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29.04.2026
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Traditionsbetrieb am Abgrund: Schwäbischer Automations-Pionier muss Insolvenz anmelden – 175 Arbeitsplätze auf der Kippe

Traditionsbetrieb am Abgrund: Schwäbischer Automations-Pionier muss Insolvenz anmelden – 175 Arbeitsplätze auf der Kippe

Wieder ein Hiobsbote aus dem deutschen Mittelstand, wieder ein Familienunternehmen, das die Reißleine ziehen muss. Diesmal trifft es die schwäbische Stecher-Gruppe aus Sauldorf im Kreis Sigmaringen – ein Name, der seit 1946 für deutsche Ingenieurskunst, Präzision und Bodenständigkeit steht. Drei Gesellschaften der Firmengruppe haben Insolvenz angemeldet, rund 175 Mitarbeiter zittern um ihre Existenz. Der Mittelstand, einst das stolze Rückgrat der deutschen Wirtschaft, bröckelt weiter – Stein für Stein, Betrieb für Betrieb.

„Der tiefste Punkt meiner beruflichen Karriere“

Die Worte von Geschäftsführer Günter Stecher lassen tief blicken. Eine „brutale Niederlage“ sei das, der Tiefpunkt einer ganzen Berufslaufbahn. Wer einen Familienbetrieb über Jahrzehnte mit aufgebaut hat, der weiß, was solche Sätze bedeuten. Das Amtsgericht Hechingen eröffnete am 9. April das vorläufige Insolvenzverfahren für die Stecher Drehtechnik GmbH, die Stecher Automation GmbH sowie die Stecher Holding GmbH. Die ausländischen Standorte in der Türkei und Rumänien seien hingegen nicht betroffen – ein Detail, das tief blicken lässt, wenn es um die Frage geht, wo es sich heute noch lohnt, zu produzieren.

Vom Innovationspreis zum Insolvenzantrag

Dabei handelt es sich keineswegs um einen rückständigen Betrieb. Die Stecher Automation GmbH, erst 2019 als eigene Produktionsgesellschaft ausgegliedert, holte bereits 2020 den renommierten Dr. Rudolf Eberle Preis – den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg. Ein Beleg dafür, dass es hier nicht an Ideen, Tüchtigkeit oder Unternehmergeist mangelte. Mit rund 300 Beschäftigten weltweit, davon 175 in Deutschland, und einem Umsatz von rund 25 Millionen Euro war die Gruppe ein klassischer „Hidden Champion“ – jene Betriebe, die Deutschland einst groß gemacht haben.

Die wahren Ursachen: Hausgemachte Standortprobleme

Stecher selbst nennt die Gemengelage offen: Die Folgen der Corona-Pandemie, die geopolitischen Krisen und – man höre und staune – die Standortfaktoren in Deutschland. Genau jene Standortfaktoren, die seit Jahren von Unternehmensverbänden, Ökonomen und Praktikern angeprangert werden, während die Politik in Berlin lieber neue Bürokratie-Monster, Lieferkettengesetze, Energiepreis-Eskapaden und ideologische Nebenkriegsschauplätze produziert. Hohe Energiekosten, eine erdrückende Steuerlast, ausuferende Regulierung, Fachkräftemangel und ein lähmendes Genehmigungswesen – das ist die toxische Mischung, die deutsche Familienunternehmen reihenweise in die Knie zwingt.

Den letzten Stoß habe schließlich der Iran-Krieg gegeben. Sobald die Eskalation im Nahen Osten begonnen habe, hätten Kunden ihre Budgets eingefroren, fest zugesagte Aufträge seien zurückgezogen worden. „Wir können das als Familie nicht mehr finanzieren“, so Stecher. Ein Satz, der wie ein Menetekel über der gesamten deutschen Mittelstandslandschaft schwebt.

Schichtbetrieb läuft weiter – Hoffnung für die Sanierung

Immerhin: Die Löhne und Gehälter der 175 Beschäftigten sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Die Produktion läuft im Schichtbetrieb weiter, Bestandsaufträge gibt es laut Geschäftsführung ausreichend. Das Amtsgericht hat drei vorläufige Insolvenzverwalter berufen, die nun nach Lösungen suchen sollen. Sebastian Krapohl, zuständig für die Automationssparte, gab sich „frohen Mutes“. Die Frage ist nur, ob am Ende ein deutscher Standort erhalten bleibt – oder ob auch hier die Produktion ins Ausland abwandert, dorthin, wo Energie bezahlbar ist und der Staat seinen Unternehmern nicht ständig Knüppel zwischen die Beine wirft.

Eine Insolvenzwelle mit System

Die Stecher-Gruppe ist kein Einzelfall. Erst kürzlich meldete eine Möbelhausgruppe mit vier Gesellschaften Insolvenz an, eine Bäckereikette mit zwölf Filialen folgte. Die Liste der Pleiten wird von Woche zu Woche länger. Wer dabei noch von „konjunktureller Delle“ spricht, der hat entweder das Verhältnis zur Realität verloren oder will es nicht wahrhaben. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Strukturkrise, und sie ist hausgemacht – verursacht durch Jahre einer Politik, die Industrie eher als Klimasünder denn als Wohlstandsmotor begreift.

Was bleibt: Substanz statt Versprechen

Während Politiker neue Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro auflegen und damit kommende Generationen verschulden, während die Klimaneutralität bis 2045 ins Grundgesetz geschrieben wurde und die Inflation an den Lebensgrundlagen der Bürger nagt, stellt sich für viele Sparer und Anleger die Frage: Worauf ist überhaupt noch Verlass? Familienunternehmen mit jahrzehntelanger Tradition geraten ins Wanken. Aktien sind volatil, Immobilien zinsempfindlich, das Geld auf dem Konto verliert real an Wert. In solchen Zeiten erinnern sich viele Menschen an das, was über Jahrhunderte beständig blieb: physisches Gold und Silber. Edelmetalle sind kein Allheilmittel, aber sie sind ein bewährter Anker in stürmischer See – ein Stück Vermögensschutz, das keiner Insolvenzanmeldung unterworfen ist.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die geäußerten Einschätzungen geben die Meinung der Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eine eigenständige Recherche und liegt in der alleinigen Verantwortung des Anlegers. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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