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Kettner Edelmetalle
09.04.2026
18:34 Uhr

Tesla plant Billig-SUV aus China – Musks Kehrtwende vom Robotaxi-Traum?

Erst vor wenigen Monaten erklärte Elon Musk es für „sinnlos" und „albern", ein günstiges Elektroauto für menschliche Fahrer zu bauen. Die Zukunft gehöre den fahrerlosen Robotaxis, so der Visionär. Nun scheint die Realität den exzentrischen Milliardär eingeholt zu haben: Tesla arbeitet offenbar an einem völlig neuen, kompakten und deutlich günstigeren Elektro-SUV – und zwar in China.

Ein Auto, das es eigentlich nicht geben sollte

Vier mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, dass der US-Elektroautobauer in den vergangenen Wochen Zulieferer kontaktiert habe, um Details zu einem kompakten SUV zu besprechen. Es handele sich dabei ausdrücklich nicht um eine Variante der bestehenden Modelle 3 oder Y, sondern um eine komplette Neuentwicklung. Das Fahrzeug soll mit einer Länge von etwa 4,28 Metern erheblich kürzer ausfallen als der aktuelle Bestseller Model Y, der rund 4,79 Meter misst.

Drei der Quellen gaben an, das Fahrzeug solle in Teslas Shanghaier Fabrik produziert werden. Eine Person ergänzte, dass Tesla die Produktion perspektivisch auch auf die USA und Europa ausweiten wolle. Der Preis solle deutlich unter dem des Einstiegsmodells Model 3 liegen, das in China bei umgerechnet rund 34.000 Dollar und in den Vereinigten Staaten bei etwa 37.000 Dollar startet.

Sparmaßnahmen auf Kosten der Reichweite

Um den niedrigeren Preis zu realisieren, plane Tesla offenbar drastische Einsparungen. Ein kleinerer Akku soll verbaut werden, was naturgemäß eine geringere Reichweite im Vergleich zu den 490 bis 526 Kilometern des Model Y bedeuten würde. Statt zwei Elektromotoren – eine Performance-Option bei aktuellen Tesla-Modellen – soll nur ein einzelner Motor zum Einsatz kommen. Zudem wolle man das Gewicht auf etwa 1,5 Tonnen drücken, verglichen mit rund zwei Tonnen beim Model Y.

Das Projekt befinde sich allerdings noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Ob Tesla tatsächlich grünes Licht für die Produktion gegeben habe, sei unklar. Ein Produktionsstart in diesem Jahr gelte als unwahrscheinlich. Tesla selbst habe auf Anfragen zu den Plänen nicht reagiert.

Musks gebrochene Versprechen

Die Geschichte von Teslas Bemühungen um ein erschwingliches Elektroauto liest sich wie ein Lehrstück in Ankündigungspolitik. Seit Jahren versprach Musk, die eigentliche Mission des Unternehmens bestehe darin, bezahlbare Elektrofahrzeuge für den Massenmarkt zu produzieren. Ab 2020 verkündete er das Ziel, bis Ende des Jahrzehnts 20 Millionen Fahrzeuge jährlich zu verkaufen – fast doppelt so viele wie der aktuelle Weltmarktführer Toyota. Ein viel gepriesenes 25.000-Dollar-Elektroauto, von Fans und Investoren liebevoll „Model 2" getauft, sollte das explosive Wachstum befeuern.

Dann kam die Kehrtwende. 2024 wurde bekannt, dass Tesla die Pläne für das Model 2 verworfen hatte. Musk schwenkte stattdessen auf Robotaxis und humanoide Roboter um. Chinesische Konkurrenten wie BYD hatten da längst damit begonnen, deutlich günstigere Elektrofahrzeuge auf den Markt zu werfen. Die „günstigeren" Modelle, die Tesla schließlich im vergangenen Herbst präsentierte, entpuppten sich als abgespeckte Versionen der bestehenden Model 3 und Y mit nur bescheidenem Preisnachlass – zu wenig, um eine neue Käuferschicht zu erschließen.

