
Trumps fragwürdige Friedenserklärung: „Erstmals seit 3.000 Jahren Frieden im Nahen Osten"
Während drei amerikanische Soldaten in Syrien ihr Leben verloren, verkündete US-Präsident Donald Trump diese Woche eine Botschaft, die selbst hartgesottene Beobachter der Weltpolitik ungläubig zurückließ: Im Nahen Osten herrsche nun „legitimer Frieden – zum ersten Mal seit 3.000 Jahren". Eine Aussage, die angesichts der Realität vor Ort geradezu grotesk anmutet.
Die Rhetorik des Präsidenten und die blutige Wirklichkeit
Die drei getöteten Amerikaner – zwei Mitglieder der Nationalgarde und ein ziviler Dolmetscher – wurden am Samstag von einem Angehörigen der syrischen Sicherheitskräfte erschossen. Während Damaskus dies offen einräumte, beharrte Washington darauf, es habe sich um einen „ISIS-Angreifer" gehandelt. Ein bemerkenswerter Widerspruch, der die Komplexität der Lage in Syrien nur allzu deutlich macht.
Auf die Frage, warum amerikanische Truppen überhaupt noch in Syrien stationiert seien, antwortete Trump mit entwaffnender Direktheit:
„Weil wir sicherstellen wollen, dass es Frieden im Nahen Osten geben wird und dieser auch bestehen bleibt. Syrien ist ein großer Teil davon."
Der „starke Führer" – ein ehemaliger Al-Qaida-Kommandeur
Besonders bemerkenswert erscheint Trumps Lob für den neuen syrischen Machthaber Ahmed al-Sharaa. „Der neue Führer ist eine starke Persönlichkeit, und das ist es, was man braucht", erklärte der Präsident. Was er dabei geflissentlich überging: Al-Sharaa war einst Kommandeur von Al-Qaida-Verbänden und führt nun die islamistische Gruppierung Hayat Tahrir al-Sham an, die nach dem Sturz Baschar al-Assads die Macht in Damaskus übernahm.
„Es war erstaunlich, was in Syrien passiert ist. Wir haben Assad losgeworden", prahlte Trump und räumte damit indirekt eine amerikanische Beteiligung am Regimewechsel ein. Ein Regimewechsel wohlgemerkt, der Dschihadisten an die Macht brachte.
Gaza und Libanon: Waffenstillstand nur auf dem Papier
Der Präsident verwies auf den Waffenstillstand in Gaza, der von 59 Ländern unterstützt werde. Die unbequeme Wahrheit jedoch: Seit Inkrafttreten dieses Abkommens wurden nahezu 400 Palästinenser getötet. Israel verstößt damit fortlaufend gegen die vereinbarten Bedingungen.
Auch im Libanon sieht die Lage kaum friedlicher aus. Der im November 2024 unterzeichnete Waffenstillstand wird durch tägliche israelische Luftangriffe, Überwachungsflüge und Bodenoperationen systematisch unterlaufen. „Die Hisbollah im Libanon war ein Problem. Wir werden sehen, was dort passiert", kommentierte Trump lapidar.
Der Krieg gegen den Iran als „Friedensmission"
Als weiteren Beleg für amerikanisches Engagement in der Region führte Trump den zwölftägigen US-israelischen Militärschlag gegen den Iran an, bei dem über 1.000 Iraner ums Leben kamen. „Wenn wir ihre nuklearen Fähigkeiten nicht ausgeschaltet hätten, hätten wir niemals Frieden gehabt", argumentierte der Präsident.
Diese Logik – Krieg führen, um Frieden zu schaffen – mag in Washington Anklang finden. Für die Menschen in der Region, die täglich mit den Konsequenzen dieser Politik leben müssen, klingt sie wie blanker Hohn. Die Behauptung eines „3.000-jährigen Friedens" dürfte in die Annalen präsidialer Übertreibungen eingehen – selbst für Trump'sche Verhältnisse eine bemerkenswerte Aussage.
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