
Trump diktiert die Spielregeln: USA halten am Zolldeckel für EU und Japan fest – doch zu welchem Preis?

Ein Deal ist ein Deal. Mit diesem lapidaren Satz hat der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Rande eines OECD-Treffens in Paris klargestellt, woran Washington sich künftig zu halten gedenke – und woran nicht. Die USA, so verkündete Greer den versammelten Journalisten, würden die mit der Europäischen Union und Japan ausgehandelten Zollobergrenzen respektieren. Klingt nach Verlässlichkeit. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Hier wird kein partnerschaftlicher Handel gefeiert, sondern eine machtpolitische Demütigung verbrämt.
Fünfzehn Prozent als Obergrenze – und die EU klatscht Beifall
In den Abkommen mit Brüssel und Tokio stehen Zollsätze von jeweils fünfzehn Prozent als Deckel zu Buche. Was auf den ersten Blick wie ein Kompromiss aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als einseitige Kapitulation. Denn die USA haben sich in den Verhandlungen die deutlich besseren Karten zusichern lassen. So darf die EU künftig auf amerikanische Industriegüter überhaupt keine Zölle mehr erheben. Man stelle sich das einmal vor: Während europäische Hersteller bei der Einfuhr in die Vereinigten Staaten zur Kasse gebeten werden, dürfen amerikanische Produkte ungehindert und zollfrei auf den europäischen Markt strömen.
Wer einen solchen Deal als Erfolg verkauft, der hat entweder die Grundrechenarten verlernt oder verkennt bewusst die Interessen der eigenen Wirtschaft.
Die gesetzliche Umsetzung auf europäischer Seite ist im Übrigen noch nicht einmal abgeschlossen. Noch im Juni soll sie über die Bühne gehen – im Eiltempo, versteht sich. Man fragt sich unweigerlich, ob die Brüsseler Bürokratie überhaupt erkannt hat, welch ungleichen Vertrag sie da gerade durchzuwinken gedenkt.
Die Drohkulisse bleibt bestehen
Doch damit nicht genug. Erst in dieser Woche sorgte die US-Regierung für neue Unruhe an den Handelsfronten. Gleich sechzig Handelspartnern wurde mit zusätzlichen Zöllen gedroht – darunter die EU, China, Kanada und Indien. Als Begründung dient der Vorwurf, die betroffenen Länder gingen nicht entschieden genug gegen den Handel mit Produkten vor, die unter Zwangsarbeit gefertigt würden.
Ein moralisch durchaus berechtigtes Anliegen – wenn es denn ehrlich gemeint wäre. Doch der Verdacht liegt nahe, dass hier moralische Argumente lediglich als Vorwand für handfeste Wirtschaftsinteressen herhalten müssen. Trump beherrscht die Klaviatur des Drucks meisterhaft: erst drohen, dann verhandeln, schließlich kassieren.
Europa als Spielball, Deutschland als Verlierer
Für die deutsche Exportwirtschaft, einst der stolze Motor des europäischen Kontinents, sind solche Nachrichten Gift. Während die Bundesregierung unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil Hunderte Milliarden in Sondervermögen und Klimaprojekte pumpt, verspielt Europa seine Verhandlungsmacht gegenüber Washington. Statt selbstbewusst die Interessen der eigenen Industrie zu vertreten, gibt man sich mit Almosen zufrieden und nennt es Diplomatie.
Die bittere Wahrheit lautet: Ein Kontinent, der wirtschaftlich am Tropf seiner eigenen Energiepolitik hängt und sich durch ideologiegetriebene Regulierung selbst die Luft abschnürt, verhandelt eben nicht aus einer Position der Stärke. Wer am Verhandlungstisch nichts mehr in der Hand hat, der unterschreibt am Ende, was man ihm vorlegt.
Was bleibt dem Bürger?
In Zeiten, in denen Handelskriege jederzeit eskalieren können, in denen politische Entscheidungen über Nacht ganze Lieferketten erschüttern und in denen die Inflation durch ausufernde Staatsschulden weiter angeheizt wird, gewinnt eine alte Erkenntnis neue Bedeutung: Wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht allein auf Papierwerte und politische Versprechen vertrauen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Krisen, Handelskonflikte und Währungsturbulenzen überdauern. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die in einer von Unsicherheit geprägten Weltordnung Gold wert ist – im wahrsten Sinne des Wortes.
Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er ersetzt keine individuelle Beratung durch einen qualifizierten Berater. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

Der Vermögens-Gipfel 2026Der Vermögens-Gipfel 2026Das Live-Webinar am 24. Juni – wie viel Steuer-Welle & digitaler Euro Sie 2026 kosten
Live mit Florian Homm, Peter Hahne, Tom Lausen, Ernst Wolff & Roger Köppel – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.
Das Star-Aufgebot 2026

DominikKettner

FlorianHomm

PeterHahne

TomLausen

ErnstWolff

RogerKöppel
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik

















