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Kettner Edelmetalle
09.04.2026
18:39 Uhr

Straße von Hormus: Trumps Machtworte verhallen – und Putin reibt sich die Hände

„Öffnet die verdammte Straße, ihr Bastarde!" – mit diesen wenig diplomatischen Worten hatte US-Präsident Donald Trump die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zur Bedingung für einen Waffenstillstand mit dem Iran gemacht. Doch die Realität sieht anders aus. Trotz der vereinbarten Feuerpause passierte am Mittwoch lediglich eine Handvoll Tanker die strategisch bedeutsamste Meerenge der Welt. Vor dem Krieg waren es täglich über 130. Die Diskrepanz zwischen Washingtons markigen Worten und der tatsächlichen Lage könnte kaum größer sein.

Mehr als nur Öl: Ein Nadelöhr für die Weltwirtschaft

Wer bei der Straße von Hormus ausschließlich an Rohöl denkt, unterschätzt die Tragweite der Blockade gewaltig. Durch diese schmale Wasserstraße vor der iranischen Küste fließen bis zu 40 Prozent des weltweiten Düngemittelkonsums. Raffinierieprodukte wie Diesel und Kerosin nehmen denselben Weg. Helium, unverzichtbar für die Halbleiterindustrie und Medizintechnik, Aluminium und Naphtha – der Grundstoff für Polypropylen und Polyethylen – passieren zu einem überwältigenden Anteil diese Meerenge. Die Auswirkungen der anhaltenden Blockade dürften die Weltwirtschaft in den kommenden Wochen und Monaten mit voller Wucht treffen.

Doch ein Produkt ragt besonders heraus: Flüssigerdgas, kurz LNG. Erdgas hat sich als sauberere Alternative zu Öl etabliert und findet in Europa wie in Asien zunehmend Verbreitung. Das Zentrum der globalen LNG-Industrie ist Katar, das stolze 20 Prozent der weltweiten Produktion bestreitet. Oder besser gesagt: bestritt.

Katars LNG-Infrastruktur liegt in Trümmern

Denn selbst wenn die Straße von Hormus morgen wieder vollständig befahrbar wäre, bliebe die Welt mit erheblichen Einbußen bei der Erdgasversorgung konfrontiert. Iranische Angriffe haben Katars größte LNG-Anlage schwer beschädigt. Nach Angaben katarischer Behörden werde die vollständige Reparatur mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Mehrere Jahre – in einer Zeit, in der Europa händeringend nach Alternativen zum russischen Gas sucht.

Und genau hier wird es brisant. Denn wer profitiert von dieser Konstellation? Wladimir Putin. Der russische Präsident, den der Westen mit Sanktionen in die Knie zwingen wollte, könnte als lachender Dritter aus diesem geopolitischen Schachspiel hervorgehen. Vor der Blockade standen russische Urals-Rohölsorten unter massivem Preisdruck, mussten teilweise für nur 40 Dollar pro Barrel verramscht werden. Nun hat sich das Blatt dramatisch gewendet.

Europas selbstverschuldetes Dilemma

Die Ironie der Geschichte ist kaum zu überbieten. Europa, allen voran Deutschland, hat sich unter dem Eindruck des Ukraine-Krieges mit großem moralischem Pathos vom russischen Gas losgesagt. Man wollte Putin nicht länger finanzieren, sprach von Zeitenwende und energiepolitischer Unabhängigkeit. Und was geschah? Man tauschte einen zuverlässigen – wenn auch politisch unbequemen – Lieferanten gegen die Abhängigkeit von einer Wasserstraße ein, die von einem Mullah-Regime kontrolliert wird. Brillant.

Selbst bei einer Wiedereröffnung der Meerenge, so analysieren Beobachter, werde das Preisniveau aufgrund der geopolitischen Risikoprämie dauerhaft hoch bleiben. Russland erziele derzeit schätzungsweise zehn Milliarden Euro an monatlichen Mehreinnahmen. Geld, das direkt in die Kriegskasse fließe. Die europäischen Sanktionen, die Russland wirtschaftlich isolieren sollten, werden durch die geopolitische Realität ad absurdum geführt.

Zwischen Moskau und Washington eingeklemmt

Für die europäischen Staaten zeichnet sich ein unangenehmes Szenario ab: Entweder sie docken wieder an Putins Ressourcen an – was einem politischen Offenbarungseid gleichkäme – oder sie binden sich noch stärker an amerikanisches Flüssigerdgas, das deutlich teurer ist als russisches Pipelinegas. In beiden Fällen zahlt der europäische Verbraucher die Zeche für eine Energiepolitik, die von ideologischen Wunschvorstellungen statt von nüchterner Realpolitik geleitet wurde.

Man muss kein Freund des Kremls sein, um festzustellen: Die westliche Sanktionspolitik hat sich als strategisches Eigentor erwiesen. Während Putin seine Einnahmen diversifiziert und von der globalen Energiekrise profitiert, stehen europäische Verbraucher vor explodierenden Heizkosten. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz, die ohnehin mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen treibt, wird auch diese Belastung irgendwie schultern müssen. Bezahlen wird es – wie immer – der deutsche Steuerzahler.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten derart massiver geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle. Während Energiepreise schwanken, Währungen unter Druck geraten und politische Versprechen sich als hohl erweisen, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Wertspeicher. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als elementaren Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen könnten, übernehmen wir keinerlei Haftung. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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