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16.01.2026
08:22 Uhr

Trumps Zollhammer trifft Deutschland dreifach – und die Wirtschaft blutet weiter

Trumps Zollhammer trifft Deutschland dreifach – und die Wirtschaft blutet weiter

Ein Jahr nach Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus zeigt sich das ganze Ausmaß seiner protektionistischen Handelspolitik. Die deutsche Wirtschaft, ohnehin seit Jahren im Krisenmodus, leidet unter den amerikanischen Strafzöllen wie ein Patient, dem man die Infusion abgedreht hat. Das ifo-Institut zeichnet ein düsteres Bild, das jeden deutschen Unternehmer und Arbeitnehmer aufhorchen lassen sollte.

Der dreifache Schlag gegen den Exportweltmeister

Lisandra Flach, Leiterin des ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, bringt es auf den Punkt: Die US-Zölle treffen Deutschland nicht nur einmal, sondern gleich dreifach. Zunächst sinken die direkten Exporte in die Vereinigten Staaten dramatisch – nach ifo-Schätzungen mittelfristig um satte 15 Prozent. Doch damit nicht genug. Die amerikanischen Zölle gegen China schwächen auch die chinesische Wirtschaft, was wiederum die Nachfrage nach deutschen Waren im Reich der Mitte dämpft. Hier rechnen die Experten mit einem Rückgang von acht Prozent.

Der dritte Schlag kommt gewissermaßen durch die Hintertür: China sucht verzweifelt nach neuen Absatzmärkten und überschwemmt Europa mit seinen Produkten. Deutsche Unternehmen sehen sich plötzlich einer verschärften Konkurrenz ausgesetzt, der sie kaum etwas entgegensetzen können.

Dauerhafter Schaden trotz Handelsabkommen

Der im Sommer 2025 ausgehandelte Deal zwischen der EU und den USA, der für die meisten europäischen Importe einen Zollsatz von 15 Prozent vorsieht, hat zwar eine weitere Eskalation verhindert. Doch von Entwarnung kann keine Rede sein. Die ifo-Simulationen zeigen, dass die fortgesetzte Abschottung der USA die deutsche Wirtschaftsleistung dauerhaft um rund 0,13 Prozent verringert – mehr als im EU-Durchschnitt.

„Das klingt wenig, ist aber viel, weil die deutsche Wirtschaft Jahre des Schrumpfens hinter sich hat", warnt Flach. In der Tat: Nach den desaströsen Jahren unter der Ampelregierung, in denen ideologiegetriebene Energiepolitik und bürokratischer Wahnsinn die Industrie in die Knie zwangen, trifft dieser zusätzliche Schock auf einen bereits geschwächten Patienten.

Investitionsstau verschärft die Lage

Besonders besorgniserregend ist die Zurückhaltung bei Investitionen. Die Unberechenbarkeit der amerikanischen Handelspolitik lähmt deutsche Unternehmen. Nach einer früheren ifo-Umfrage haben 30 Prozent der Firmen, die Investitionen in den USA planten, diese verschoben. Weitere 15 Prozent haben ihre Pläne komplett gestrichen. Diese Unsicherheit ist Gift für eine Volkswirtschaft, die dringend Wachstumsimpulse benötigt.

Die Industrie trägt die Hauptlast

Trumps Zölle treffen vor allem das Herzstück der deutschen Wirtschaft: die Industrie. Rund 60 Prozent der deutschen Exporte in die USA entfallen auf Autos, Maschinen und Pharmaprodukte – genau jene Branchen, die unter den Strafzöllen am meisten leiden. Lediglich der Dienstleistungssektor und der Agrarsektor bleiben verschont. Letzterer profitiert sogar davon, dass amerikanische Agrarprodukte in China durch den Zollstreit teurer geworden sind. Doch diese positiven Effekte sind, wie Flach betont, minimal.

Die Lehre aus dieser Entwicklung liegt auf der Hand: Deutschland muss seine einseitige Abhängigkeit von Exportmärkten reduzieren und die heimische Wirtschaft stärken. Wer sein Vermögen in diesen unsicheren Zeiten schützen möchte, sollte über eine Diversifizierung nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfester Wertspeicher bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio darstellen.

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