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29.10.2026
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KI-generiert

Wort-Diktat aus Washington: Trump schafft die „KI“ einfach ab!

Wort-Diktat aus Washington: Trump schafft die „KI“ einfach ab!
Symbolbild: KI-generiert

Künstliche Intelligenz gibt es in Washington offiziell nicht mehr. Mit der Executive Order 14434 vom 29. September 2026 hat US-Präsident Donald Trump seinen Behörden befohlen, nur noch von „Super Intelligence“ (SI) zu sprechen. Wer beim alten Begriff bleibt, gilt laut Trump als Feind.

Was das Dekret wirklich anordnet

Der Wortlaut lässt kaum Spielraum. Soweit es das Gesetz erlaubt, sollen Ministerien und Bundesbehörden die neuen Begriffe verwenden. „Artificial Intelligence“ und „AI“ sollen sie „in keinem anwendbaren Zusammenhang“ mehr anerkennen. Das gilt für Korrespondenz, Webseiten, Berichte und Strategiepapiere.

Die Behörden setzen das bereits um. Die Gesundheitsbehörde NIH stellt ihre Inhalte um, auch die Forschungsdatenbank PubMed folgt. Wissenschaftler kritisieren das. Medienberichten zufolge hat das Außenministerium die Regel per interner Anweisung auf E-Mails, Reden und Dienstbezeichnungen ausgeweitet.

Dabei ändert sich inhaltlich nichts. Laut Dekret bedeutet „SI“ genau das, was das US-Recht schon bisher als KI definierte. Neues Etikett, alter Inhalt. Bis Ende November soll der Wissenschaftsberater des Präsidenten eine eigene gesetzliche Definition vorschlagen.

„Künstlich klingt nach Fake“

Und warum das Ganze? Schon im September hatte Trump vor der UN-Generalversammlung erklärt, das Wort „künstlich“ lasse Intelligenz unecht klingen. Danach legte er in den sozialen Medien nach: Wer weiter „Artificial Intelligence“ sage, werde vom Weißen Haus als „THE ENEMY!“ betrachtet. Ein Staatschef macht Vokabeln zur Loyalitätsfrage. Das muss man nicht als Trump-Gegner befremdlich finden.

Selbst der Mann, der den Begriff geprägt hat, bleibt skeptisch. Der Oxford-Philosoph Nick Bostrom beschreibt Superintelligenz als Intellekt, der den Menschen in praktisch allen relevanten Bereichen weit übertrifft. Dem US-Sender CNN sagte er spöttisch, es sei wohl etwas weit hergeholt, seinen Spamfilter eine Superintelligenz zu nennen.

Big Tech sitzt mit am Tisch

Die Umbenennung fiel zeitlich mit dem „Golden Age of Science Summit“ im Weißen Haus zusammen. Dessen Grundlage ist der Bericht „Science, A New Golden Age“ vom Juli 2026. Federführend war Michael Kratsios, Chef des Office of Science and Technology Policy. Der Bericht wird als Nachfolger des berühmten Papiers „Science, The Endless Frontier“ von Vannevar Bush aus dem Jahr 1945 präsentiert. Kratsios sprach von einem neuen goldenen Zeitalter der Wissenschaft, angetrieben von Superintelligenz.

Im Saal saß die Spitze der Tech-Industrie: Elon Musk, Sergey Brin, Jensen Huang, Michael Dell und Satya Nadella. Musk jubelte:

„Das ist wirklich der Wendepunkt für Superintelligenz und Roboter. Wenn man Superintelligenz und Roboter hat, kann man im Grunde alles erfinden und alles bauen.“

Über die sogenannte Genesis Mission fließen Milliardenzusagen von NVIDIA, AMD, OpenAI, Anthropic und Google. Kritiker verweisen auf enge Verbindungen zum Weltwirtschaftsforum (WEF). Kratsios war 2020 WEF Young Global Leader und zuvor Stabschef bei Peter Thiel. Google, NVIDIA, Dell und Microsoft sind WEF-Partner. Der schwedische Politikwissenschaftler Jacob Nordangård sieht darin eine Fortsetzung der „Vierten Industriellen Revolution“, die das WEF propagiert.

Die eigentliche Frage: Wer kontrolliert die Maschine?

Beobachter sehen hinter der Umbenennung vor allem einen Versuch, die Stimmung zu drehen. Gerade die riesigen Rechenzentren sind in den USA laut Berichten höchst unbeliebt. Trump schrieb im September, die einzige „Leitplanke“, die KI brauche, sei ein starker, kluger Präsident. Selbst OpenAI-Chef Sam Altman fragte, ob „Superintelligenz“ für die Menschen wirklich weniger beängstigend klinge.

Europa macht das Gegenteil. Die EU reguliert mit ihrem AI Act bis ins Detail, Washington verlässt sich auf das Wort des Präsidenten. Für deutsche Unternehmen und Bürger ist keiner der beiden Wege beruhigend.

Am Ende bleibt eine einfache Lehre: Wer Begriffe kontrolliert, will auch die Debatte kontrollieren. Viele Bürger setzen deshalb auf Werte, die sich nicht per Dekret umbenennen lassen. Eine Unze Gold bleibt eine Unze Gold, egal wie Washington sie nennt.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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