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25.02.2026
20:46 Uhr

Selenskyj warnt vor Putins „Spielchen" – doch wer spielt hier wirklich mit wem?

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem aufsehenerregenden Interview mit der britischen Financial Times schwere Geschütze aufgefahren. Russlands Staatschef Wladimir Putin sei ein „schlechter Schauspieler", der über taktische Annäherungen an US-Präsident Donald Trump die Position Kiews gezielt zu untergraben versuche. Der Krieg stehe am „Anfang vom Ende", so Selenskyj. Man brauche keinen „Pausenknopf", sondern das tatsächliche Ende der Kampfhandlungen. Starke Worte – doch bei nüchterner Betrachtung drängt sich die Frage auf, ob hier nicht der Bock zum Gärtner gemacht wird.

Der Komödiant und der KGB-Mann

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn ausgerechnet ein ehemaliger Fernsehkomiker dem Präsidenten der größten Atommacht der Welt vorwirft, ein „schlechter Schauspieler" zu sein. Putin mag vieles sein – ein Stratege alter Schule, ein Machtpolitiker mit eiskaltem Kalkül, ein Mann, der sein Land nach dem Chaos der Jelzin-Ära wieder auf die Weltbühne zurückgeführt hat. Doch ein Schauspieler? Das war er nie. Selenskyj hingegen kennt sich mit Bühnen bestens aus. Sein Aufstieg vom Unterhaltungskünstler zum Kriegspräsidenten ist eine der bemerkenswertesten Karrieren der jüngeren Zeitgeschichte – und zugleich eine der fragwürdigsten.

Selenskyj behauptete im Interview, Moskau nutze die Aussicht auf Verhandlungen lediglich, um Zeit zu gewinnen und seine Streitkräfte neu aufzubauen. Russland mobilisiere monatlich 40.000 Soldaten und verliere 35.000. Eine Pause bräuchten die Russen „nicht weniger als wir". Laut ukrainischen Geheimdienstangaben habe Moskaus Vormarsch im Jahr 2025 durchschnittlich 167 Soldaten pro erobertem Kilometer gekostet. Zahlen, die man mit Vorsicht genießen sollte – stammen sie doch von einer Kriegspartei, die ein vitales Interesse daran hat, die westliche Unterstützung nicht versiegen zu lassen.

EU-Beitritt bis 2027 – eine Forderung jenseits der Realität

Besonders bemerkenswert ist Selenskyjs Forderung nach einem konkreten EU-Beitrittstermin, möglichst bereits 2027. „Ich will ein Datum", sagte er und warnte davor, Moskau dürfe eine Mitgliedschaft nicht über Jahrzehnte blockieren. Man muss sich diese Dreistigkeit auf der Zunge zergehen lassen: Ein Land, das seit Jahren als eines der korruptesten Europas gilt, das mitten in einem verheerenden Krieg steckt, dessen demokratische Legitimation des eigenen Präsidenten mangels abgehaltener Wahlen zumindest fragwürdig erscheint – dieses Land soll innerhalb von zwei Jahren Vollmitglied der Europäischen Union werden?

Die Beitrittskriterien von Kopenhagen existieren nicht ohne Grund. Rechtsstaatlichkeit, eine funktionierende Marktwirtschaft, die Übernahme des gesamten EU-Rechtsbestands – all das sind Voraussetzungen, die selbst Länder in Friedenszeiten über Jahre und Jahrzehnte hinweg kaum erfüllen können. Rumänien und Bulgarien brauchten Jahrzehnte, bis sie vollständig im Schengen-Raum ankamen. Doch Selenskyj möchte offenbar eine Abkürzung nehmen – auf Kosten europäischer Steuerzahler, versteht sich.

Wer übt hier Druck auf wen aus?

Mit Blick auf Washington beklagte Selenskyj, der Druck auf Kiew zu Konzessionen sei größer als jener auf Moskau. Entscheidend sei es, Russlands „Schattenflotte", Energieexporte und Sanktionsumgehungen konsequent zu unterbinden. Er hoffe, Präsident Trump werde Russland unter Druck setzen und Putin stoppen. Ein Waffenstillstand ohne harte Garantien berge „große Risiken".

Was Selenskyj dabei geflissentlich verschweigt: Es war die Ukraine, die maßgeblich daran beteiligt war, die europäische Energieversorgung zu torpedieren. Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines – ein Akt, der Deutschland und ganz Europa in eine beispiellose Energiekrise stürzte – wird von vielen Beobachtern mit ukrainischen Akteuren in Verbindung gebracht. Dass ausgerechnet jener Mann, unter dessen Ägide Europas Energiesicherheit mutwillig zerstört wurde, nun weitere Milliarden an Unterstützung und einen beschleunigten EU-Beitritt fordert, grenzt an politischen Zynismus der Sonderklasse.

Das Minsker Abkommen – die vergessene Vorgeschichte

Wer den Ukraine-Konflikt verstehen will, muss weiter zurückblicken als bis zum Februar 2022. Die Minsker Abkommen von 2014 und 2015 sollten den Konflikt im Donbass befrieden. Doch wer hat sie letztlich nicht eingehalten? Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel räumte in einem vielbeachteten Interview selbst ein, dass die Abkommen vor allem dazu gedient hätten, der Ukraine Zeit zur militärischen Aufrüstung zu verschaffen. Eine Offenbarung, die in den deutschen Mainstream-Medien erstaunlich wenig Widerhall fand.

Die Vorgeschichte dieses Krieges ist komplex, und sie lässt sich nicht auf das simple Narrativ „Russland böse, Ukraine gut" reduzieren. Die jahrzehntelange NATO-Osterweiterung, die Ereignisse auf dem Maidan 2014, die Tragödie von Odessa am 2. Mai desselben Jahres – all das sind Puzzlestücke eines Konflikts, dessen Wurzeln tief in die geopolitischen Verwerfungen der Nachwendezeit reichen.

Deutschland zwischen den Fronten

Für Deutschland und die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz stellt sich die entscheidende Frage: Wie lange kann und will man sich noch in einen Stellvertreterkrieg hineinziehen lassen, der die eigene Wirtschaft schwächt, die Inflation befeuert und die gesellschaftliche Spaltung vertieft? Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das ohnehin Generationen belasten wird, fließt zu erheblichen Teilen in militärische Aufrüstung – Geld, das an anderer Stelle schmerzlich fehlt: bei der maroden Infrastruktur, bei der inneren Sicherheit, bei der Bekämpfung der explodierenden Kriminalität.

Selenskyjs Fazit lautete: „Der Krieg könnte wieder beginnen. Wir brauchen keinen Stillstand. Wir brauchen Frieden." Dem letzten Satz wird kaum jemand widersprechen wollen. Doch Frieden entsteht nicht durch immer neue Maximalforderungen und die Dämonisierung jeglicher Verhandlungsbereitschaft. Frieden entsteht durch Kompromisse – so bitter diese auch sein mögen. Das weiß niemand besser als die Deutschen, die nach 1945 erhebliche Gebietsverluste hinnehmen mussten und dennoch den Weg des Friedens wählten.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Turbulenzen zeigt sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Instrumente der Vermögenssicherung an Bedeutung gewinnen. Wer sein Portfolio klug diversifizieren möchte, sollte die Beimischung von Edelmetallen als stabilen Anker in stürmischen Zeiten ernsthaft in Betracht ziehen.

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