
Ukraine und Rumänien starten gemeinsame Drohnenproduktion – EU steuert 200 Millionen Euro bei
Nur wenige Wochen nachdem die Ukraine und Deutschland ihre gemeinsame Kampfdrohnen-Fertigung offiziell auf den Weg gebracht haben, weitet Kiew seine Rüstungskooperationen in Europa weiter aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein rumänischer Amtskollege Nicusor Dan haben am Donnerstag in Bukarest eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Drohnenproduktion unterzeichnet.
Produktion soll „innerhalb kürzester Zeit" anlaufen
Dem Dokument zufolge, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag, soll die gemeinsame Herstellung von Drohnen möglichst rasch beginnen. Finanziert werden soll das Vorhaben unter anderem aus Mitteln des EU-Verteidigungsprogramms Safe in Höhe von 200 Millionen Euro. Die Drohnenproduktion werde der Sicherheit der Ukraine, Rumäniens, der gesamten Schwarzmeerregion und letztlich des europäischen Kontinents zugutekommen, hieß es in der gemeinsamen Erklärung beider Staatschefs.
Die Vereinbarung reiht sich in eine Serie bilateraler Rüstungskooperationen ein, die Selenskyj in den vergangenen Monaten mit europäischen Partnern geschlossen hat. Bereits Mitte Februar hatten der ukrainische Präsident und der damalige Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im bayerischen Gauting die deutsch-ukrainische Kampfdrohnen-Produktion feierlich eröffnet. Das erklärte Ziel dieses Projekts: 10.000 Drohnen bis Ende des laufenden Jahres.
Energiekooperation als zweite Säule der Zusammenarbeit
Neben der Rüstungskooperation steht auch die Energieversorgung im Fokus der ukrainisch-rumänischen Beziehungen. Beide Länder erwägen den Bau von zwei neuen Stromtrassen, die ihre Netze direkt miteinander verbinden sollen. Dieser Schritt erscheint angesichts der aktuellen Lage durchaus nachvollziehbar: Das ukrainische Stromnetz wurde insbesondere im vergangenen Winter durch massive russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur erheblich geschwächt. Eine engere Anbindung an das rumänische Netz könnte die Versorgungssicherheit der Ukraine spürbar verbessern.
Selenskyj setzt diplomatische Offensive in Europa fort
Der Besuch in Bukarest war für Selenskyj nur eine Zwischenstation auf seiner europäischen Reise. Im Anschluss reiste der ukrainische Präsident nach Frankreich weiter, wo ein Treffen mit Präsident Emmanuel Macron auf dem Programm stand. Ein zentrales Gesprächsthema sollte dabei die Bekämpfung der sogenannten russischen „Schattenflotte" sein – jener häufig veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Tanker und Frachtschiffe, mit denen Russland die internationalen Sanktionen systematisch unterläuft und weiterhin Einnahmen aus dem Ölexport generiert.
Die zunehmende Vernetzung europäischer Rüstungsindustrien mit der Ukraine zeigt, wie sehr sich die sicherheitspolitische Landschaft auf dem Kontinent seit Beginn des russischen Angriffskriegs verändert hat. Ob die ambitionierten Produktionsziele tatsächlich erreicht werden können und wie sich die Finanzierung langfristig auf die ohnehin angespannten EU-Haushalte auswirkt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die europäische Verteidigungsarchitektur befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel – mit weitreichenden Konsequenzen für alle Beteiligten.
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