Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
20.07.2026
20:49 Uhr

Wadephul auf Wüsten-Mission: Wie Deutschland Millionen nach Mauretanien pumpt – während daheim die Union brennt

Es gibt Reisen, die stellen mehr Fragen, als sie beantworten. Der jüngste Ausflug von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nach Mauretanien gehört zweifellos dazu. Während in Berlin nach dem Rücktritt von Jens Spahn die eigene Partei in heller Aufregung ist und sogar über eine Regierungsumbildung getuschelt wird, brach der Chefdiplomat am Montagmorgen in den westafrikanischen Wüstenstaat auf – als erster deutscher Außenminister seit knapp zwei Jahrzehnten. Man fragt sich unwillkürlich: Wer regiert eigentlich das Land, während der Außenminister durch die Sahara tourt?

Ein seltener Stabilitätsanker in einem brennenden Kontinent

Fairerweise muss man einräumen: Die Reise hat durchaus ihre Berechtigung. Mauretanien ist inmitten einer Region, die von Putschen, Terror und russischen Söldnern zerfressen wird, ein bemerkenswerter Ausnahmefall. In vier der sieben Sahel-Staaten – Mali, Burkina Faso, Niger und Sudan – hat sich das Militär an die Macht geputscht. Der Tschad gilt als autoritär. Übrig bleiben Mauretanien und Senegal als letzte Demokratien in dieser Gruppe. Ein Lichtblick, gewiss.

Doch die Sicherheitslage ist alles andere als beruhigend. Am vergangenen Wochenende überfielen Dschihadisten und Tuareg-Separatisten im Nachbarland Mali einen Militärkonvoi und töteten über 50 Soldaten – die blutigste Attacke seit fünfzehn Jahren. Ausgerechnet in Mali, wo die Bundeswehr bis vor knapp drei Jahren im Rahmen einer UN-Mission stationiert war, ehe die Militärjunta die internationalen Truppen kurzerhand vor die Tür setzte und stattdessen auf Wladimir Putins Afrikakorps vertraute. Ein Sinnbild für das Scheitern westlicher Afrikapolitik.

Deutschland als Zahlmeister – wieder einmal

Wadephul kündigte an, Deutschland wolle künftig ein „wichtiger, verlässlicher und stabiler Partner“ sein. Konkret bedeutet das vor allem eines: Geld. Mauretanien, ein Land mit gerade einmal fünf Millionen Einwohnern, hat rund 320.000 Flüchtlinge aus Mali aufgenommen. Durch UN-Gelder und deutsche Entwicklungshilfe solle nun sichergestellt werden, dass die aufnehmenden Gemeinden „nicht im Stich gelassen werden“.

Der mauretanische Amtskollege Mohamed Merzoug hatte prompt eine ganze Wunschliste dabei: Sicherheit und Verteidigung, bei denen die Bundeswehr beim Training der Armee helfen könnte, dazu Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien. Von einem „neuen Aufschwung“ in den Beziehungen sprach er. Man kennt dieses Muster inzwischen zur Genüge: Deutschland öffnet die Brieftasche, andere formulieren die Forderungen.

Wenn die Pressefreiheit vor der Tür stehen bleibt

Besonders pikant: Ausgerechnet die viel beschworene demokratische Vorzeigenation zeigte während des Besuchs, wie es um die Pressefreiheit tatsächlich bestellt ist. Merzoug brach die gemeinsame Pressekonferenz nach seinen einleitenden Bemerkungen kurzerhand ab – noch bevor überhaupt eine einzige Frage gestellt werden konnte. Angeblich aus Zeitmangel. Für einen Staat, der als demokratischer Musterschüler der Region gefeiert wird, ein bemerkenswert schwaches Bild. Vielleicht hätte man dort erst einmal die Hausaufgaben machen sollen, bevor Berlin mit vollen Händen fördert.

Grüner Wasserstoff und die ewige Sehnsucht nach der Energiewende

Doch worum geht es wirklich? Mauretanien gilt neben seinen Rohstoffen als potenzieller künftiger Lieferant von grünem Wasserstoff für Deutschland. Da haben wir es also wieder – die deutsche Energiepolitik, die im Ausland nach jenen Ressourcen sucht, die man sich daheim durch ideologisch getriebene Entscheidungen selbst verbaut hat. Statt auf verlässliche heimische Energieversorgung zu setzen, hofft man auf Wasserstoff aus der Sahara. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, wie tragfähig ein solches Konzept ist.

Extremismusprävention – ein Modell mit Vorbildcharakter?

Erwähnenswert ist immerhin ein Punkt, der aufhorchen lässt: Mauretanien hat nach einer Serie von Terroranschlägen zwischen 2005 und 2011 konsequent auf Prävention gesetzt – und damit offenbar Erfolg gehabt. Deutschland fördert von 2024 bis 2028 mit rund 7,2 Millionen Euro ein Netzwerk sogenannter „Mourchidates“, spiritueller Führerinnen, die mit theologischen Argumenten in Moscheen, Koranschulen und Gefängnissen dem radikalen Islam entgegentreten. Wadephul lobte das Land als „wichtige Stimme der Besonnenheit, der Mäßigung und der Toleranz“.

„Es geht darum, Sicherheit auch durch Extremismusprävention zu schaffen“, betonte der Außenminister vor der Presse.

Man möchte fast ironisch anmerken: Vielleicht könnte sich die deutsche Politik ein Scheibchen von jener konsequenten Extremismusbekämpfung abschneiden, die man hier so überschwänglich lobt – bevor man Millionen ins Ausland überweist. Denn während man in Nouakchott energisch gegen radikale Ideologien vorgeht, wächst die Kriminalität in unseren eigenen Städten auf ein Rekordniveau. Eine Konsequenz jahrelanger Fehlentscheidungen, die ein Großteil der deutschen Bevölkerung längst nicht mehr hinzunehmen bereit ist.

Fazit: Symbolpolitik statt Substanz

Am Ende bleibt ein zwiespältiger Eindruck. Ja, Mauretanien ist ein strategisch relevanter Partner in einer instabilen Region. Doch die Reise wirkt auch wie ein weiteres Beispiel deutscher Außenpolitik, bei der man mit dem Scheckbuch reist, statt mit klaren nationalen Interessen. Während daheim die Union in Turbulenzen steckt und die Große Koalition unter Friedrich Merz bereits ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket geschnürt hat, das kommende Generationen belasten wird, verteilt man in der Sahara weitere Millionen. Man darf sich fragen, ob das noch verantwortungsvolle Staatskunst ist – oder schlicht Ausdruck einer Politik, die den Blick für die eigenen Bürger längst verloren hat.

In turbulenten Zeiten, in denen politische Weichenstellungen und wachsende Staatsverschuldung das Vertrauen in Papierwerte erschüttern, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit jeher als bewährter Anker der Vermögenssicherung. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen krisenfesten Gegenpol zu politisch getriebenen Fehlallokationen.

Hinweis: Der vorstehende Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und für seine Anlage-, Steuer- oder Rechtsentscheidungen selbst Verantwortung zu übernehmen beziehungsweise fachkundigen Rat einzuholen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen