
Volkswagen am Abgrund: 60-Milliarden-Sparkeule bedroht Tausende Arbeitsplätze

Was einst das stolze Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst war, gleicht zunehmend einem Patienten auf der Intensivstation. Der Volkswagen-Konzern plant offenbar ein gewaltiges neues Sparprogramm im Umfang von rund 60 Milliarden Euro, das die Kosten bis 2028 um satte 20 Prozent drücken soll. Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe – und wirft unbequeme Fragen auf, die weit über Wolfsburg hinausreichen.
China-Flaute und Trump-Zölle als Brandbeschleuniger
Die Gründe für den drastischen Schritt lesen sich wie ein Lehrstück gescheiterter Industriepolitik. Die Verkäufe in China, einst der Goldesel des Konzerns, lahmen seit Monaten. Chinesische Hersteller wie BYD haben den deutschen Riesen auf seinem wichtigsten Absatzmarkt regelrecht überrollt – nicht zuletzt, weil man in Wolfsburg jahrelang die Elektromobilität verschlafen und sich stattdessen in ideologisch getriebenen Transformationsdebatten verloren hat. Hinzu kommen die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe, die den transatlantischen Handel empfindlich belasten.
Dass die bisherigen Sparanstrengungen nicht ausreichen, dürfte selbst den größten Optimisten in der Konzernzentrale ernüchtern. Ein VW-Sprecher versuchte zwar zu beschwichtigen und verwies auf bereits erzielte Einsparungen „in zweistelliger Milliarden-Euro-Höhe", mit denen man die „geopolitischen Gegenläufer" habe abfedern können. Doch wer zwischen den Zeilen liest, erkennt: Die Lage ist weitaus dramatischer, als die Kommunikationsabteilung zugeben möchte.
Werksschließungen nicht mehr ausgeschlossen
Besonders brisant: Laut dem Bericht könnten Werksschließungen nicht mehr kategorisch ausgeschlossen werden. Auch ein weiterer Stellenabbau über die bereits angekündigten 35.000 Arbeitsplätze hinaus steht im Raum. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen – 35.000 Stellen sollten bis 2030 wegfallen, und nun könnte es noch schlimmer kommen. Für die betroffenen Familien, für ganze Regionen, die am Tropf der Automobilindustrie hängen, ist das eine Katastrophenansage.
Betriebsratschefin Daniela Cavallo stellte sich erwartungsgemäß gegen die Schließungspläne. „Mit uns wird es keine Werksschließungen geben", ließ sie über das konzerninterne Intranet verlauten. Sie verwies auf den im Dezember 2024 mühsam ausgehandelten Kompromiss, der betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen ausdrücklich ausschließe. Der Stellenabbau solle über Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen erfolgen – sozialverträglich, wie es so schön heißt.
Ein Symptom der deutschen Wirtschaftsmisere
Doch seien wir ehrlich: Die Krise bei Volkswagen ist kein isoliertes Phänomen. Sie ist das Symptom einer tiefgreifenden Malaise, die den gesamten Industriestandort Deutschland erfasst hat. Jahrelang hat die Politik – allen voran die gescheiterte Ampelkoalition – die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft systematisch verschlechtert. Explodierende Energiekosten, eine erdrückende Bürokratie, ideologisch motivierte Regulierungswut und eine Steuerlast, die ihresgleichen sucht: All das hat dazu beigetragen, dass selbst Konzerne von der Größe Volkswagens ins Straucheln geraten.
Konzernchef Oliver Blume will am 10. März bei der Jahrespressekonferenz einen Zwischenstand präsentieren. Man darf gespannt sein, welche Hiobsbotschaften er dann im Gepäck hat. Eines steht jedenfalls fest: Die Zeiten, in denen „Made in Germany" automatisch für Wohlstand und Sicherheit stand, sind vorbei. Und die politisch Verantwortlichen, die diesen Niedergang mit ihrer verfehlten Wirtschafts- und Energiepolitik befeuert haben, werden sich irgendwann dafür verantworten müssen.
Für den deutschen Arbeitnehmer, der jeden Morgen aufsteht und sein Bestes gibt, bleibt einmal mehr nur die bittere Erkenntnis: Die da oben haben versagt. Und die Rechnung zahlen wie immer die Kleinen.
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