
Terminator lässt grüßen: Trump-naher Roboter-Start-up testet Kampfmaschinen in der Ukraine
Während im Silicon Valley die einen noch davon träumen, dass humanoide Roboter eines Tages die Wäsche zusammenlegen oder den Latte Macchiato servieren, verfolgt ein junges Unternehmen aus San Francisco eine gänzlich andere, unbequeme Vision: Maschinen, die dorthin gehen, wo Menschen sterben. Foundation Future Industries, im Jahr 2024 gegründet, hat sich zum Ziel gesetzt, menschenähnliche Roboter nicht für die Bequemlichkeit des Wohnzimmers, sondern für das Schlachtfeld und die Schwerindustrie zu bauen.
Vom Pleite-Unternehmer zum Rüstungsvisionär
An der Spitze des Unternehmens steht Sankaet Pathak, ein Mann mit durchaus schillernder Vergangenheit. Bekannt wurde er als Chef der umstrittenen Fintech-Plattform Synapse, die 2024 Insolvenz anmelden musste. Kaum war dieses Kapitel beendet, gründete er Foundation – gemeinsam mit zwei weiteren Branchenkennern. Sein neues Credo klingt fast schon missionarisch: Humanoide Robotik dürfe nicht für Hausarbeit verschwendet werden, sondern müsse den größten Herausforderungen der Menschheit dienen.
Die Technologie erreiche ein Niveau, auf dem sie Tätigkeiten ersetzen könne, die für Menschen lebensgefährlich seien, so Pathak. Genau darin liege der höchste Nutzen, den man aus Robotik überhaupt ziehen könne.
Man möchte fast applaudieren – wäre da nicht der bittere Beigeschmack, dass aus solchen Visionen schnell autonome Kriegsmaschinen werden, die irgendwann eigenständig über Leben und Tod entscheiden.
Die Ukraine als gigantisches Versuchslabor
Bereits Anfang dieses Jahres schickte Foundation zwei seiner sogenannten Phantom MK-1-Einheiten in die Ukraine – nach eigener Darstellung der erste bekannte Einsatz humanoider Roboter in einem realen Kriegsgebiet. Die Tests, abgesegnet von der US-Regierung und durchgeführt mit ukrainischen Behörden, konzentrierten sich auf Logistik in gefährlichen Zonen. Konkret: das Heranschaffen von Nachschub dorthin, wo Soldaten sonst ihr Leben riskieren.
Dass ausgerechnet die Ukraine zum Testfeld wurde, überrascht wenig. Der nun ins fünfte Jahr gehende Krieg gegen Russland hat sich längst zu einem riesigen Experimentierfeld für Drohnen, KI und Bodenroboter entwickelt. Was früher Science-Fiction war, rollt heute über zerschossene Straßen. Noch sind die MK-1-Modelle freilich weit von der Übermacht eines Terminators entfernt: Eine Traglast von gerade einmal rund 20 Kilogramm, keine Wasserdichtigkeit, eine bescheidene Batterielaufzeit. Doch Pathak verspricht bereits den Nachfolger Phantom 2 mit angeblich „übermenschlichen Fähigkeiten“ und doppelter Nutzlast.
Ein Trump im Aufsichtsboot
Wirklich brisant wird die Geschichte durch einen Namen: Eric Trump, der zweite Sohn des amtierenden US-Präsidenten, ist kürzlich als Chefstrategie-Berater bei Foundation eingestiegen. Zuvor sei er bereits Investor gewesen, heißt es aus dem Unternehmen. Das gemeinsame Ziel: die Produktion zurück in die USA holen.
Dass diese personelle Verflechtung Fragen aufwirft, liegt auf der Hand. Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren sprach prompt von „Korruption in aller Öffentlichkeit“ und verwies auf die Regierungsaufträge des Unternehmens. Immerhin hat Foundation bereits Forschungsverträge im Wert von 24 Millionen Dollar eingestrichen – für Tests in den Bereichen Inspektion, Logistik und Waffenhandhabung bei Heer, Marine und Luftwaffe. Ob hier nur Zufall oder kalkulierte Nähe zur Macht im Spiel ist, mag jeder selbst beurteilen.
Das geopolitische Wettrüsten mit China
Pathak gibt sich keine Mühe, seine Ausrichtung zu verschleiern. Sein Unternehmen positioniert sich offen im Schatten des Großmacht-Duells zwischen den USA und China. Man wolle „die besten Roboter bauen, die wir können – besser als alles, was China hat“, verkündet der CEO selbstbewusst.
Und tatsächlich schläft das Reich der Mitte nicht. Pekings Militär hat bereits frühe KI-gesteuerte Roboterhunde und bewegungsgesteuerte humanoide Soldaten präsentiert. Der Wettlauf um die Vorherrschaft auf dem Schlachtfeld der Zukunft ist längst in vollem Gange – und er wird mit Stahl, Algorithmen und Milliarden ausgetragen.
Ethik bleibt auf der Strecke
So faszinierend die Technik klingt, so beunruhigend sind die ethischen Abgründe. Zwar soll bei den meisten bewaffneten Einsätzen noch ein Mensch im Entscheidungsprozess verbleiben. Doch Pathak räumt selbst ein, dass die Maschinen in zeitkritischen Situationen vollständig autonom handeln müssten. Wer also drückt am Ende den Abzug? Ein Mensch oder eine Software?
Nicht wenige Experten zweifeln ohnehin am Konzept. Eine Forscherin der Brookings-Denkfabrik gab zu bedenken, die Lehre aus der Ukraine sei das genaue Gegenteil teurer Menschmaschinen: Man brauche schnelle, billige und anpassungsfähige Systeme – nicht aufwendige humanoide Wunderwerke. Auch ein KI-Wissenschaftler aus Australien hält den „Terminator-Roboter“ eher für ein Science-Fiction-Klischee, während fliegende, fahrende und tauchende Roboter den Menschen sehr wohl ersetzen dürften.
Was bleibt: Unsicherheit als ständiger Begleiter
Eines steht jedoch fest: Das Zeitalter der KI-gesteuerten Kriegsführung hat begonnen. Ob in Menschengestalt oder als surrende Drohne – die Maschine marschiert auf das Schlachtfeld. In einer Welt, in der Kriege näher rücken, Lieferketten zerbrechen und das Vertrauen in Währungen und Regierungen schwindet, sollte sich jeder Bürger fragen, worauf er sein Vermögen baut. Während Konzerne mit Robotern um Rüstungsmilliarden ringen und Notenbanken die Druckerpressen rotieren lassen, behaupten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden ihren Wert – krisenfest, unbestechlich und unabhängig von jeder politischen Laune. Eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle kann daher in einem breit gestreuten Portfolio ein solides Fundament zur Vermögenssicherung bilden.
Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion dar und dient der allgemeinen Information. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich vor einer Investitionsentscheidung selbst umfassend zu informieren oder fachkundigen Rat einzuholen. Für getroffene Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich.
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