit der Waffe verteidigen, durften auf ihren eigenen Stützpunkten keine persönlichen Schusswaffen tragen. Militärbasen waren de facto waffenfreie Zonen – es sei denn, man befand sich im Training oder gehörte zur Militärpolizei. Eine absurde Situation, die Hegseth nun mit einem Federstrich beendet hat.
„Nicht alle Feinde sind ausländisch, und nicht alle befinden sich jenseits unserer Grenzen", erklärte der Kriegsminister in einer Videobotschaft. Einige seien inländischer Natur. Die Bestätigung des gottgegebenen Rechts auf Selbstschutz sei das, was er heute in Kraft setze – und er sei stolz darauf.
Blutige Vorfälle als Mahnung
Die Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts. Eine erschreckende Serie von Gewalttaten auf amerikanischen Militärstützpunkten hat die Dringlichkeit dieser Maßnahme unterstrichen. Im Jahr 2019 verübte ein Angehöriger der königlich-saudischen Luftwaffe einen Terroranschlag auf der Marinefliegerbasis Pensacola, bei dem drei Matrosen getötet und mehrere weitere verletzt wurden. Im August 2025 erschoss Sergeant Quornelius Radford fünf Kameraden auf Fort Stewart in Georgia. Und erst im März dieses Jahres tötete sich die Zivilistin Ashanti Stewart selbst, nachdem sie auf der Holloman Air Force Base in New Mexico einen Soldaten angeschossen hatte.
Hegseth brachte es auf den Punkt: In solchen Situationen seien Minuten eine Ewigkeit. Und die Soldaten hätten den Mut sowie die Ausbildung, diese kostbaren kurzen Minuten zu nutzen – sofern man sie denn lasse.
Das Verfassungsargument wiegt schwer
Der Kriegsminister stützte seine Argumentation vor allem auf die amerikanische Verfassung. Die große Republik sei auf einer einfachen, aber kühnen Idee gegründet worden: Die Rechte der Bürger würden nicht von der Regierung gewährt, sondern von Gott. Der Zweite Verfassungszusatz verankere das Recht aller Bürger, Waffen zu tragen – zum Schutz ihrer selbst, ihrer Familien und ihrer Mitbürger. Und wenn irgendwelchen Bürgern mit Waffen vertraut werden könne, so Hegseth, dann seien es die Angehörigen der Streitkräfte.
Die neue Anordnung verpflichtet Kommandeure von Militärinstallationen, Anträge auf das Mitführen privater Schusswaffen zum persönlichen Schutz grundsätzlich zu genehmigen. Sollte ein Antrag dennoch abgelehnt werden, müsse dies schriftlich und mit detaillierter Begründung erfolgen. Die Grundannahme sei fortan, dass Soldaten ihr Recht aus dem Zweiten Verfassungszusatz auch auf dem Stützpunkt ausüben dürfen.
Ein Vorbild für Deutschland?
Man mag von der amerikanischen Waffenkultur halten, was man will – doch eines muss man der Trump-Administration zugestehen: Sie nimmt den Schutz ihrer Soldaten ernst. In Deutschland hingegen diskutiert man lieber über Gendersternchen in Dienstvorschriften als über die tatsächliche Einsatzfähigkeit der Truppe. Während Hegseth seinen Soldaten vertraut und ihnen Rechte zurückgibt, werden hierzulande Kasernen geschlossen und Verteidigungsausgaben als lästige Pflichtübung betrachtet.
Die überwältigende Mehrheit von Massenanschlägen ereignet sich in waffenfreien Zonen – das ist eine statistisch belegbare Tatsache. Wer seine bestausgebildeten Bürger entwaffnet, macht sie nicht sicherer, sondern verwundbarer. Diese Lektion scheint man in Washington endlich begriffen zu haben. Ob sie jemals in Berlin ankommt, darf bezweifelt werden.
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