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Kettner Edelmetalle
15.03.2026
09:11 Uhr

Tegut kapituliert: Schweizer Mutterkonzern zieht den Stecker – 7.400 Arbeitsplätze auf der Kippe

Tegut kapituliert: Schweizer Mutterkonzern zieht den Stecker – 7.400 Arbeitsplätze auf der Kippe

Es ist ein weiterer Sargnagel für den deutschen Einzelhandel, ein weiteres Kapitel im schleichenden Niedergang des Wirtschaftsstandorts Deutschland: Die Supermarktkette Tegut verschwindet vollständig aus der Bundesrepublik. Der Schweizer Mutterkonzern Migros, der die Kette seit 2012 unter seinen Fittichen hatte, zieht nach Jahren des Verlusteinfangens endgültig die Reißleine. Rund 300 Filialen und 7.400 Beschäftigte sind betroffen. Ein Paukenschlag – und doch überrascht er kaum noch jemanden, der die wirtschaftliche Lage in diesem Land mit offenen Augen verfolgt.

Ein Markt, der seine eigenen Kinder frisst

Migros-Chef Patrik Pörtig fand deutliche Worte. Der deutsche Lebensmittelmarkt sei „sehr anspruchsvoll, sehr preisgetrieben, kostenintensiv", erklärte er gegenüber der Lebensmittel Zeitung. Trotz massiver Kosteneinsparungen und einer Halbierung der Verluste im vergangenen Jahr sei Tegut „langfristig wirtschaftlich nicht zukunftsfähig" gewesen. Man muss sich diese Formulierung auf der Zunge zergehen lassen: Ein Schweizer Großkonzern, der in einem der reichsten Länder der Welt keinen Supermarkt profitabel betreiben kann. Was sagt das über den Zustand dieses Landes?

Die Antwort ist so bitter wie offensichtlich. Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren systematisch selbst demontiert. Explodierende Energiekosten, eine erdrückende Bürokratie, steigende Lohnnebenkosten und ein regulatorisches Umfeld, das selbst hartgesottene Unternehmer in die Flucht schlägt – all das macht den Standort Deutschland zunehmend unattraktiv. Nicht nur für ausländische Investoren, sondern auch für jene, die hier bereits Fuß gefasst hatten.

Edeka und Rewe teilen die Beute auf

Die Überreste von Tegut werden nun unter den beiden deutschen Platzhirschen aufgeteilt. Edeka hat sich bereits vertraglich einen „wesentlichen Teil" der Filialen gesichert – Berichten zufolge etwa die Hälfte, also rund 150 Standorte. Darüber hinaus übernimmt der Konzern ein Logistikzentrum, die Herzberger Bäckerei sowie den Betreiber der rund 40 sogenannten Teo-Filialen. Bei Letzteren handelt es sich um kleine, vollautomatisierte Läden mit abgespecktem Sortiment, die rund um die Uhr ohne Personal betrieben werden – eine Zukunftsvision des Einzelhandels, die freilich auch Fragen aufwirft.

Rewe sichert sich ebenfalls eine „hohe zweistellige Zahl" an Filialen. Beide Übernahmen werden derzeit noch vom Kartellamt geprüft. Wie viele der 7.400 Mitarbeiter tatsächlich übernommen werden und wie viele letztlich ihren Arbeitsplatz verlieren, steht noch in den Sternen. Die Hoffnung, dass ein Großteil der Belegschaft weiterbeschäftigt wird, klingt zunächst beruhigend – doch wer die Konsolidierungspraktiken großer Konzerne kennt, weiß, dass solche Versprechen oft das Haltbarkeitsdatum von Frischmilch haben.

600 Millionen Euro in den Sand gesetzt

Die Dimension des Debakels wird erst richtig greifbar, wenn man sich die Zahlen vor Augen führt. Der Neuen Zürcher Zeitung zufolge könnten die deutschen Filialen den Mutterkonzern Migros am Ende rund 600 Millionen Euro gekostet haben. Sechshundert Millionen. Eine Summe, die selbst für einen Schweizer Großkonzern schmerzhaft ist. Migros nimmt diese gewaltigen Abschreibungen offenbar in Kauf, um sich endlich vollständig auf das Kerngeschäft in der Heimat konzentrieren zu können. Ein strategischer Rückzug, der Bände spricht über die Attraktivität des deutschen Marktes.

Der schleichende Tod der Vielfalt im Einzelhandel

Was bleibt, ist ein beunruhigender Trend. Mit dem Verschwinden von Tegut schrumpft die ohnehin überschaubare Vielfalt im deutschen Lebensmitteleinzelhandel weiter zusammen. Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, Schwarz-Gruppe – eine Handvoll Konzerne teilt sich einen Markt mit über 80 Millionen Verbrauchern. Wettbewerb? Wird zur Farce, wenn immer weniger Akteure immer größere Marktanteile kontrollieren. Man fühlt sich unweigerlich an Zeiten erinnert, in denen die Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten deutlich begrenzter war – und zwar nicht freiwillig.

Dabei war Tegut einst ein Vorzeigeunternehmen. Gegründet als hessisches Familienunternehmen, hatte sich die Kette mit einem Fokus auf Qualität und regionale Produkte eine treue Kundschaft erarbeitet. Doch nach dem Verkauf an Migros im Jahr 2012 – ausgelöst durch familiäre Verwerfungen im Hause Gutberlet – begann der schleichende Niedergang. Das Sortiment wurde ausgedünnt, Eigenmarken zu Schweizer Preisen in die Regale gedrückt, bewährte Tochterunternehmen wie die Kurhessischen Fleischwaren zunehmend marginalisiert. Die Kunden wanderten ab. Ein klassischer Fall von Konzernhubris, die das zerstört, was sie zu optimieren vorgibt.

Symptom einer tiefgreifenden Krise

Das Tegut-Aus reiht sich nahtlos ein in eine erschreckende Serie von Unternehmenszusammenbrüchen in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt musste im Jahr 2025 alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden – der höchste Wert seit über einem Jahrzehnt. Die Ursachen sind vielfältig, doch sie haben einen gemeinsamen Nenner: eine Politik, die den Wirtschaftsstandort Deutschland seit Jahren systematisch schwächt, statt ihn zu stärken.

Während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg bringt – finanziert auf Pump, versteht sich –, kämpfen mittelständische Unternehmen und Einzelhändler ums nackte Überleben. Die Inflation frisst die Kaufkraft der Bürger auf, die Energiepreise bleiben auf einem Niveau, das international seinesgleichen sucht, und die bürokratischen Hürden wachsen schneller als jedes Wirtschaftswachstum. Wer in diesem Umfeld einen Supermarkt profitabel betreiben will, der braucht nicht nur unternehmerisches Geschick, sondern beinahe schon übernatürliche Kräfte.

Die 7.400 Tegut-Mitarbeiter, die nun um ihre berufliche Zukunft bangen, sind mehr als eine Statistik. Sie sind das menschliche Gesicht einer Wirtschaftspolitik, die den Blick für das Wesentliche verloren hat. Statt die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern, statt Bürokratie abzubauen und Energiekosten zu senken, verliert sich die Politik in ideologischen Grabenkämpfen und schuldenfinanzierten Prestigeprojekten. Das Ergebnis? Ein Land, in dem selbst ein Schweizer Milliardenkonzern keinen Supermarkt mehr betreiben kann. Willkommen im Deutschland des Jahres 2026.

Für den einzelnen Bürger bleibt in Zeiten wie diesen vor allem eine Erkenntnis: Wer sein Vermögen schützen will, muss selbst aktiv werden. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit und schwindenden Vertrauens in politische Institutionen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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