
Vernichtendes Zeugnis: 78 Prozent enttÀuscht von Kanzler Merz

Nach mehr als 15 Monaten im Kanzleramt kassiert Friedrich Merz eine schallende Ohrfeige der WĂ€hler. Laut dem RTL/ntv-Trendbarometer des Instituts Forsa sagen 78 Prozent der BundesbĂŒrger, der Kanzler mache seine Arbeit schlechter, als sie es vor seinem Amtsantritt erwartet hatten. Nur ein einziges Prozent findet, er habe die Erwartungen ĂŒbertroffen.
20 Prozent sehen ihre Erwartungen erfĂŒllt. Besonders bitter fĂŒr die Union: Selbst in den eigenen Reihen, unter den AnhĂ€ngern von CDU und CSU, urteilen 59 Prozent, Merz arbeite schlechter als gedacht.
Schlechter als Scholz â und der Absturz ging schnell
Der Vergleich mit dem VorgĂ€nger fĂ€llt fĂŒr den Kanzler verheerend aus. Nur 17 Prozent halten Merz fĂŒr einen besseren Kanzler als Olaf Scholz, 54 Prozent fĂŒr einen schlechteren, 28 Prozent sehen keinen Unterschied.
Der Tempoverlust ist dramatisch: Im August 2025 hielten noch 31 Prozent Merz fĂŒr besser als Scholz, lediglich 19 Prozent fĂŒr schlechter. Innerhalb eines Jahres hat sich das Bild also praktisch umgedreht.
Noch drastischer der Blick auf Angela Merkel. Ganze sieben Prozent halten Merz fĂŒr den besseren Kanzler, 71 Prozent fĂŒr den schlechteren â und sogar 57 Prozent der UnionsanhĂ€nger stimmen diesem Urteil zu.
Kompetenz? Vertrauen? Die Werte sind alarmierend
Auch bei den persönlichen Eigenschaften bleibt wenig ĂŒbrig. 27 Prozent halten Merz fĂŒr kompetent, 16 Prozent glauben, er könne seine Politik verstĂ€ndlich erklĂ€ren, 15 Prozent halten ihn fĂŒr vertrauenswĂŒrdig. Zwölf Prozent meinen, er wisse, was die Menschen bewegt.
Der Tiefpunkt: Nur acht Prozent finden, dass der Kanzler im Umgang mit den BĂŒrgern den richtigen Ton trifft. Im eigenen Lager sieht es freundlicher aus â dort attestieren 70 Prozent Kompetenz und 52 Prozent VertrauenswĂŒrdigkeit.
Sozialpolitik: 82 Prozent sehen keine Ausgewogenheit
Besonders heikel fĂŒr eine Koalition, die den sozialen Ausgleich im Namen trĂ€gt: Nur 14 Prozent halten die bisherige Politik der Bundesregierung fĂŒr sozial ausgewogen und die Interessen kleiner und mittlerer Einkommen fĂŒr ausreichend berĂŒcksichtigt. 82 Prozent widersprechen.
Beim Koalitionspartner SPD ist die EnttĂ€uschung am gröĂten â 88 Prozent der SPD-AnhĂ€nger verneinen die soziale Ausgewogenheit. Nur unter UnionsanhĂ€ngern findet sich mit 56 Prozent eine Mehrheit, die die Regierungspolitik als ausgewogen empfindet.
Koalition wackelt â aber die Mehrheit glaubt an ihren Fortbestand
Trotz allem rechnen 57 Prozent damit, dass Schwarz-Rot auch zum Jahresende noch steht. 33 Prozent erwarten ein vorzeitiges Aus, unter AfD-AnhĂ€ngern sind es 55 Prozent. Zur Brandmauer gibt es klare Zahlen: 60 Prozent finden es richtig, dass die Union jede Zusammenarbeit mit der AfD ausschlieĂt, 35 Prozent wĂ€ren fĂŒr eine Ăffnung.
Der Kontext verschĂ€rft die Lage. In Forsas Sonntagsfrage von Mitte August lag die AfD Medienberichten zufolge bei 28 Prozent, die Union nur bei 21 â ein historischer Tiefstand. Und am 6. September wĂ€hlt Sachsen-Anhalt, am 20. September Berlin.
Was bleibt vom Aufbruchsversprechen?
Aus Sicht unserer Redaktion rĂ€cht sich vor allem eines: Der WahlkĂ€mpfer Merz versprach Haushaltsdisziplin und wirtschaftliche Wende â geliefert wurden bislang gigantische Schuldenpakete. Wer Vertrauen einmal verspielt, gewinnt es mit Sonntagsreden nicht zurĂŒck.
Viele BĂŒrger ziehen daraus ihre eigenen SchlĂŒsse und suchen Schutz fĂŒr ihr Erspartes. Physisches Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als staatsferner Anker â als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren.












