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13.04.2026
08:17 Uhr

Spritpreis-Schock: Merz verordnet Deutschland ein Zwei-Monats-Pflaster gegen die Energiekrise

Spritpreis-Schock: Merz verordnet Deutschland ein Zwei-Monats-Pflaster gegen die Energiekrise

Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Energiemärkte in Aufruhr versetzen, greift die schwarz-rote Koalition zu einem altbekannten Mittel: einer befristeten Steuersenkung, die so schnell wieder verschwinden wird, wie sie gekommen ist. Bundeskanzler Friedrich Merz verkündete nach zweitägigen Marathonverhandlungen am Wochenende, dass die Energiesteuer auf Diesel und Benzin für gerade einmal zwei Monate um jeweils 17 Cent brutto pro Liter gesenkt werden soll. Ein Tropfen auf den heißen Stein – oder doch der Beginn einer echten Reformoffensive?

1,6 Milliarden Euro Entlastung – aber für wen wirklich?

Die Zahlen klingen zunächst beeindruckend. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) bezifferte die Gesamtentlastung für Verbraucher und Wirtschaft auf rund 1,6 Milliarden Euro. Doch wer genauer hinschaut, erkennt die Sollbruchstellen dieses sogenannten „Energiesofortprogramms". Denn Merz selbst räumte mit entwaffnender Ehrlichkeit ein, dass der Staat nicht alle Verwerfungen der Weltpolitik auffangen könne. Nach Ablauf der zwei Monate werde automatisch wieder der alte Steuersatz gelten – und die Preise würden dann eben wieder steigen. Selbst innerhalb der Entlastungsphase sei mit Preisschwankungen zu rechnen.

Man fragt sich unwillkürlich: Ist das die große Entlastung, die der Bürger in Zeiten explodierender Lebenshaltungskosten verdient hat? Oder handelt es sich vielmehr um politische Kosmetik, die den Wählern kurzfristig das Gefühl geben soll, die Regierung handle entschlossen?

Die Gegenfinanzierung: Tabaksteuer rauf, Übergewinnsteuer im Gespräch

Besonders pikant ist die Frage der Gegenfinanzierung. Die Koalition setzt auf eine Erhöhung der Tabaksteuer bereits im Jahr 2026 – ein klassischer Griff in die Tasche derjenigen, die ohnehin schon unter der Steuerlast ächzen. Darüber hinaus begrüßte die Regierung die Ankündigung der Europäischen Kommission, analog zum EU-Energiekrisenbeitrag von 2022 Maßnahmen gegenüber der Mineralölwirtschaft zu prüfen. Im Klartext: Eine Übergewinnsteuer steht im Raum. Die Gegenfinanzierung solle durch kartellrechtliche oder steuerrechtlich abgesicherte Maßnahmen gegenüber den Mineralölkonzernen erfolgen.

Klingt nach Robin Hood. Doch die Erfahrung lehrt, dass solche Kosten am Ende regelmäßig beim Endverbraucher landen. Die Mineralölkonzerne werden ihre Margen zu schützen wissen – und der Autofahrer zahlt die Zeche. Wieder einmal.

Steuerfreie Entlastungsprämie: Ein Geschenk mit Verfallsdatum

Über das Energiesofortprogramm hinaus plant die Koalition, Arbeitgebern im Jahr 2026 die Möglichkeit einzuräumen, eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Beschäftigten auszuzahlen. Das erinnert frappierend an die Inflationsausgleichsprämie der Ampel-Ära – ein Instrument, das zwar kurzfristig Erleichterung verschaffte, aber an den strukturellen Problemen der deutschen Wirtschaft nicht das Geringste änderte. Ob alle Arbeitgeber in der aktuell angespannten wirtschaftlichen Lage überhaupt in der Lage sein werden, diese Prämie zu zahlen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Kartellrecht und heimische Energiequellen: Die langfristigen Versprechen

Immerhin: Langfristig will die Koalition das Kartellrecht verschärfen und dem Bundeskartellamt erweiterte Befugnisse einräumen. Die Behörde soll künftig auch Daten auf den der Abgabe an Letztverbraucher vorgelagerten Stufen erheben können, um missbräuchliches Verhalten der Mineralölkonzerne schneller aufzudecken. Ein überfälliger Schritt, den man allerdings schon vor Jahren hätte gehen können.

