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20.03.2026
06:12 Uhr

Volkswagen am Abgrund: Wie ideologische Verblendung einen Industriegiganten zerstört

Es gibt Geschichten, die so vorhersehbar sind, dass man sie eigentlich nicht mehr erzählen müsste. Die Geschichte des Niedergangs von Volkswagen gehört dazu. Und doch muss sie erzählt werden – als mahnendes Beispiel dafür, was geschieht, wenn Ideologie über wirtschaftliche Vernunft triumphiert, wenn politische Wunschträume die Gesetze des Marktes außer Kraft setzen sollen.

Der freie Fall eines deutschen Symbols

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Der Volkswagen-Konzern, einst unangefochtenes Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst und industrieller Stärke, steckt in einer der schwersten Finanzkrisen seiner Unternehmensgeschichte. Der Gewinn nach Steuern hat sich nahezu halbiert und liegt bei nur noch 6,9 Milliarden Euro. Bereits das zweite Jahr in Folge geht es bergab – 2024 verzeichnete der Konzern einen Gewinnrückgang von rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Absatz stagniert, Margen schrumpfen, Umsätze brechen ein. Was einmal als Bollwerk deutscher Wirtschaftskraft galt, gleicht heute einem Patienten auf der Intensivstation.

Doch wer trägt die Verantwortung für dieses Desaster? Die Antwort ist so unbequem wie eindeutig.

Der Elektro-Wahn als Sargnagel

Im Kern des Problems steht die starre, geradezu fanatische Fokussierung auf die Elektromobilität. Während der Konzern seine gesamte strategische Ausrichtung auf den Hochlauf elektrischer Antriebe konzentrierte, wurden die bewährten Verbrennermodelle – jene Fahrzeuge also, die über Jahrzehnte den Ruf von „Made in Germany" in die Welt trugen – sträflich vernachlässigt. Man opferte das Bewährte auf dem Altar einer grünen Ideologie, die sich als wirtschaftliches Trugbild entpuppt hat.

Besonders pikant: Volkswagen ist im Elektrosegment schlicht nicht wettbewerbsfähig. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, und sie sind hausgemacht – oder besser gesagt: politisch gemacht. Explodierende Energiekosten am Standort Deutschland, eine erstickende Bürokratie und eine Steuer- und Abgabenlast, die jeden unternehmerischen Spielraum im Keim erstickt. Unter diesen Bedingungen Elektroautos zu konkurrenzfähigen Preisen herzustellen, gleicht dem Versuch, mit angezogener Handbremse ein Rennen zu gewinnen.

China lacht – und überholt

Während deutsche Konzerne unter dem Joch einer verfehlten Energie- und Wirtschaftspolitik ächzen, lachen sich Hersteller wie BYD, SAIC und Geely ins Fäustchen. In China sind die Rahmenbedingungen diametral anders: günstige Energie, schlanke Bürokratie, staatliche Subventionen und ein privilegierter Zugang zu jenen kritischen Rohstoffen, ohne die kein Elektroauto vom Band rollt. Das Ergebnis? Chinesische Hersteller können ihre Fahrzeuge zu Preisen anbieten, bei denen Volkswagen nicht einmal die Produktionskosten decken könnte. Marktanteil um Marktanteil geht verloren – weltweit.

Porsche: Vom Sportwagen-Olymp in die Bedeutungslosigkeit?

Besonders dramatisch zeigt sich das Ausmaß der strategischen Fehlentscheidung bei der Premium-Tochter Porsche. Der Nettogewinn des Stuttgarter Sportwagenbauers brach 2025 um unfassbare 91,4 Prozent ein. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Über neunzig Prozent Gewinneinbruch bei einer Marke, die einst als Inbegriff automobiler Exzellenz galt.

Porsche hatte sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2030 mehr als 80 Prozent seiner Neufahrzeuge vollelektrisch anzubieten. Inzwischen hat man in Zuffenhausen offenbar erkannt, dass man einem Phantom hinterhergejagt ist. Erste strategische Korrekturen wurden eingeleitet, die Einführung neuer Elektroplattformen verschoben, die Batteriestrategie grundlegend überarbeitet. Anfang 2026 folgte das Eingeständnis: Man werde künftig wieder stärker auf Verbrenner und Plug-in-Hybride setzen. Doch diese Kehrtwende kostet. Die Kosten für die strategische Neuausrichtung werden auf rund 5 Milliarden Euro geschätzt – ein gewaltiger Brocken, der den ohnehin angeschlagenen Konzerngewinn zusätzlich belastet.

Škoda macht vor, wie es geht

Dass es auch anders geht, beweist ausgerechnet eine Konzerntochter. Die tschechische Marke Škoda setzt konsequent auf Technologieoffenheit – jenes Prinzip also, das bei Volkswagen offenbar als Fremdwort gilt. Elektroautos machen bei Škoda lediglich rund ein Viertel des Produktportfolios aus. Den Rest? Verbrenner. Weil die Kunden sie wollen.

