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Kettner Edelmetalle
25.06.2026
14:22 Uhr

Wenn der Staatsfunk die Familie demontiert: Quarks feiert die „Solomutterschaft“

Es ist ein bemerkenswerter Vorgang, der einmal mehr zeigt, wohin die Reise beim gebührenfinanzierten Rundfunk geht. Mit den Zwangsbeiträgen der Bürger finanziert, hat sich die ARD-Sendung Quarks nun an einem gesellschaftspolitischen Großprojekt versucht: der propagandistischen Aufwertung der sogenannten „Solomutterschaft“. In einem Instagram-Beitrag, veröffentlicht in dieser Woche, wird das bewusste Aufziehen von Kindern ohne Vater nicht etwa kritisch hinterfragt, sondern als „überraschend gut“ funktionierendes Familienmodell gefeiert. Man reibt sich verwundert die Augen.

Der Vater – plötzlich nur noch ein verzichtbares Anhängsel?

Die Kernbotschaft des Beitrags, hübsch in mehrere bunte Kacheln verpackt und teils mit künstlicher Intelligenz aufgehübscht, liest sich wie ein Manifest gegen die klassische Familie. „Solomütter“ seien psychisch genauso stabil wie Mütter in vollständigen Familien, hätten weder mehr Stress noch mehr Ängste. Und – man höre und staune – es gebe „keine klaren Hinweise, dass der Vater fehlt“. Der Vater, über Jahrtausende hinweg eine der beiden tragenden Säulen der Familie, wird hier zum überflüssigen Klotz am Bein erklärt.

Keine klaren Hinweise, dass der Vater fehlt bzw. die gesunde psychische Entwicklung des Kindes darunter leidet.

Wer solche Sätze formuliere, der wolle offenkundig eine gesellschaftliche Realität umschreiben, die seit jeher gilt: Ein Kind braucht für seine gesunde Entwicklung Mutter und Vater. Das ist keine reaktionäre Marotte, sondern gelebte Erfahrung von Generationen.

Die dünne wissenschaftliche Decke

Bemerkenswert ist auch das wissenschaftliche Fundament, auf das sich die Redaktion beruft. Ganze drei Studien werden genannt – die älteste stammt aus dem fernen Jahr 2005, die jüngste aus 2021. Auf einer derart schmalen Datenbasis ein ganzes Familienmodell zur Erfolgsgeschichte zu erklären, grenzt schon an journalistische Tollkühnheit. Pikant: In sämtlichen Studien wurden die Kinder durch Samenspende gezeugt. Selbst Quarks räumt ein, dass es durchaus Untersuchungen gebe, die zeigten, dass Menschen im Erwachsenenalter leiden, wenn sie ihren Vater nicht kennen. Diese unbequeme Wahrheit verschwindet jedoch geschickt im Kleingedruckten.

Ein Muster mit System

Es ist kein Einzelfall. Bereits im April hatte der SWR einen nahezu identischen Beitrag verbreitet, in dem das Fehlen eines Partners gar als Entlastung gefeiert wurde – „keine zusätzliche mentale oder emotionale Last durch Partner:in“, hieß es dort mit dem obligatorischen Gendersternchen. Man erkennt das Muster: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk arbeitet sich Stück für Stück an traditionellen Werten ab, als gelte es, die Familie als Auslaufmodell zu präsentieren.

Bezeichnend ist auch die Reaktion in den Kommentarspalten. Während vor allem Frauen den Beitrag bejubeln und Männer pauschal als unfähige Erziehungspartner abkanzeln, weisen männliche Kommentatoren auf einen unbequemen Befund hin: Studien zeigten, dass vaterlose Kinder häufiger kriminell würden. Dieser Hinweis passt freilich nicht ins Narrativ – und wird wohl entsprechend ignoriert.

Wofür zahlen wir eigentlich?

Bleibt die Frage, ob es wirklich Aufgabe eines zwangsfinanzierten Senders sein kann, mit Steuergeldern gesellschaftspolitische Umerziehung zu betreiben. Statt Familien zu stärken – jene Keimzelle, die unsere Gesellschaft seit jeher zusammenhält –, wird hier munter an ihren Fundamenten gesägt. Eine Politik und ein Rundfunk, die das Bewährte demontieren, statt es zu schützen, dürften kaum im Sinne der breiten Bevölkerung sein. Tradition, Familie und die Verantwortung beider Elternteile sind keine verstaubten Relikte, sondern das Fundament einer stabilen Gesellschaft.

Vielleicht wäre es an der Zeit, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk wieder auf seinen eigentlichen Auftrag besinnt: zu informieren statt zu indoktrinieren.

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