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Trump rechnet mit Kiew ab: Bezahlte Raketen, aber keine Lieferung?

Trump rechnet mit Kiew ab: Bezahlte Raketen, aber keine Lieferung?
Symbolbild: KI-generiert

US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine in Washington vorgeworfen, für Amerikas Milliardenhilfe nichts zurückgegeben zu haben. Präsident Wolodymyr Selenskyj kontert mit einem brisanten Vorwurf: Das Pentagon halte Luftabwehrraketen zurück, die europäische Nato-Staaten längst bezahlt hätten. Zwischen den Fronten steht wieder einmal der europäische Steuerzahler.

„Vergessen Sie das nicht“

Trump zog vor Journalisten eine Bilanz, die so knapp ausfiel wie eine Kassenquittung:

„Wir haben der Ukraine viel gegeben – sie hat uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht.“

Auch persönlich ging er Selenskyj an. Der ukrainische Präsident wisse nicht, wovon er spreche, sagte Trump. Bei den Friedensbemühungen sei er „keine echte Hilfe“. US-Medien zufolge fand Trump für Moskau dagegen mildere Worte: Russland habe sich in der Ukraine-Frage, offen gesagt, ordentlich verhalten.

Der Raketen-Streit: Wer hält was zurück?

Den Auslöser lieferte Kiew. Wie das Nachrichtenportal Axios berichtet, beklagte Selenskyj in einer Videokonferenz mit US-Senatoren beider Parteien, Verteidigungsminister Pete Hegseth verweigere die Freigabe von Patriot- und weiteren Abfangraketen. Und das, obwohl Nato-Staaten diese bereits bezahlt hätten.

„All das deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zurückzufahren“, sagte Selenskyj laut Axios. Nach Informationen der Washington Post soll der Stopp auch Waffen anderer Partnerländer betreffen, deren Weitergabe Washington genehmigen muss.

Das Pentagon widerspricht. Ein hochrangiger Beamter erklärte, weder beim Programm, über das Nato-Staaten amerikanische Waffen für die Ukraine kaufen, noch beim Austausch von Geheimdienstinformationen habe sich etwas geändert. Aussage steht gegen Aussage.

Ein Déjà-vu aus dem Sommer 2025

Neu ist das Muster nicht. Bereits im Sommer 2025 hatte Hegseth Medienberichten zufolge Teile der US-Lieferungen gestoppt, darunter Dutzende Patriot-Raketen, die noch Joe Biden zugesagt hatte. Begründet wurde das damals mit Sorgen um die eigenen Bestände.

Für Kiew geht es dabei um sehr viel. Ballistische Raketen kann die Ukraine nach bisherigem Stand nur mit Patriot-Systemen zuverlässig abfangen. Jede Verzögerung reißt Lücken in den Schutzschirm über den Städten.

Europa zahlt, Amerika entscheidet

Hier wird es für Deutschland unbequem. Nach Zahlen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft hatte Europa die USA schon bis Mitte 2025 bei der Militärhilfe überholt: 72 Milliarden Euro gegenüber 65 Milliarden Euro. Seitdem kaufen europäische Staaten, darunter Deutschland, zusätzlich US-Waffen für Kiew ein.

Die Rechnung landet also in Berlin, Paris und Den Haag, den Schlüssel zum Lager behält aber Washington. Kritiker sehen darin ein Geschäftsmodell, bei dem Europa das Risiko trägt und Amerika den Takt vorgibt. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz muss sich fragen lassen, welche Garantien sie für das Geld der Bürger eigentlich ausgehandelt hat.

Diplomatie im Eiltempo

Parallel dazu laufen die Gespräche weiter. Selenskyj traf am Dienstag in Oslo den US-Sondergesandten Steve Witkoff. Berichten zufolge verlief das Treffen „konstruktiv“. Am Mittwoch soll Witkoff in Moskau mit Wladimir Putin sprechen, während Trump Kiew öffentlich zu einem Abkommen mit Russland drängt.

Was bleibt für die Bürger?

Der Schlagabtausch zeigt, wie brüchig westliche Zusagen geworden sind. Allianzen werden heute verhandelt wie Lieferverträge, und ein Präsident kann über Nacht die Konditionen ändern. Wer sich auf politische Versprechen verlässt, hat schlechte Karten.

Gerade in solchen Phasen besinnen sich viele Sparer auf Werte, die keine Regierung per Federstrich entwerten kann. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen ein Stück Unabhängigkeit von geopolitischen Launen bieten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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