Škoda-Chef Klaus Zellmer brachte es gegenüber der Presse auf den Punkt: Man produziere und verkaufe das, was der Kunde nachfrage – unabhängig von der Antriebsart. Eine geradezu revolutionäre Erkenntnis, möchte man meinen. Das Ergebnis dieser marktwirtschaftlichen Selbstverständlichkeit: Der operative Gewinn stieg um rund 8 Prozent, beim Umsatz wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Auch BMW fährt mit einer ähnlich pragmatischen Strategie deutlich besser als der Wolfsburger Mutterkonzern.

Die wahren Strippenzieher hinter dem Niedergang

Doch wer glaubt, die Wolfsburger Konzernführung trage die alleinige Verantwortung für dieses strategische Desaster, der irrt. Hinter den Kulissen ziehen mächtige Akteure die Fäden, die den ideologischen Elektrokurs maßgeblich vorangetrieben haben.

Da wäre zunächst die niedersächsische Landesregierung, die mit rund 20 Prozent der Stimmrechte eine Sperrminorität und ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen besitzt. Die rot-grüne Koalition in Hannover hat den Ausbau der Elektromobilität bei Volkswagen politisch nicht nur unterstützt, sondern aktiv befeuert. Frühere Regierungsmitglieder lobten die milliardenschweren Investitionen in die Elektrifizierung – rund 21 Milliarden Euro flossen Anfang der Dekade in niedersächsische Werke, um VW an die „Spitze der Elektromobilität zu katapultieren". Dass diese Investitionsoffensive sich als kolossale Fehlinvestition erwiesen hat, dürfte in Hannover niemand gerne zugeben.

Und dann ist da die IG Metall. Die mächtigste Gewerkschaft der Metall- und Automobilindustrie hält zwar keine direkten Aktienanteile, übt aber über den Gesamtbetriebsrat und den Aufsichtsrat erheblichen Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Konzerns aus. Weder die Gewerkschaft noch die Landesregierung haben sich jemals ernsthaft für Technologieoffenheit eingesetzt. Im Gegenteil: Beide haben den ideologischen Elektrokurs mitgetragen und mitverantwortet.

Planwirtschaft statt Marktwirtschaft

Was wir bei Volkswagen beobachten, ist im Grunde ein Lehrstück darüber, was geschieht, wenn planwirtschaftliches Denken in einem marktwirtschaftlichen Umfeld die Oberhand gewinnt. Wenn Politiker und Gewerkschaftsfunktionäre glauben, sie wüssten besser als der Markt, welche Technologien die Zukunft bestimmen. Wenn ideologische Überzeugungen wirtschaftliche Realitäten verdrängen. Wenn das Wohl der Beschäftigten und Aktionäre dem grünen Zeitgeist geopfert wird.

Der ehemalige VW-Chef Matthias Müller hat die Situation kürzlich nüchtern kommentiert: Die Automobilindustrie sei über 100 Jahre alt und habe immer wieder schwierige Phasen durchlaufen. Die derzeitige Situation sei jedoch „besonders herausfordernd". Die externen Rahmenbedingungen hätten sich für die gesamte deutsche Autoindustrie verändert – nicht nur für Volkswagen. Jammern helfe nicht, so Müller.

Recht hat er. Jammern hilft nicht. Was hilft, ist eine radikale Rückkehr zur wirtschaftlichen Vernunft. Eine Abkehr von ideologiegetriebener Industriepolitik. Eine Besinnung auf das, was die deutsche Automobilindustrie einst groß gemacht hat: Ingenieurskunst, Qualität und – ja – den Verbrennungsmotor. Denn solange die Kunden Verbrenner wollen, sollte man sie ihnen auch verkaufen. Das ist keine reaktionäre Haltung, sondern schlicht Marktwirtschaft.

Ein Warnsignal für den gesamten Standort Deutschland

Die Krise bei Volkswagen ist mehr als nur das Problem eines einzelnen Konzerns. Sie ist ein Symptom für den schleichenden Niedergang des Industriestandorts Deutschland insgesamt. Hohe Energiekosten, erdrückende Bürokratie, eine ideologisch aufgeladene Wirtschaftspolitik – all das treibt nicht nur VW, sondern die gesamte deutsche Industrie in die Enge. Wenn selbst ein Gigant wie Volkswagen unter diesen Bedingungen ins Straucheln gerät, was bedeutet das dann erst für die Tausenden mittelständischen Zulieferer, die am Tropf der Automobilindustrie hängen?

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu verbessern. Doch angesichts eines 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten dürfte, sind Zweifel angebracht, ob die richtigen Lehren aus dem VW-Desaster gezogen werden. Deutschland braucht keine weiteren schuldenfinanzierten Konjunkturprogramme. Es braucht eine Politik, die den Unternehmen Luft zum Atmen lässt – durch niedrigere Energiekosten, weniger Bürokratie und eine Steuerpolitik, die den Namen verdient.

Volkswagen war einmal der Stolz einer ganzen Nation. Heute ist der Konzern ein Mahnmal dafür, wohin es führt, wenn Ideologie über Vernunft siegt. Die Frage ist nicht mehr, ob VW die Kurve kriegt. Die Frage ist, ob Deutschland sie kriegt.

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