
Wohnungsbau-Desaster: Deutschland baut so wenige Wohnungen wie zuletzt vor 13 Jahren

Die Zahlen sind erschütternd, aber überraschend? Mitnichten. Deutschland, einst stolz auf seine Bauwirtschaft und solide Wohnraumversorgung, präsentiert sich im Jahr 2025 als Schauplatz eines beispiellosen Niedergangs. Nur noch 206.600 neu errichtete Wohnungen verzeichnen die Statistiker in Wiesbaden – ein Einbruch um satte 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Wert seit dreizehn Jahren. Wer in diesen Tagen eine Wohnung sucht, kennt das bittere Resultat aus eigener Anschauung.
Vom Rekordjahr 2020 zum freien Fall
Ein Blick zurück verdeutlicht die ganze Tragweite des Absturzes: Noch 2020 konnten 306.400 Wohnungen fertiggestellt werden – ein Spitzenwert, der wie aus einer anderen Epoche wirkt. In den Jahren 2021 bis 2023 lag die Zahl jeweils bei rund 294.000 Einheiten. Seitdem rauscht der Wohnungsbau in den Keller. 2024 brach die Zahl bereits um 14,4 Prozent ein, 2025 folgte der nächste herbe Schlag. Wer noch an die berühmten 400.000 Wohnungen pro Jahr glaubt, die die einstige Ampel-Regierung großspurig versprochen hatte, der hat den Bezug zur Realität endgültig verloren.
Der Osten trifft es besonders hart
Während die Fertigstellungen im Westen um 16,7 Prozent auf 145.700 Wohnungen sanken, brach die Zahl im Osten regelrecht zusammen: Ein Minus von 34,3 Prozent, gerade einmal 26.900 neue Wohnungen entstanden in den östlichen Bundesländern. Mehr als doppelt so heftig wie im Westen schlägt der Niedergang dort durch – ein weiteres Indiz dafür, dass die wirtschaftliche Spaltung des Landes wieder größer wird, statt zu verschwinden.
Bei Einfamilienhäusern sanken die Fertigstellungen um 23,3 Prozent auf 41.800, bei Zweifamilienhäusern um 21,4 Prozent auf 13.800. Selbst die Mehrfamilienhäuser, das Rückgrat der städtischen Wohnraumversorgung, gaben um 18,9 Prozent auf 109.800 nach. Bei den neu errichteten Nichtwohngebäuden mit integrierten Wohneinheiten beträgt das Minus sogar erschütternde 31,8 Prozent.
Bauministerin Hubertz: Schuld waren die anderen
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) griff zu einer altbekannten Methode der politischen Klasse: Schuld sind selbstverständlich „vergangene Krisenjahre". Dass zu wenige Wohnungen entstünden, sei „die ehrliche Botschaft an alle, die heute eine Wohnung suchen", ließ sie verlauten. Eine bemerkenswerte Form der Ehrlichkeit, die jegliche Selbstkritik vermissen lässt. Denn die wahren Ursachen liegen in einer Politik, die jahrelang Bauherren und Investoren mit immer neuen Vorschriften, Auflagen und ideologisch motivierten Energiestandards drangsaliert hat.
Wer ein Mehrfamilienhaus errichten möchte, sieht sich einem Dickicht aus Energieeinsparverordnungen, Dämmvorschriften, Brandschutzauflagen, Stellplatzpflichten und kommunalen Sonderwünschen gegenüber. Die Baukosten sind in den vergangenen Jahren explodiert, während die Zinsen nach der jahrelangen Niedrigzinsphase der Europäischen Zentralbank wieder spürbar gestiegen sind. Hinzu kommen Enteignungsfantasien aus dem linken politischen Spektrum, die jeden vernünftigen Investor zu Recht abschrecken.
Ifo-Institut warnt: Es wird noch schlimmer
Der Bauexperte des Ifo-Instituts, Ludwig Dorffmeister, schraubt die Erwartungen weiter herunter. Für 2026 rechne er nur noch mit 185.000 Fertigstellungen. Erst 2027 und 2028 sollen die Zahlen auf 205.000 beziehungsweise 215.000 Wohnungen steigen. Doch selbst dieser angeblich erhoffte Aufschwung läge noch 15 Prozent unter dem Niveau von 2024.
„Auf dem deutschen Wohnungsmarkt liegen Projektkosten und Zahlungsbereitschaft in vielen Fällen weiter deutlich auseinander. Die zahlreichen Initiativen zur Kostensenkung und Verfahrensbeschleunigung konnten bislang nicht die gewünschte Wirkung entfalten", so Dorffmeister.
Mit lediglich 2,6 neu gebauten Wohnungen je 1.000 Einwohner liegt Deutschland deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 3,4. Ein Land, das einst für seine effiziente Bauwirtschaft bewundert wurde, fällt im internationalen Vergleich immer weiter zurück.
Hausgemachte Krise mit absehbaren Folgen
Die Wohnungsknappheit treibt die Mieten in den Ballungsräumen weiter in die Höhe. Junge Familien finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum, das Eigenheim auf dem Land bleibt für viele unerreichbar. Während die Bundesregierung gleichzeitig ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaprojekte auflegt – auf Pump, wohlgemerkt – fehlt es offenbar an konkreten Maßnahmen, um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln. Eine echte Reduzierung der Baukosten durch Streichung überflüssiger Vorschriften? Fehlanzeige. Ein Ende der Klima-Ideologie im Baurecht? Nicht in Sicht.
Die Quittung für diese verfehlte Politik zahlen am Ende die Bürger: durch steigende Mieten, durch verzweifelte Wohnungssuche, durch immer kleinere und teurere Bleiben. Wer Wohnraum verspricht und gleichzeitig Bauen unmöglich macht, betreibt politische Augenwischerei.
Sachwerte als Antwort auf die Vermögensvernichtung
In Zeiten, in denen der einst als sicherer Hafen geltende Immobilienmarkt unter politischen Eingriffen, Enteignungsfantasien und einer ausufernden Regulierung leidet, gewinnen physische Sachwerte als Mittel der Vermögenssicherung an Bedeutung. Gold und Silber bieten – im Gegensatz zu Beton, der vom politischen Wohlwollen der Bauministerien abhängt – eine über Jahrtausende bewährte Form der Wertaufbewahrung, die sich keiner Regulierungswut beugen muss und sich auch nicht durch unsinnige Auflagen verteuern lässt. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio kann gerade in unsicheren Zeiten ein solides Fundament zur Vermögenssicherung darstellen.
Hinweis: Der vorliegende Artikel gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion und keine Anlageberatung wieder. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen müssen stets eigenverantwortlich getroffen werden. Jeder Leser ist verpflichtet, sich vor einer Investitionsentscheidung selbst umfassend zu informieren oder einen qualifizierten Berater hinzuzuziehen. Eine Haftung für die getroffenen Anlageentscheidungen der Leser wird ausdrücklich ausgeschlossen.
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