
Waffenruhe mit dem Iran – doch der Libanon bleibt Kriegsgebiet
Was auf den ersten Blick wie ein diplomatischer Durchbruch wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein höchst fragiles Konstrukt mit gefährlichem Kleingedruckten: US-Präsident Donald Trump hat eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran verkündet – doch Israel stellt unmissverständlich klar, dass der Libanon von dieser Vereinbarung ausdrücklich ausgenommen sei. Ein „großer Tag für den Weltfrieden", wie Trump auf Truth Social jubelte? Wohl kaum.
Netanjahu stellt Bedingungen – und schließt den Libanon aus
Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ließ über die Plattform X verlauten, man unterstütze die Ankündigung Trumps, Angriffe auf den Iran für zwei Wochen auszusetzen. Allerdings knüpfe Israel diese Zustimmung an klare Bedingungen: Teheran müsse unverzüglich die strategisch bedeutsame Straße von Hormus freigeben und sämtliche Angriffe auf die USA, Israel sowie weitere Staaten der Region einstellen.
Brisant ist dabei vor allem ein Satz in der Erklärung: „Der zweiwöchige Waffenstillstand gilt nicht für den Libanon." Diese Klarstellung steht in direktem Widerspruch zu den Aussagen des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif, der zuvor behauptet hatte, die Waffenruhe gelte „überall, einschließlich im Libanon und anderswo". Pakistan hatte nach Angaben Trumps bei der Vermittlung der Vereinbarung eine unterstützende Rolle gespielt – offenbar jedoch ohne die israelische Position vollständig zu berücksichtigen.
Der Libanon versinkt im Chaos
Die Lage im Libanon ist verheerend. Nachdem die Hisbollah wenige Tage nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran aus Solidarität mit Teheran Raketen auf Israel abgefeuert hatte, reagierte Jerusalem mit einer massiven Boden- und Luftoffensive. Die Bilanz ist erschütternd: Rund 1,2 Millionen Menschen seien vertrieben und etwa 1.500 getötet worden. Dass ausgerechnet dieses Kriegsgebiet nun von der Waffenruhe ausgenommen bleibt, dürfte die humanitäre Katastrophe weiter verschärfen.
Man muss sich die Frage stellen, was eine Waffenruhe wert ist, die einen der blutigsten Schauplätze des Konflikts schlicht ignoriert. Es ist, als würde man bei einem Großbrand nur die Hälfte der Flammen löschen und den Rest sich selbst überlassen.
Verhandlungen in Islamabad – ein Hoffnungsschimmer?
Immerhin: Die Waffenruhe kam kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums an den Iran zustande. Teheran habe sich im Gegenzug bereit erklärt, die Straße von Hormus – eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für den Öltransport – vorerst wieder zu öffnen. Bereits am Freitag sollen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Verhandlungen zwischen Washington und Teheran beginnen.
Netanjahus Büro erklärte darüber hinaus, Israel unterstütze die Bemühungen der USA, „sicherzustellen, dass der Iran keine atomare, Raketen- und Terrorbedrohung mehr für die USA, Israel, Irans arabische Nachbarn und die Welt darstellt". Washington habe Israel zugesichert, diese Ziele in den kommenden Verhandlungen zu verfolgen.
Trumps markige Worte – und die Realität
Trump selbst gab sich gewohnt selbstbewusst. „Der Iran will, dass es endlich geschieht – sie haben genug davon. Und alle anderen auch", schrieb er auf Truth Social. Die USA würden bei der Bewältigung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus unterstützen, und der Iran könne „mit dem Wiederaufbau beginnen". Besonders bemerkenswert war seine Formulierung, man werde „einfach rumhängen, um sicherzustellen, dass alles gut läuft". Weitere Details? Fehlanzeige.
Während Trump also den großen Friedensstifter gibt, tobt im Libanon weiterhin ein erbarmungsloser Krieg. Die Frage, die sich Europa – und insbesondere Deutschland – stellen muss, ist eine grundsätzliche: Wie lange will man noch tatenlos zusehen, wie der Nahe Osten in Flammen steht, während man sich hierzulande mit ideologischen Debatten und einer aufgeblähten Bürokratie beschäftigt? Die geopolitischen Verwerfungen dieser Tage haben unmittelbare Auswirkungen auf Energiepreise, Lieferketten und damit auf den Wohlstand jedes einzelnen Bürgers. Wer in diesen unsicheren Zeiten sein Vermögen schützen will, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen – physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Krisenwährung bewährt und bieten auch heute einen soliden Anker in einem zunehmend instabilen Weltgefüge.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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