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KI-generiert

Strom-Geheimnis geplatzt: Google und Microsoft blitzen in Irland ab!

Strom-Geheimnis geplatzt: Google und Microsoft blitzen in Irland ab!
Symbolbild: KI-generiert

Google und Microsoft wollten verbergen, wie viel Strom ihre Rechenzentren in Irland tatsächlich schlucken. Damit sind sie gescheitert: Die irische Umweltbehörde EPA hat die Anträge auf Vertraulichkeit Medienberichten zufolge abgelehnt. Die Daten seien von öffentlichem Interesse, so die Begründung. Was die Unterlagen nun zeigen, dürfte auch in Berlin und Brüssel für Unruhe sorgen.

Geheimniskrämerei beim Notstromaggregat

Ausgelöst wurde der Streit, so berichtet die irische Wirtschaftszeitung Business Post, durch eine scheinbare Formalie. Wer in Irland Notstromgeneratoren für ein Rechenzentrum betreiben will, braucht dafür eine Lizenz der Umweltbehörde. In diesen Anträgen stehen auch Angaben zum Energieverbrauch der Anlagen.

Genau diese Zahlen wollten die beiden Konzerne laut dem Bericht vor der Öffentlichkeit verbergen. Die Behörde spielte nicht mit. Ein bemerkenswerter Vorgang, denn gegenüber milliardenschweren Investoren treten Behörden selten so selbstbewusst auf. Und ausgerechnet Irland hat jahrzehntelang mit niedrigen Steuern um genau diese Konzerne geworben.

Ein Fünftel des Landesstroms für vier Konzerne

Die Unterlagen bringen eine erstaunliche Zahl ans Licht. Vier US-Techkonzerne verbrauchen demnach inzwischen knapp ein Fünftel des gesamten irischen Stroms. Ein Land mit gut fünf Millionen Einwohnern liefert also einen erheblichen Teil seiner Energie an eine Handvoll Firmen aus Übersee.

Die amtliche Statistik bestätigt den Trend. Laut dem irischen Statistikamt CSO entfielen 2025 rund 23 Prozent des gemessenen Stromverbrauchs auf Rechenzentren, insgesamt etwa 7.663 Gigawattstunden. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr und fast so viel, wie alle irischen Privathaushalte zusammen verbrauchen. Vor einem Jahrzehnt lag der Anteil noch bei rund fünf Prozent.

Im Großraum Dublin geht Berichten zufolge sogar etwa die Hälfte des Stroms an Rechenzentren. Der Netzbetreiber hat neue Anschlüsse dort weitgehend gestoppt. Manche Betreiber weichen deshalb auf Gasgeneratoren direkt vor Ort aus. Grüne Zukunft sieht anders aus.

Brüssel spielt bei der Verschleierung mit

Der irische Fall ist kein Einzelfall. Im April 2026 enthüllte ein europäischer Recherche-Verbund, dass die EU-Kommission eine Vertraulichkeitsklausel zu den Umweltdaten einzelner Rechenzentren nahezu wortgleich aus Vorschlägen von Microsoft und dem Lobbyverband DigitalEurope übernommen haben soll. Öffentlich zugänglich sind seither im Wesentlichen nur nationale Gesamtwerte.

Rechtsexperten sehen darin laut den Berichten einen möglichen Verstoß gegen die Aarhus-Konvention, die Bürgern den Zugang zu Umweltinformationen garantiert. Der Kontrast könnte kaum größer sein: Der Mittelständler muss jede Heizungsanlage dokumentieren, während für die Datenriesen offenbar Sonderregeln gelten.

Der KI-Hunger wächst weiter

Der Druck dürfte noch zunehmen. Die EU-Kommission will die Rechenzentrumskapazität in Europa im Rahmen ihres KI-Aktionsplans in den kommenden Jahren verdreifachen. Jeder neue KI-Chatbot, jede Cloud-Anwendung braucht Strom, und zwar rund um die Uhr. Die Netze, die dafür nötig wären, entstehen deutlich langsamer.

Warum das deutsche Verbraucher angeht

Deutschland zahlt bereits heute mit die höchsten Strompreise Europas. Gleichzeitig wurden Kraftwerkskapazitäten abgebaut, während die Bundesregierung auf eine teure Energiewende setzt und Milliarden in Netze pumpen will. Wenn nun auch hierzulande immer mehr Rechenzentren ans Netz drängen, stellt sich eine unbequeme Frage: Wer bekommt den knappen Strom, und wer bezahlt den Ausbau?

Irland zeigt, wie schnell sich das Kräfteverhältnis verschieben kann. Die Entscheidung der EPA ist deshalb mehr als eine Randnotiz. Sie macht deutlich, dass Bürger ein Recht darauf haben zu erfahren, wohin ihre Energie fließt. Ob Brüssel daraus etwas lernt, ist offen. Am Lobbyeinfluss der Konzerne lässt die Recherche jedenfalls wenig Zweifel.

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