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Kettner Edelmetalle
26.02.2026
16:31 Uhr

Simbabwes Lithium-Exportstopp erschüttert Weltmarkt – Goldman Sachs wittert das große Geschäft

Während die westliche Welt sich in ideologischen Debatten über Klimaneutralität und Energiewende verliert, geschieht auf dem afrikanischen Kontinent etwas, das die globalen Rohstoffmärkte in ihren Grundfesten erschüttern könnte: Simbabwe hat mit sofortiger Wirkung sämtliche Exporte von Lithiumkonzentraten und Rohmineralien gestoppt. Die Nachricht schlug an den Rohstoffbörsen ein wie eine Bombe – und bei Goldman Sachs reibt man sich bereits die Hände.

Ein Exportverbot mit globaler Sprengkraft

Bergbauminister Polite Kambamura verkündete das sofortige Exportverbot Ende Februar 2026, das ausdrücklich auch bereits in Transit befindliche Lieferungen umfasst. Der Grund? Simbabwe will die Wertschöpfung im eigenen Land erzwingen, statt seine kostbaren Rohstoffe als billige Konzentrate ins Ausland zu verschleudern. Ein nachvollziehbarer Schritt – und doch einer, der die fragile Lieferkette eines der wichtigsten Batteriemetalle der Welt empfindlich trifft.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Simbabwe produzierte laut den jüngsten Daten des US Geological Survey im Jahr 2024 geschätzte 22.000 Metrische Tonnen Lithium – das entspricht rund 9,2 Prozent der weltweiten Minenproduktion. In Lithiumkarbonat-Äquivalent (LCE) umgerechnet, hatte Goldman Sachs für 2026 eine Produktion von 160.000 Tonnen LCE prognostiziert, was etwa zehn Prozent des Angebots außerhalb Chinas ausmacht. Nahezu die gesamte Produktion ging bislang als Spodumen nach China.

Chinesische Lithiumpreise schießen in die Höhe

Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten. Goldman-Analyst James McGeoch beobachtete, wie die Lithiumkarbonat-Preise an der privaten chinesischen Wuxi-Börse unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht um 14 Prozent nach oben schossen – von rund 160.000 auf 185.000 Yuan pro Metrische Tonne. Bereits vor dem Exportverbot hatten die Preise an der GFEX-Börse nach den chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten um zehn Prozent zugelegt. McGeoch zeigte sich überzeugt, dass neue Höchststände unvermeidlich seien.

Besonders brisant: Der Analyst zog eine Parallele zum Kobalt-Markt, wo ein afrikanisches Exportverbot im Februar 2025 verhängt wurde, gefolgt von Exportquoten im Oktober desselben Jahres. Das Ergebnis? Statt der üblichen 20.000 Tonnen wurden bis Ende Februar gerade einmal 3.000 Tonnen exportiert. Wer glaubt, dass sich die Geschichte beim Lithium nicht wiederholen könnte, der unterschätzt die Dynamik afrikanischer Rohstoffpolitik gewaltig.

Die geopolitische Dimension

Was hier geschieht, ist weit mehr als eine bloße Marktanomalie. Es ist ein Lehrstück darüber, wie abhängig die vielgepriesene „grüne Transformation" von politisch instabilen Lieferketten ist. Simbabwe, eines der ärmsten Länder der Welt, hält einen der Schlüssel zur globalen Elektromobilität in der Hand – und dreht ihn nun um. Die Ironie könnte kaum größer sein: Dieselben westlichen Regierungen, die Milliarden in die Elektrifizierung des Verkehrs pumpen, haben es versäumt, die Rohstoffversorgung auf ein solides Fundament zu stellen.

Für Deutschland, das unter der neuen Großen Koalition ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt hat und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert hat, sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Wer seine gesamte industrielle Zukunft auf Batterietechnologie und Elektromobilität setzt, ohne die Versorgungssicherheit bei kritischen Rohstoffen zu gewährleisten, baut auf Sand – oder besser gesagt: auf Lithium, das möglicherweise nie ankommt.

Goldman Sachs positioniert sich – und der kluge Anleger?

McGeoch und das Rohstoff-Team von Goldman Sachs haben jedenfalls keine Zeit verloren. Der Analyst verwies auf den GSCBGLLI-Index als bevorzugtes Instrument und nannte auch einen Small-Cap-Wert aus dem Explorationsbereich, den er seit längerem beobachte. Seine Einschätzung ist unmissverständlich: Der Markt sei bereits vor dem Exportverbot fundamental angespannt gewesen, und diese Disruption werde die ohnehin vorhandene Kaufbereitschaft bei Lithium nur noch verstärken.

Wer die Geschichte der Rohstoffmärkte kennt, weiß: Solche Angebotsschocks haben oft langfristige Konsequenzen. Der Lithium-Boom von 2021/22, gefolgt vom dramatischen Preisverfall, hat vielen Investoren schmerzhafte Verluste beschert. Nun könnte ein neuer Zyklus beginnen – getrieben nicht von spekulativer Euphorie, sondern von handfesten Angebotsengpässen.

In Zeiten derartiger geopolitischer Unsicherheiten und volatiler Rohstoffmärkte erweist sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als zeitloser Anker der Vermögenssicherung unverzichtbar bleiben. Während Lithiumpreise von den Launen afrikanischer Bergbauminister und chinesischer Börsen abhängen, bieten Edelmetalle jene Stabilität und Unabhängigkeit, die in einem breit gestreuten Portfolio den entscheidenden Unterschied machen können.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Investitionsentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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