Kostenlose Beratung+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
12:46 Uhr
KI-generiert

Verrat in Michigan: Demokratin läuft ins Trump-Lager über!

Verrat in Michigan: Demokratin läuft ins Trump-Lager über!
Symbolbild: KI-generiert

Paukenschlag kurz vor den US-Zwischenwahlen: Die demokratische Abgeordnete Haley Stevens hat ihrem eigenen Parteikollegen Abdul El-Sayed die Unterstützung entzogen. In einem Video auf X wirbt sie stattdessen für den Republikaner Mike Rogers. Am Dienstag entscheiden die Wähler in Michigan, wer den umkämpften Senatssitz bekommt.

Die Begründung hat es in sich. Stevens wirft El-Sayed radikale Positionen vor und spricht von antisemitischen Tendenzen. Ein offener Bruch, wie ihn die Demokraten in dieser Wahlkampfphase kaum gebrauchen können.

Der Streamer, der alles ins Rollen brachte

Ein Auslöser für den Bruch sind nach Stevens' Darstellung die gemeinsamen Wahlkampfauftritte El-Sayeds mit dem Streamer Hasan Piker an Universitäten. Sie stehe nicht an der Seite von Hasan Piker, erklärte sie sinngemäß in ihrem Video. Piker soll in der Vergangenheit gesagt haben, die USA hätten die Anschläge vom 11. September verdient. Laut Berichten nannte er die Hamas zudem „tausendmal besser“ als Israel.

Wer mit so jemandem durch die Hörsäle zieht, muss sich Fragen gefallen lassen – zumindest aus Sicht ihrer Kritiker. Zumal El-Sayed auch sonst als einer der umstrittensten Vertreter des linken Parteiflügels gilt. Israel wirft er „Völkermord“ und „Apartheid“ vor. Auf Fragen nach dem Existenzrecht des jüdischen Staates habe er wiederholt ausweichend reagiert.

Ein Ja mit Fußnoten

In der CBS-Sendung „60 Minutes“ bejahte El-Sayed das Existenzrecht Israels zwar vorsichtig. Er schränkte aber sofort ein, man müsse es gegen das palästinensische Interesse an „Selbstbestimmung“ abwägen. Einen palästinensischen Staat befürwortet er dagegen ohne Bedingungen. Klare Kante sieht anders aus – so zumindest die Lesart seiner politischen Gegner.

Dazu kommen Vorwürfe zu seinem familiären Umfeld, die im Wahlkampf immer wieder aufgegriffen werden. Medienberichten zufolge schrieb seine Halbschwester 2012 in sozialen Netzwerken, die Familie sei seit Langem mit der Muslimbruderschaft verbunden. Auch die gemeinsame Mutter soll sich in Ägypten für die Organisation eingesetzt haben. Sein politischer Gegner Mike Rogers wirft El-Sayed zudem vor, 2012 eine Erklärung zur Unterstützung des damaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi unterschrieben zu haben, der zur Führung der Muslimbrüder gehörte. El-Sayed selbst sowie mehrere unabhängige Medien, darunter CBS News und The Guardian, widersprechen dieser Deutung ausdrücklich: Das fragliche Schreiben habe die Muslimbruderschaft gar nicht erwähnt, sondern sich an die damalige ägyptische Demokratiebewegung gerichtet. Die Vorwürfe zum familiären Umfeld gelten damit als umstritten und sind bislang nicht unabhängig bestätigt.

Vom Schulterschluss zum Zerwürfnis

Dabei hatte alles nach Parteidisziplin ausgesehen. Bei der Vorwahl am 4. August unterlag Stevens nur knapp und sagte El-Sayed danach ihre Unterstützung zu. Im weiteren Wahlkampf kühlte das Verhältnis aber spürbar ab. Vor allem beim Thema Israel trennten die beiden Welten.

Stevens gehört zum gemäßigten Flügel und bekennt sich ausdrücklich zum Existenzrecht Israels. Bei CNN nannte sie einige Handlungen El-Sayeds „ganz eindeutig antisemitisch“ – eine Einschätzung, die von El-Sayeds Unterstützern zurückgewiesen wird. Auch in der Wirtschaftspolitik liegen die beiden weit auseinander: El-Sayed fordert eine staatliche Krankenversicherung für alle und höhere Vermögenssteuern für Milliardäre. Stevens steht für einen deutlich gemäßigteren Kurs.

Wut der Parteispitze, Lob von Trump

Die Reaktion der demokratischen Führung fiel heftig aus. Senats-Minderheitsführer Chuck Schumer sprach von einem „verachtenswerten Verrat“. Nancy Pelosi, die frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, warf Stevens vor, mit ihrer „entsetzlichen Unterstützung“ für Rogers linke Anliegen zu verraten. US-Medien berichten, mehr als die Hälfte ihrer Mitarbeiter habe aus Protest gekündigt. Donald Trump dagegen lobte den Seitenwechsel.

Bezeichnend ist das schon: Die Parteispitze schäumt über die Abtrünnige. Mit den Bedenken, die Stevens öffentlich macht, setzt sie sich dagegen kaum auseinander. Beobachter werten das als Zeichen dafür, wie weit der linke Flügel die Partei inzwischen vor sich hertreibt.

Kippt jetzt das Rennen?

Ob der Seitenwechsel die Wahl entscheidet, ist völlig offen. Stevens holte bei der Vorwahl mehr als 47 Prozent der Stimmen. Hinter ihr steht also eine große Wählerschaft. In Umfragen, die noch vor dem Eklat entstanden, lag El-Sayed allerdings meist rund zehn Prozentpunkte vor Rogers.

Für Rogers wäre es die späte Chance auf eine Revanche. Der frühere Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus hatte das Senatsrennen 2024 nur hauchdünn gegen Elissa Slotkin verloren. Ob Michigans gemäßigte Wähler Stevens folgen, zeigt sich am Dienstag. Fest steht schon jetzt, dass der Streit tiefe Gräben in der Demokratischen Partei offengelegt hat.

Hinweis der Redaktion: Einige der im Wahlkampf erhobenen Vorwürfe gegen Abdul El-Sayed, insbesondere zu angeblichen Verbindungen seines familiären Umfelds zur Muslimbruderschaft, sind umstritten und wurden von mehreren Medien sowie von El-Sayed selbst bestritten. Sie werden hier als Teil der politischen Auseinandersetzung wiedergegeben, nicht als erwiesene Tatsachen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“