
Taiwan kapituliert vor Trumps Zollkeule: Milliarden-Deal mit den USA besiegelt
Was monatelang hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde, ist nun Realität: Taiwan und die Vereinigten Staaten haben ein umfassendes Handelsabkommen unterzeichnet, das die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Seiten grundlegend neu ordnet. Taiwans Präsident Lai Ching-te sprach von einem „neuen Kapitel" für den Außenhandel seines Landes. Doch bei genauerem Hinsehen wird deutlich: Dieses Kapitel wurde maßgeblich in Washington geschrieben.
Trumps Druckpolitik zeigt Wirkung
Es war Donald Trump, der die Zollschraube gegen Taiwan angezogen hatte – und damit den kleinen Inselstaat an den Verhandlungstisch zwang. Die Botschaft war unmissverständlich: Wer mit Amerika Geschäfte machen will, muss Amerikas Bedingungen akzeptieren. Und genau das ist geschehen. Das Abkommen sieht eine Obergrenze von 15 Prozent auf US-Zölle für taiwanische Produkte vor – ein Zugeständnis, das Taiwan teuer erkaufen musste.
Denn im Gegenzug öffnet der ostasiatische Hightech-Staat seine Märkte weit für amerikanische Industrie- und Agrarprodukte. Autos, Rindfleisch – die Liste der Waren, für die Washington nun bevorzugten Zugang erhält, ist lang. Besonders brisant: Taiwan verpflichtet sich, amerikanisches Flüssigerdgas und Rohöl im Wert von sage und schreibe 44,4 Milliarden US-Dollar – umgerechnet rund 37 Milliarden Euro – abzunehmen. Für einen Inselstaat, dessen Energieversorgung nahezu vollständig von Importen abhängt, ist dies eine strategische Weichenstellung von enormer Tragweite.
Halbleiter als Verhandlungsmasse
Der eigentliche Kern des Deals liegt freilich tiefer. Es geht um Halbleiter – jene winzigen Chips, ohne die keine moderne Wirtschaft mehr funktioniert. Taiwan, Heimat des Chipgiganten TSMC, kontrolliert einen Großteil der weltweiten Halbleiterproduktion. Und genau diese strategische Position hat Washington geschickt für sich zu nutzen gewusst. Taiwanische Halbleiter und verwandte Produkte erhalten laut dem Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer eine „bevorzugte Behandlung". Im Klartext: Die USA sichern sich privilegierten Zugang zu den modernsten Chips der Welt – und bauen damit ihre technologische Vormachtstellung gegenüber China weiter aus.
Präsident Lai kündigte seinerseits an, ein sogenanntes „Taiwan-Modell" für technologische Zusammenarbeit in den USA etablieren zu wollen. Die taiwanische Halbleiter- sowie Informations- und Kommunikationstechnik-Branche solle mit dem boomenden KI-Sektor in Amerika integriert werden. Ein ambitioniertes Vorhaben, das allerdings auch zeigt, wie abhängig Taiwan mittlerweile vom Wohlwollen Washingtons ist.
Ein Abkommen mit geopolitischer Sprengkraft
Man darf sich nichts vormachen: Dieses Handelsabkommen ist weit mehr als ein nüchternes Wirtschaftsdokument. Es ist ein geopolitisches Signal – und zwar ein unmissverständliches. Kurz vor Trumps geplantem China-Besuch demonstrieren die USA, dass sie ihre Lieferketten konsequent von Peking entkoppeln wollen. Greer sprach davon, die „Widerstandsfähigkeit der US-Lieferketten" im Hightech-Bereich „erheblich zu verbessern". Übersetzt bedeutet das: Amerika will sich unabhängiger von China machen – und Taiwan ist dabei das wichtigste Puzzlestück.
Für Europa und insbesondere für Deutschland sollte dieser Deal ein Weckruf sein. Während die USA ihre Handelsbeziehungen mit chirurgischer Präzision neu ordnen und strategische Partnerschaften schmieden, verliert sich die deutsche Politik in ideologischen Debatten und bürokratischem Kleinklein. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen, das die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz aufgelegt hat, fließt in Infrastruktur – aber wo bleibt die strategische Industriepolitik? Wo bleibt die Sicherung kritischer Lieferketten für die deutsche Wirtschaft?
Trump mag polarisieren, seine Methoden mögen brachial erscheinen. Doch eines muss man dem Mann zugestehen: Er verhandelt knallhart im Interesse seines Landes. Und er liefert Ergebnisse. Das Abkommen muss zwar noch durch das taiwanische Parlament – doch angesichts der strategischen Bedeutung des Deals dürfte die Zustimmung kaum mehr als eine Formsache sein.
Was Anleger jetzt bedenken sollten
Die zunehmende Fragmentierung des Welthandels in rivalisierende Blöcke birgt erhebliche Risiken für die globale Wirtschaft. Wer sein Vermögen in solch unsicheren Zeiten schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in Zeiten geopolitischer Verwerfungen erwiesen und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios zur Vermögenssicherung beitragen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche getroffen werden. Für individuelle Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Wir übernehmen keinerlei Haftung für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren könnten.
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