Robotaxi-Träume und harte Realität

Während Musk und Tesla öffentlich weiterhin die Zukunft der Robotaxis und humanoiden Roboter beschwören, prognostizieren Analysten bereits das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Verkaufszahlen bei konventionellen Elektrofahrzeugen – jenen Autos also, die den Löwenanteil der Einnahmen generieren. Die Robotaxi-Flotte beschränkt sich bislang auf eine Handvoll Fahrzeuge in Austin, Texas, viele davon noch mit menschlichen Sicherheitsbegleitern auf dem Beifahrersitz.

Tesla gibt zwar an, in diesem Monat mit der Produktion des zweitürigen Cybercab-Robotaxis beginnen zu wollen – eines Fahrzeugs ohne Lenkrad und Pedale, das 2024 als Konzeptfahrzeug vorgestellt wurde. Doch wann das Auto tatsächlich verkauft oder in einer Robotaxi-Flotte eingesetzt werden kann, bleibt völlig offen. Eine für den Verkauf eines Fahrzeugs ohne Lenkrad und Pedale erforderliche bundesstaatliche Ausnahmegenehmigung habe Tesla bislang nicht einmal beantragt, so ein Sprecher der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA.

Zwischen Autonomie und Pragmatismus

Die entscheidende Frage lautet nun: Markiert das neue Kompakt-SUV eine strategische Rückkehr zum Massenmarkt für menschengesteuerte Elektroautos, oder fügt es sich in Teslas Vision vollautonomer Fahrzeuge ein? Die Antwort könnte lauten: beides. Ein Tesla-Mitarbeiter erklärte, das Unternehmen strebe grundsätzlich an, Modelle zu bauen, die fahrerlos funktionieren, aber auch eine Option für menschliches Fahren bieten würden. Tesla sei sich bewusst, dass viele globale Märkte noch Jahre von einer nennenswerten Akzeptanz – geschweige denn regulatorischen Zulassung – fahrerloser Fahrzeuge entfernt seien.

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, was hier wirklich geschieht: Die Marktkapitalisierung von rund 1,3 Billionen Dollar – eine Bewertung, die in keinem rationalen Verhältnis zu den finanziellen Fundamentaldaten steht – muss irgendwie gerechtfertigt werden. Und mit sinkenden Verkaufszahlen und einer chinesischen Konkurrenz, die Tesla preislich regelrecht überrollt, reichen Zukunftsvisionen allein nicht mehr aus. Die Fabrikauslastung muss gesichert werden, die Aktionäre wollen Ergebnisse sehen.

Teslas Ankündigungskultur – ein Muster

Zur Wahrheit gehört auch: Tesla hat eine lange Geschichte von Projekten, die angekündigt, dann aber massiv verzögert oder ganz eingestampft wurden. Der Roadster-Supersportwagen und der Semi-Lastwagen wurden bereits 2017 als Konzeptfahrzeuge präsentiert. Den Sportwagen gibt es bis heute nicht, der Semi wurde nie in Serie produziert. Ob das neue Kompakt-SUV ein ähnliches Schicksal ereilt, bleibt abzuwarten.

Für den europäischen und insbesondere den deutschen Markt wäre ein günstigeres Tesla-Modell durchaus relevant – allerdings wirft die geplante Produktion in China Fragen auf. In Zeiten, in denen die EU bereits Strafzölle auf chinesische Elektrofahrzeuge verhängt hat und die geopolitischen Spannungen zwischen dem Westen und China zunehmen, könnte ein in Shanghai gefertigtes Billig-Tesla-Modell auf erhebliche Handelsbarrieren stoßen. Hinzu kommen die von US-Präsident Trump verhängten Zölle von 34 Prozent auf chinesische Importe, die eine Einfuhr in die USA wirtschaftlich fragwürdig erscheinen lassen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien, Elektrofahrzeughersteller oder andere Wertpapiere sind mit erheblichen Risiken verbunden. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Wer sein Vermögen langfristig absichern möchte, sollte physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährten Baustein eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen – unabhängig von den Launen einzelner Unternehmenslenker.

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