
Silber-Engpass an der COMEX: Warum das weiße Edelmetall vor einer historischen Preisexplosion stehen könnte
Während die politische Klasse in Berlin weiterhin Milliarden in fragwürdige Projekte pumpt und das 500-Milliarden-Sondervermögen die Inflation befeuert, vollzieht sich an den Rohstoffmärkten eine Entwicklung, die jeden aufmerksamen Anleger elektrisieren sollte. Der Silberpreis hat die Marke von 83 Dollar je Unze durchbrochen – und die fundamentalen Daten deuten darauf hin, dass dies erst der Anfang sein könnte.
Die COMEX trocknet aus – und kaum jemand spricht darüber
Was sich derzeit an der COMEX, der wichtigsten Terminbörse für Edelmetalle in New York, abspielt, hat das Potenzial, die Finanzmärkte in ihren Grundfesten zu erschüttern. Die gesamten Silberbestände sind seit Oktober 2025 um rund 31 Prozent eingebrochen – von 532 Millionen Unzen auf gerade einmal 366,25 Millionen Unzen. Ein Rückgang dieser Größenordnung in weniger als fünf Monaten ist beispiellos.
Noch alarmierender: Die sogenannten registrierten Bestände – also jenes Silber, das tatsächlich zur physischen Lieferung bereitsteht – sind unter die psychologisch wichtige Schwelle von 90 Millionen Unzen gerutscht. Aktuell liegen sie bei knapp über 88 Millionen Unzen. Wer sich an die Geschichte erinnert, weiß, dass solche Engpässe bei physischen Edelmetallen stets Vorboten dramatischer Preisbewegungen waren.
Das Papier-Kartenhaus wackelt bedenklich
Hier wird es richtig brisant. Die offenen Positionen an der COMEX übersteigen das registrierte physische Angebot mittlerweile um 400 Prozent. Vierhundert Prozent. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen. Für jede Unze physisches Silber, die tatsächlich in den Tresoren liegt, existieren vier Unzen auf dem Papier. Das ist kein Markt mehr – das ist ein Versprechen auf heißer Luft.
Sollten auch nur ein Bruchteil der Kontraktinhaber auf die Idee kommen, tatsächlich physische Lieferung zu verlangen, stünde der Markt vor einer veritablen Liquiditätskrise. Der März könnte in dieser Hinsicht zum Schicksalsmonat werden, denn der Lieferdruck nimmt spürbar zu. Bezeichnenderweise haben Großbanken wie JPMorgan Chase bereits umfangreiche Lieferbelege ausgestellt – ein unmissverständliches Signal, dass die institutionellen Akteure sich physisches Metall sichern, statt weiter auf Papierversprechen zu vertrauen.
Shanghai zahlt Rekordaufschläge
Wer noch immer glaubt, die Silberknappheit sei ein lokales Phänomen, der werfe einen Blick nach Osten. In Shanghai wird Silber derzeit mit einem Aufschlag von mehr als 10 Dollar über den westlichen Spotpreisen gehandelt. Zehn Dollar Differenz – das ist keine Marktanomalie, das ist ein Hilferuf des globalen Angebots. Die industrielle Nachfrage, getrieben durch Solarenergie, Elektronik und zahlreiche Hightech-Anwendungen, bleibt ungebrochen stark, während das Wachstum der Minenproduktion schlicht nicht Schritt halten kann.
Technische Rücksetzer als Einstiegschance?
Die jüngsten Kursrückgänge beim Silber waren offenbar nicht fundamental begründet. Vielmehr handelte es sich um technisch bedingte Korrekturen, ausgelöst durch Margenerhöhungen der CME Group sowie daraus resultierende Zwangsliquidationen. Die Nachfrage selbst hat nicht nachgelassen – im Gegenteil. Aus technischer Perspektive könnte ein nachhaltiger Anstieg über die 90-Dollar-Marke eine völlig neue Aufwärtsdynamik entfesseln, wobei der größte Widerstand beim Februarhoch von 92,20 Dollar sowie in der Retracement-Zone zwischen 92,87 und 99,66 Dollar liegt.
Man darf nicht vergessen: Silber notierte noch vor wenigen Jahren bei unter 25 Dollar. Die aktuelle Preisentwicklung ist Ausdruck eines strukturellen Angebotsdefizits, das sich über Jahre aufgebaut hat und durch keine noch so geschickte Manipulation der Papiermärkte dauerhaft unterdrückt werden kann.
Physische Edelmetalle als Anker in stürmischen Zeiten
In einer Welt, in der Regierungen – auch die neue Große Koalition in Berlin – Schulden in astronomischer Höhe aufnehmen und die Kaufkraft des Euro durch inflationäre Geldpolitik systematisch erodiert wird, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Wertspeicher. Während Papiergeld gedruckt werden kann, bis die Druckmaschinen glühen, lässt sich physisches Silber nicht aus dem Nichts erschaffen. Die aktuelle COMEX-Situation führt diese simple Wahrheit eindrucksvoll vor Augen.
Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen. Gold und Silber haben jede Währungskrise, jeden Staatsbankrott und jede politische Torheit der Geschichte überdauert. Daran wird sich auch diesmal nichts ändern.
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