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12.01.2026
13:26 Uhr

Verlorene Zeit: Wie Kanzler Merz Deutschland ein kostbares Jahr raubte

Verlorene Zeit: Wie Kanzler Merz Deutschland ein kostbares Jahr raubte

Es gibt Augenblicke in der deutschen Politik, die einem das Herz schwer machen – nicht aus Mitleid mit den Akteuren, sondern aus Sorge um das Land. Friedrich Merz, der Mann, der einst als Hoffnungsträger einer konservativen Wende antrat, liefert derzeit reichlich Material für solche Momente. Wer genau hinschaut, erkennt in seinem Gesicht die Spuren einer Kanzlerschaft, die zwischen Anspruch und Wirklichkeit zerrieben wird: Erschöpfung, Ratlosigkeit, und ja, auch eine gewisse Hilflosigkeit.

Kommissionen statt Taten, Klausuren statt Ergebnisse

Was hat dieser Kanzler in seinem ersten Jahr eigentlich erreicht? Die nüchternen Zahlen sprechen eine brutale Sprache: Drei Millionen Arbeitslose belasten den deutschen Arbeitsmarkt, das Wirtschaftswachstum dümpelt bei mageren 0,2 Prozent vor sich hin, und die Große Koalition mit der SPD gleicht einem permanenten Schlachtfeld. Statt der versprochenen Reformen erleben die Bürger ein endloses Karussell aus Expertenkommissionen, Koalitionsklausuren und vollmundigen Ankündigungen, denen keine Taten folgen.

Der "Herbst der Reformen", den Merz so vollmundig angekündigt hatte, entpuppt sich als Herbst der Herbste – Plural, unbestimmt, irgendwann. Diese Formulierung allein offenbart das ganze Dilemma einer Regierung, die sich in Worthülsen flüchtet, während das Land dringend Handlung bräuchte.

Das gebrochene Versprechen der Haushaltsdisziplin

Besonders bitter schmeckt die Erinnerung an Merz' Wahlkampfversprechen, keine neuen Schulden zu machen. Was ist daraus geworden? Ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen, das künftige Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 mag in grünen Ohren wie Musik klingen – für den deutschen Steuerzahler bedeutet sie vor allem eines: weitere finanzielle Bürden, die auf Jahre hinaus die Inflation anheizen werden.

Die Große Koalition als Reformbremse

Man könnte argumentieren, dass Merz mit der SPD einen schwierigen Koalitionspartner hat. Doch war es nicht genau diese Konstellation, die er selbst gewählt hat? Der Koalitionsvertrag "Verantwortung für Deutschland" klingt wie blanker Hohn, wenn man die tatsächliche Bilanz betrachtet. Verantwortung übernehmen sieht anders aus.

Die Frage, die sich aufdrängt: Wer wird diesem Land aus den Trümmern dieser Kanzlerschaft helfen?

Ein Land im Stillstand

Deutschland kann sich diesen Stillstand nicht leisten. Während andere Nationen ihre Wirtschaft modernisieren und ihre Sicherheit stärken, verharrt die Bundesrepublik in einer Art politischer Schockstarre. Die Kriminalität erreicht Rekordniveau, die Infrastruktur bröckelt, und die Wettbewerbsfähigkeit schwindet mit jedem Tag, an dem keine echten Entscheidungen getroffen werden.

Friedrich Merz hat ein Jahr verschenkt – ein Jahr, das Deutschland schlicht nicht hatte. Die Bürger, die auf einen echten Politikwechsel gehofft hatten, sehen sich getäuscht. Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass auch ein CDU-Kanzler nicht automatisch für konservative Politik steht. Die Sehnsucht nach Politikern, die wieder für Deutschland und nicht gegen Deutschland regieren, wächst mit jedem verlorenen Tag.

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