Bemerkenswert ist auch die Ankündigung, das Energieangebot langfristig ausweiten zu wollen. Dazu gehöre die Erschließung „ausgewählter heimischer Gasvorkommen" – eine Formulierung, die aufhorchen lässt. Jahrelang wurde die Nutzung heimischer Ressourcen von ideologisch motivierten Kräften blockiert. Dass die Koalition nun zumindest verbal eine Kehrtwende andeutet, ist begrüßenswert. Ob den Worten auch Taten folgen, bleibt abzuwarten. Denn die Erfahrung mit deutschen Regierungen der vergangenen Jahre hat gezeigt: Zwischen Ankündigung und Umsetzung liegen oft Welten.

Der Iran-Konflikt als Brandbeschleuniger

Die aktuelle Energiepreiskrise ist unmittelbare Folge der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran, die Seeblockade der Straße von Hormus und die damit verbundene Verknappung der Öllieferungen treiben die Preise an den Zapfsäulen in schwindelerregende Höhen. Deutschland, das sich durch den überhasteten Ausstieg aus der Kernenergie und die jahrelange Vernachlässigung einer diversifizierten Energiepolitik in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert hat, bekommt die Konsequenzen dieser strategischen Fehlentscheidungen nun mit voller Wucht zu spüren.

Hätte man rechtzeitig auf eine breitere Energiebasis gesetzt, statt ideologiegetrieben ganze Energieträger zu verteufeln, stünde Deutschland heute deutlich besser da. Stattdessen muss der Steuerzahler nun für die Versäumnisse der Vergangenheit geradestehen – mit einem Zwei-Monats-Pflaster, das die Wunde bestenfalls kaschiert.

Merz sieht sich „erst am Anfang" – doch die Uhr tickt

Der Kanzler selbst gab sich nach den Beratungen betont zuversichtlich. Man habe in einer schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation konkrete Beschlüsse gefasst, so Merz. Neben dem Energiesofortprogramm seien auch die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung und der Haushalt für 2027 angepackt worden. Eine große Steuerreform zur dauerhaften Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen sei zum 1. Januar 2027 verabredet. Er sei froh, dass sich die Koalitionspartner trotz unterschiedlicher Sichtweisen auf gemeinsame Lösungen verständigt hätten.

Doch die Worte des Kanzlers können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Große Koalition unter erheblichem Druck steht. Die Bürger erwarten keine Ankündigungen – sie erwarten spürbare Ergebnisse. Und die Geduld der Deutschen mit einer Politik, die stets nur reagiert statt vorausschauend zu handeln, ist längst aufgebraucht.

„Das ist erst der Anfang. Das waren nicht abschließende Beratungen, sondern der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Beratungen, die wir fortsetzen werden." – Bundeskanzler Friedrich Merz

Schöne Worte. Doch der deutsche Bürger, der an der Tankstelle mittlerweile tief schlucken muss, braucht keine Auftakte – er braucht Lösungen. Und zwar solche, die über zwei Monate hinausreichen.

Edelmetalle als Schutzschild in unsicheren Zeiten

In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, steigender Energiepreise und einer Fiskalpolitik, die mit immer neuen Schulden und Sondervermögen operiert, rückt die Frage der Vermögenssicherung einmal mehr in den Vordergrund. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Papiergeld durch Inflation und politische Fehlentscheidungen an Kaufkraft verliert. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und physische Edelmetalle als Beimischung in Betracht zieht, schafft sich ein Fundament, das von den Launen der Tagespolitik weitgehend unabhängig ist.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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