
USA drohen im Roboter-Wettlauf gegen China ins Hintertreffen zu geraten

Die UBS Greater China Conference in Shanghai hat am ersten Tag bereits für Aufsehen gesorgt. Was dort von führenden Industrieexperten präsentiert wurde, sollte jeden aufmerksamen Beobachter der globalen Wirtschaftsentwicklung alarmieren: China scheint im Rennen um die Vorherrschaft bei humanoiden Robotern die Nase vorn zu haben – und der Westen schläft.
Humanoide Roboter: Chinas technologischer Vorsprung wird sichtbar
Zhang Shipu, Geschäftsführer von Noetix Robotics, verkündete vor dem versammelten Investorenpublikum eine unbequeme Wahrheit: Chinas humanoide Roboter verfügen über eine überlegene Bewegungssteuerung und seien den amerikanischen Entwicklungen bereits voraus. Die chinesischen Maschinen basieren auf einer Rotationsgelenk-Architektur, die hochflexible Bewegungen mit mehreren Freiheitsgraden ermöglicht.
Besonders bemerkenswert erscheint dabei der Kostenfaktor. Diese technologischen Fortschritte würden keine exorbitanten Investitionen erfordern, was China in eine führende Position gegenüber den Vereinigten Staaten bringe. Yuan Bingbing, Vizepräsidentin von Robot Era, bestätigte diese Einschätzung und betonte die beachtlichen Stärken der chinesischen Robotik in der Bewegungssteuerungstechnologie.
Zwei Philosophien prallen aufeinander
Die UBS-Analysten identifizierten einen fundamentalen Unterschied in den Entwicklungsstrategien beider Supermächte. Während die USA einen kapitalintensiven Ansatz verfolgen, der auf die Entwicklung einer allgemeinen künstlichen Intelligenz abzielt, konzentriert sich China auf kapitaleffiziente Lösungen für unmittelbare Anwendungen. Diese pragmatische Herangehensweise könnte sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil erweisen.
„Künstliche Intelligenz wird Nationen in ‚KI-entwickelte' und ‚KI-entwickelnde' Volkswirtschaften aufteilen, wobei China fest zur ersten Kategorie gehört."
Drei Hürden bis zur Massenproduktion
Yuan Bingbing skizzierte die drei entscheidenden Faktoren, die humanoide Roboter zur Massenproduktion führen werden:
Erstens müsse die Leistungsfähigkeit der Maschinen nahe genug an die menschliche heranreichen, damit Kunden überhaupt zum Kauf bereit seien. Zweitens müsse die Wirtschaftlichkeit stimmen – potenzielle Käufer müssten die Anschaffung rechnerisch rechtfertigen können. Drittens benötigten Unternehmen starke Ingenieur- und Massenproduktionskapazitäten, also die Fähigkeit, zuverlässig in großem Maßstab zu liefern.
Der größte Markt liegt derzeit in der Logistik, wo Roboter bereits in Fabriken eingesetzt werden, um menschliche Arbeitskräfte zu ergänzen.
Tesla als letzte Hoffnung des Westens?
Die Erkenntnisse der Konferenz unterstreichen die immense Bedeutung von Teslas Robotik-Sparte. Der Wettbewerb zwischen Teslas Optimus und den chinesischen Unitree-Robotern könnte zum entscheidenden Duell um die technologische Vorherrschaft werden. Dass ausgerechnet Teile der amerikanischen Politik in der Vergangenheit auf Teslas Scheitern hofften, wirkt vor diesem Hintergrund geradezu grotesk.
Die Regulierung hinkt der Technologie hinterher – ein Problem, das nicht nur China betrifft. Doch während der Westen noch debattiert, schafft China Fakten. Die Frage ist nicht mehr, ob humanoide Roboter in jeden Haushalt einziehen werden, sondern wer diese Maschinen bauen wird.
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