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Kettner Edelmetalle
06.03.2026
08:54 Uhr

Versicherungs-Exodus am Persischen Golf: Die unsichtbare Blockade der Straße von Hormus

Was Kriegsschiffe und Drohungen allein nicht vermochten, erledigen nun Versicherungskonzerne mit einem Federstrich: Die Straße von Hormus, jene maritime Lebensader, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls fließt, wird faktisch unpassierbar – nicht durch Minen oder Kriegsschiffe, sondern durch den schlichten Entzug von Versicherungsschutz.

Wenn Versicherer zur Waffe werden

Die Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran, den USA und Israel hat eine Kettenreaktion ausgelöst, die in ihrer Tragweite kaum zu überschätzen ist. Mehrere der weltweit führenden maritimen Versicherungsgruppen – darunter Gard, Skuld, NorthStandard sowie der London P&I Club und der American Club – haben ihre Deckung für Kriegsrisiken im Persischen Golf, im Golf von Oman und in iranischen Gewässern mit Wirkung zum 5. März 2026 gekündigt. Auslöser sei die Ankündigung der iranischen Revolutionsgarde gewesen, die Straße von Hormus faktisch für geschlossen zu erklären. Berichte über Schäden an mehreren Tankern hätten die Lage zusätzlich verschärft.

Die Konsequenzen sind brutal. Und sie sind unmittelbar.

Prämien explodieren – Tanker stehen still

Innerhalb von nur 48 Stunden seien die Prämien für Kriegsrisiken von etwa 0,2 Prozent auf bis zu 1 Prozent des Schiffswertes in die Höhe geschossen. Was sich nach einer abstrakten Zahl anhört, bedeutet in der Praxis Folgendes: Für einen modernen Öltanker mit einem geschätzten Wert von 100 Millionen US-Dollar würden allein die Versicherungskosten für eine einzige Durchfahrt von 200.000 auf eine Million US-Dollar steigen. Eine Verfünffachung. Über Nacht.

Doch selbst wer bereit wäre, diese astronomischen Summen zu zahlen, steht vor verschlossenen Türen. Zahlreiche Unterversicherer lehnten es derzeit schlicht ab, überhaupt Angebote für Routen durch die Straße von Hormus abzugeben. Kein Preis der Welt kann kaufen, was nicht angeboten wird.

Ohne Versicherung kein Hafen

Hier offenbart sich die eigentliche Sprengkraft dieser Entwicklung: Ohne gültigen Versicherungsschutz dürfen die meisten kommerziellen Schiffe aus rechtlichen und vertraglichen Gründen weder Häfen anlaufen noch riskante Zonen befahren. Die Versicherungskündigung wirkt damit wie eine faktische Seeblockade – nur eben nicht durch Kriegsschiffe durchgesetzt, sondern durch Aktuare und Risikomanager in den Bürotürmen von London und Oslo. Man könnte es die eleganteste Blockade der Weltgeschichte nennen, wäre sie nicht so verheerend in ihren Auswirkungen.

Europa im Würgegriff steigender Energiepreise

Die Ölpreise haben bereits einen deutlichen Sprung nach oben gemacht, und auch die Erdgaspreise in Europa steigen massiv. Schiffe, die nun gezwungen sind, den gewaltigen Umweg über das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen, verursachen nicht nur höhere Treibstoffkosten, sondern verlängern die Lieferzeiten um Wochen. Die Frachtraten explodieren entsprechend.

Für Deutschland und Europa kommt diese Entwicklung zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die ohnehin fragile Energieversorgung des Kontinents, die seit dem Bruch mit russischen Gaslieferungen auf einem wackeligen Fundament steht, wird durch die Hormus-Krise erneut auf eine harte Probe gestellt. Während die USA versuchen, mit staatlichen Garantieprogrammen gegenzusteuern, bereiten sich Importeure weltweit auf langanhaltende Preissteigerungen bei Treibstoffen und Strom vor. Die Versicherer dürften ihre Risikomodelle erst bei einer dauerhaften Stabilisierung der Region wieder lockern – und davon ist man derzeit meilenweit entfernt.

Die Lehren einer verfehlten Energiepolitik

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass sich hier die Konsequenzen einer jahrelangen energiepolitischen Naivität rächen. Deutschland hat sich unter der Ägide grüner Ideologen systematisch von verlässlichen Energiequellen abgeschnitten, Kernkraftwerke abgeschaltet und sich in eine gefährliche Abhängigkeit von globalen Lieferketten begeben. Jede geopolitische Krise – ob am Persischen Golf, im Suezkanal oder anderswo – trifft ein Land, das seine energetische Souveränität leichtfertig aufgegeben hat, mit voller Wucht.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht nun vor der Herausforderung, die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Ob das mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen gelingt, das letztlich nichts anderes als eine gigantische Schuldenlast für kommende Generationen darstellt, darf bezweifelt werden.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Wenn geopolitische Krisen die Energiemärkte erschüttern, Versicherungskonzerne ganze Handelsrouten lahmlegen und die Inflation durch steigende Energiekosten weiter angeheizt wird, erweist sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein sicherer Hafen. Während Papierwerte und digitale Versprechen im Sturm der Krisen verwehen können, behält das Edelmetall seinen inneren Wert. Wer sein Portfolio nicht bereits mit physischem Gold und Silber abgesichert hat, sollte die aktuelle Lage als unmissverständlichen Weckruf verstehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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