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Kettner Edelmetalle
23.04.2026
05:47 Uhr

Straße von Hormuz im Würgegriff: Iran zieht die Schlinge zu, während Trump zurückrudert

Straße von Hormuz im Würgegriff: Iran zieht die Schlinge zu, während Trump zurückrudert

Die Welt hält den Atem an, während sich am strategisch bedeutsamsten Nadelöhr der globalen Ölversorgung ein geopolitisches Drama von historischem Ausmaß entfaltet. Der Iran hat binnen weniger Stunden zwei weitere Handelsschiffe in der Straße von Hormuz aufgebracht und damit unmissverständlich klargemacht, dass Teheran den Daumen auf der Lebensader der Weltwirtschaft fest zugedrückt hält. Während US-Präsident Donald Trump überraschend seine angedrohten Militärschläge gegen den Iran auf unbestimmte Zeit ausgesetzt hat, bleibt die Lage brandgefährlich – und die Ölmärkte reagieren panisch.

Ein Waffenstillstand, der keiner ist

Der vor zwei Wochen ausgehandelte Waffenstillstand, dessen Ablaufdatum eigentlich schon überschritten sei, hänge wie ein stumpfes Damoklesschwert über der Region. Trump habe am Dienstag in einer erstaunlichen Kehrtwende – nur wenige Stunden nach neuen Drohgebärden – verkündet, die Vereinigten Staaten würden die Feuerpause verlängern, bis über einen iranischen Vorschlag verhandelt worden sei. Von iranischer Seite allerdings kam keinerlei Bestätigung. Im Gegenteil: Mohammad Baqer Qalibaf, Parlamentssprecher und Chefunterhändler Teherans, stellte klar, dass ein vollständiger Waffenstillstand nur dann Sinn ergebe, wenn die amerikanische Seeblockade aufgehoben werde. Diese Blockade werte Teheran selbst als Kriegshandlung.

„Sie haben Ihre Ziele nicht durch militärische Aggression erreicht und werden sie auch nicht durch Schikanen erreichen", schrieb Qalibaf in sozialen Medien. Eine Öffnung der Straße von Hormuz – jener schmalen Meerenge, über die vor Kriegsbeginn ein Fünftel des weltweiten Ölhandels abgewickelt wurde – sei unter diesen Umständen schlicht „unmöglich".

Öl über 100 Dollar – die Rechnung zahlt der Bürger

Die Folgen dieses geopolitischen Pokerspiels bekommen Verbraucher rund um den Globus unmittelbar zu spüren. Brent-Rohöl, der internationale Referenzpreis, notierte am Donnerstag im asiatischen Handel weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar pro Barrel – zum ersten Mal seit zwei Wochen. Wer geglaubt hatte, die Inflation in Deutschland sei unter Kontrolle zu bringen, dürfte angesichts dieser Entwicklung einer bitteren Ernüchterung entgegenblicken. Während die Berliner Große Koalition aus Union und SPD fleißig an ihrem 500-Milliarden-Euro-Schuldenprogramm werkelt und die Klimaneutralität bis 2045 ins Grundgesetz schreibt, rollt auf die deutschen Haushalte eine neue Energiepreiswelle zu, die alle bisherigen Belastungen in den Schatten stellen könnte.

Die Logik der Blockade und die Gegenreaktion

Nach offiziellen Angaben der US-Streitkräfte seien bereits mehr als dreißig Schiffe im Rahmen der amerikanischen Seeblockade gegen den Iran zur Umkehr oder zur Rückkehr in den Hafen gezwungen worden. Auch weit jenseits des Persischen Golfs – in asiatischen Gewässern vor Indien, Malaysia und Sri Lanka – seien mindestens drei iranisch geflaggte Tanker abgefangen und umdirigiert worden. Teheran konterte, indem das Korps der Islamischen Revolutionsgarden zwei Frachter – die unter liberianischer Flagge fahrende „Epaminondas" und die panamaische „MSC Francesca" – aufbrachte und an die iranische Küste eskortierte. Der Vorwurf: Betrieb ohne erforderliche Genehmigungen und Manipulation der Navigationssysteme. Ein dritter Containerfrachter wurde beschossen, blieb aber unbeschädigt.

Pressesprecherin Karoline Leavitt erklärte im Interview mit Fox News, da die aufgebrachten Schiffe weder unter amerikanischer noch unter israelischer Flagge fuhren, stelle die Beschlagnahmung keinen Bruch des Waffenstillstands dar. Sie bezeichnete den Vorfall als Akt der „Piraterie".

Pakistan als Vermittler – und ein festgefahrener Dialog

Während Pakistan als Mittler versucht, die verfeindeten Parteien an einen Tisch zu bringen, scheiterten bereits die vorläufig für Dienstag in Islamabad angesetzten Gespräche schlicht daran, dass niemand erschien. Eine erste Verhandlungsrunde vor elf Tagen hatte ergebnislos geendet. Trump fordert vom Iran den Verzicht auf hochangereichertes Uran und eine Einstellung der weiteren Anreicherung, um den Bau einer Atombombe zu verhindern. Teheran beharrt auf einem rein zivilen Nuklearprogramm und verlangt die Aufhebung der Sanktionen, Reparationen für Kriegsschäden sowie die Anerkennung der iranischen Kontrolle über die Meerenge.

Zusätzlich komplizierend: Der Iran verknüpft jeden Waffenstillstand mit einer Feuerpause zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah. Am Mittwoch töteten israelische Luftangriffe auf den Libanon mindestens fünf Menschen, darunter die libanesische Journalistin Amal Khalil – der blutigste Tag seit Verkündung einer zehntägigen Waffenruhe am 16. April.

Was der Konflikt für Anleger bedeutet

Der Krieg, der am 28. Februar mit gemeinsamen US-israelischen Angriffen auf den Iran begann, hat bereits tausende Menschenleben gekostet – mehrheitlich im Iran und im Libanon. Die wirtschaftlichen Verwerfungen treffen Staaten rund um den Globus mit voller Wucht. In solchen Zeiten geopolitischer Turbulenzen, in denen Lieferketten zerreißen, Währungen erodieren und politische Entscheidungsträger in immer schnellerer Abfolge zwischen Drohung und Rückzug pendeln, zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle seit Jahrtausenden ihren Rang als Krisenwährung behaupten. Während die Schweizerische Nationalbank im ersten Quartal einen Verlust von 500 Millionen Franken verbuchte, weil Gewinne aus Goldpreisen durch Währungsverluste aufgezehrt wurden, profitieren jene Anleger, die sich rechtzeitig mit physischem Gold und Silber eingedeckt haben, von einer Absicherung, die weder Panzer noch Sanktionen zerstören können.

Deutschland im geopolitischen Windschatten

Es ist bezeichnend, dass in dieser weltpolitischen Ausnahmesituation aus Berlin erneut kein klares Signal zu vernehmen ist. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hüllt sich in diplomatische Floskeln, während die Energieversorgung des Industriestandorts Deutschland unmittelbar am seidenen Faden der Straße von Hormuz hängt. Wer noch immer glaubt, Windräder und Solarpaneele könnten den Wegfall von Ölimporten kompensieren, der sollte spätestens jetzt ins Grübeln kommen. Die ideologische Energiepolitik der vergangenen Jahre rächt sich in jedem Moment, in dem die Welt an einem geopolitischen Abgrund steht.

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