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Kettner Edelmetalle
12.08.2026
06:35 Uhr
KI-generiert

Wer regiert Amerika? Greene nennt nur ein Wort: Geld

Wer regiert Amerika? Greene nennt nur ein Wort: Geld
Symbolbild: KI-generiert

Marjorie Taylor Greene, einst das lauteste MAGA-Sprachrohr im US-Kongress, rechnet ab. In einem Interview mit dem Podcaster Daniel Davis („Deep Dive“) beschreibt die frühere Abgeordnete aus Georgia, wer in Washington aus ihrer Sicht wirklich die Fäden zieht: nicht die Wähler, nicht Wahlprogramme – sondern Großspender, Lobbys und Regierungsaufträge.

Greene ist keine beliebige Kritikerin. Sie stand nach eigenen Angaben häufiger als jeder andere Republikaner auf Donald Trumps Wahlkampfbühnen. Im November 2025 kündigte sie nach dem Bruch mit dem Präsidenten ihren Rückzug aus dem Repräsentantenhaus an, Anfang 2026 verließ sie den Kongress.

Vom Cheerleader zur Aussteigerin

Der Grund für ihre Kehrtwende sei das Versprechen gewesen, das Trump gebrochen habe: keine neuen Auslandskriege. In der Siegesrede und bei der Amtseinführung 2025 habe er Erfolg auch daran gemessen, welche Kriege man beende – und in welche man gar nicht erst hineinstolpere.

Ab Mitte 2025 sei die Kursänderung nicht mehr zu übersehen gewesen. Als die USA im Juni 2025 iranische Ziele bombardierten, seien sie und Weggefährten wie Tucker Carlson und Thomas Massie schockiert gewesen. Nachrichtendienstliche Einschätzungen hätten dem Präsidenten gesagt, Teheran sei weit von einer Atomwaffe entfernt – gehört habe er andere Stimmen.

„Keine Hundert-Millionen-Schecks für America First"

Greenes Erklärung ist schlicht und brutal: In Washington entscheide das Portemonnaie. Große Spender, Rüstungskonzerne, Big Tech und KI-Unternehmen, die von Staatsaufträgen leben, hätten den Schwenk ins Weiße Haus vollzogen. Deren Anrufe würden beantwortet – die von normalen Bürgern nicht.

„Es gab keine America-First-Leute, die ihm Hundert-Millionen-Dollar-Schecks geschrieben haben."

Auch beim Ukraine-Krieg zieht sie eine harte Linie. Sie habe von Anfang an gegen jede Finanzierung gestimmt: Die Ukraine sei kein NATO-Mitglied, vertragliche Verpflichtungen bestünden nicht. Der militärisch-industrielle Komplex nutze den Konflikt laut ihrer Darstellung als Testfeld für neue Waffensysteme. Trump habe den Krieg zwar nicht ausgeweitet – beendet habe er ihn aber auch nicht.

Scharfe Vorwürfe – und eine bittere Bilanz

Besonders deutlich wird Greene beim Einfluss von Lobbygruppen wie AIPAC, die dauerhaft in den Kongressfluren präsent seien, während Wähler dort keine Vertretung hätten. Zum Gaza-Krieg erklärt sie, als Christin könne sie das nicht unterstützen; zugleich unterscheide sie klar zwischen dem jüdischen Volk und der Regierung Israels. Diese Bewertungen sind ihre – nicht unsere.

Der endgültige Bruch mit Trump kam nach ihrer Darstellung über die Forderung, die Epstein-Akten freizugeben. Danach habe es Morddrohungen gegen ihren Sohn gegeben; die Reaktion des Präsidenten per Textnachricht sei kalt ausgefallen. Deutsche Medien berichteten im April 2026 über von Greene veröffentlichte Chatverläufe.

Ihre Konsequenz: eine Bewegung jenseits des Zweiparteiensystems. Denn beide Parteien liefern in ihren Augen stets dasselbe Ergebnis – explodierende Schulden, wackelnde Sozialsysteme, neue Kriege, eine schrumpfende Mittelschicht.

Was das für Sparer bedeutet

Für Beobachter in Europa liegt die unbequeme Parallele auf der Hand: Auch hierzulande werden Wahlversprechen zur Verhandlungsmasse, wenn Sondervermögen und Schuldenpakete locken. Wer sein Vermögen nicht der Haushaltsdisziplin von Regierungen ausliefern will, setzt seit Jahrhunderten auf physische Edelmetalle – als solides Fundament und Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Anleger recherchiert eigenverantwortlich und trägt seine Entscheidungen selbst.

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