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Kettner Edelmetalle
26.06.2026
16:57 Uhr

Späte Einsicht oder Wahlkampf-Theater? Union probt den Aufstand gegen von der Leyens Verbrenner-Diktat

Späte Einsicht oder Wahlkampf-Theater? Union probt den Aufstand gegen von der Leyens Verbrenner-Diktat

Da regt sich also Widerstand im Hause Union. Drei Schwergewichte aus den deutschen Autoländern – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Baden-Württembergs CDU-Chef Manuel Hagel und Niedersachsens CDU-Landeschef Sebastian Lechner – haben sich zusammengetan und einen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufgesetzt. Ihr Anliegen: eine echte Kurskorrektur beim geplanten EU-Autopaket. Das berichtet die Welt unter Berufung auf das Schreiben.

Was die BrĂĽsseler Maschine diesmal ausbrĂĽtet

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, das faktische Verbrenner-Aus ab 2035 ein wenig aufzuweichen. Statt eines kompromisslosen 100-Prozent-Reduktionsziels bei den Auspuffemissionen neuer Pkw soll künftig ein Ziel von 90 Prozent gelten. Die restlichen zehn Prozent dürften über CO2-armen Stahl aus Europa, E-Fuels oder Biokraftstoffe ausgeglichen werden. Heißt: Plug-in-Hybride, Range Extender und sogar klassische Verbrenner könnten unter bestimmten Bedingungen das Jahr 2035 überleben.

Klingt nach Entgegenkommen? Den drei Unionspolitikern reicht das nicht. Und das ist diesmal sogar nachvollziehbar.

Die Forderung: Technologieoffenheit statt ideologischer Bevormundung

In dem Schreiben fordern Söder, Hagel und Lechner laut Welt unmissverständlich eine echte Wende:

„Wir erwarten daher, dass im weiteren Gesetzgebungsverfahren eine klare Kurskorrektur erfolgt: hin zu echter Technologieoffenheit, zu einer flexiblen und praxistauglichen Ausgestaltung der Zielerreichung und zu einem klaren Bekenntnis zur Wettbewerbsfähigkeit und industriellen Substanz in Europa.“

Klimaschutz sei zwar ein zentrales Ziel, betonen die drei. Doch entscheidend sei, dass dieser „mit wirtschaftlicher Stärke, Innovation und Beschäftigung zusammengedacht wird“. Eine Regulierung, die einzelne Technologien faktisch ausschließe oder politisch privilegiere, gefährde genau jene Innovationsdynamik, die zum Erreichen der Klimaziele überhaupt erst notwendig sei. Eine bemerkenswert vernünftige Erkenntnis – nur kommt sie reichlich spät.

Nicht die Technik soll entscheiden, sondern das Ergebnis

Die CO2-Flottenregulierung müsse konsequent technologieoffen gestaltet werden, heißt es weiter. Entscheidend dürfe nicht sein, welche Antriebstechnologie im Fahrzeug stecke, sondern ob sie tatsächlich zur CO2-Minderung beitrage. Auch Fahrzeuge mit erneuerbaren Kraftstoffen müssten als klimaneutrale Lösungen anerkannt werden. Eine eigentlich banale Wahrheit – die der grün-ideologisch durchsetzten Brüsseler Bürokratie offenbar erst per Brief erklärt werden muss.

Der Mittelstand als Bauernopfer der Klimaplanwirtschaft

Besonders die geplante Vorgabe, den Anteil emissionsarmer Fahrzeuge in Firmenflotten zu erhöhen, stößt auf scharfe Kritik. Solche Vorgaben würden zusätzliche Bürokratie schaffen und insbesondere mittelständische Betriebe belasten – „ohne einen entsprechend wirksamen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, heißt es im Schreiben. Mit anderen Worten: Maximale Gängelung bei minimalem Nutzen. Ein Muster, das jeder kennt, der die Regulierungswut der vergangenen Jahre verfolgt hat.

Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) blickt skeptisch auf die Pläne. Zwar begrüße man mehr Technologieoffenheit grundsätzlich, warne aber davor, dass Hersteller Anforderungen erfüllen müssten, auf die sie selbst kaum Einfluss hätten – etwa bei der Verfügbarkeit von CO2-armem Stahl oder erneuerbaren Kraftstoffen. Man stelle sich das vor: Ein Konzern wird für etwas haftbar gemacht, das schlicht nicht in seiner Hand liegt. Brüsseler Logik in Reinform.

Zwischen den Fronten: Wer will was in Europa?

Über den Gesetzentwurf müssen nun das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten verhandeln. Reuters hatte zuletzt berichtet, dass Deutschland und Italien weitere Lockerungen unterstützen, während Frankreich und Schweden vor einer Abschwächung der Klimaziele warnen. Ein klassischer europäischer Showdown also – mit ungewissem Ausgang.

Die nackten Zahlen sprechen Bände

Wie ernst die Lage tatsächlich ist, zeigt ein nüchterner Blick auf die Statistik: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zählte die deutsche Autoindustrie zum Ende des dritten Quartals 2025 rund 48.700 Beschäftigte weniger als ein Jahr zuvor – ein Rückgang von satten 6,3 Prozent. Besonders hart traf es die Zulieferer. Hier verbluten Arbeitsplätze, hier verschwindet industrielle Substanz, hier zerbricht das, was Deutschland einmal stark gemacht hat. Und das in einem Tempo, das nachdenklich stimmen sollte.

Späte Reue oder durchsichtiges Manöver?

So begrüßenswert die Forderungen der drei Unionspolitiker inhaltlich sein mögen – die Frage drängt sich auf, warum diese Einsicht erst jetzt kommt. Jahrelang wurde das Verbrenner-Verbot mitgetragen, die ideologisch motivierte Antriebswende beklatscht und der Brüsseler Regulierungsapparat gefüttert. Dieselben Kräfte, die heute den Aufstand proben, haben von der Leyen einst überhaupt erst wieder ins Amt gehievt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Es bleibt der schale Beigeschmack, dass hier möglicherweise weniger industriepolitische Vernunft als vielmehr taktisches Kalkül am Werk ist. Klar ist nur eines: Die deutsche Automobilindustrie, einst das stolze Aushängeschild der Republik, braucht mehr als wohlklingende Briefe. Sie braucht Planungssicherheit, sie braucht ein Ende der ideologischen Bevormundung – und sie braucht eine Politik, die für Deutschland und nicht gegen den Standort regiert. Diese Auffassung teilt mittlerweile ein erheblicher Teil der Bürger dieses Landes.

Was bleibt: Substanzielle Werte in unsicheren Zeiten

Wenn ganze Industriezweige binnen weniger Jahre Zehntausende Arbeitsplätze verlieren und politische Entscheidungen über das Wohl und Wehe einer einst weltführenden Branche aus Brüsseler Amtsstuben heraus getroffen werden, dann offenbart sich die Fragilität unseres Wohlstands. Wer in solch turbulenten Zeiten nach Beständigkeit sucht, dem dienen physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit jeher als verlässlicher Anker. Sie sind unabhängig von ideologischen Konjunkturen, von Regulierungswellen und von der Laune politischer Akteure – ein zeitloser Baustein zur Vermögenssicherung und sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschlieĂźlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Anlageentscheidungen jeder Art treffen Leser eigenverantwortlich. Wir empfehlen, sich vor finanziellen Entscheidungen umfassend zu informieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen.

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