
ZDF sucht Kinder, die ihre AfD-wählenden Eltern anprangern – Propaganda mit Zwangsgebühren
Man reibt sich die Augen und fragt sich unwillkürlich, in welchem Land man eigentlich lebt. Das ZDF, jener Sender, den jeder deutsche Haushalt zwangsweise mitfinanziert, sucht für seine Reportagereihe „37 Grad" junge Erwachsene zwischen 25 und 34 Jahren, die eine – so wörtlich – „herausfordernde Beziehung" zu ihren Eltern haben. Der Grund? Die Eltern wählen die AfD. Nicht etwa, weil sie gewalttätig sind, nicht weil sie ihre Kinder vernachlässigen, nicht weil sie kriminell geworden wären. Nein. Weil sie von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch machen und dabei die falsche Partei ankreuzen.
Spaltung als Sendeformat
Der Aufruf, der am Donnerstag auf der Facebook-Seite der Sendung erschien, liest sich wie ein Lehrstück in sanfter Manipulation. Man wolle über Eltern-Kind-Beziehungen berichten, heißt es dort in geschliffenem Sozialpädagogen-Deutsch. Eltern würden ihre Kinder prägen – „bewusst und unbewusst". Sie seien „Vorbilder oder das genaue Gegenteil", „Unterstützer:innen oder Kritiker:innen". Die Gendersprache darf natürlich nicht fehlen, schließlich handelt es sich um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Was allerdings auffällt: Von Konflikten, die entstehen, weil Eltern die Grünen, die SPD oder die Linke wählen, ist nirgends die Rede. Es geht ausschließlich um die AfD. Nur diese eine Partei scheint in den Augen der Mainzer Redakteure geeignet, familiäre Beziehungen zu zerrütten.
Die dreiteilige Reportage soll offenbar suggerieren, dass das Wahlverhalten der Eltern eine Art pathologischer Zustand sei, unter dem die Kinder leiden. Ein Zustand, der therapiert, aufgearbeitet, öffentlich gemacht werden muss. Dass Wahlen in einer Demokratie eigentlich geheim sind und jeder Bürger das Recht hat, seine Stimme nach eigenem Gewissen abzugeben – dieser Gedanke scheint den Verantwortlichen beim ZDF offenbar fremd geworden zu sein.
Historische Parallelen drängen sich auf
Wer die Geschichte des 20. Jahrhunderts auch nur oberflächlich kennt, dem wird bei solchen Aufrufen unwohl. In totalitären Systemen war es stets ein bewährtes Mittel, die jüngere Generation gegen die ältere in Stellung zu bringen. In der DDR wurden Kinder ermutigt, ihre Eltern zu „melden", wenn diese staatsfeindliche Äußerungen von sich gaben. Während der chinesischen Kulturrevolution unter Mao denunzierten Söhne und Töchter ihre eigenen Väter und Mütter vor den Roten Garden. Nun soll niemand behaupten, das ZDF betreibe Denunziation im klassischen Sinne. Aber die Grundstruktur – Kinder sollen sich öffentlich von der politischen Haltung ihrer Eltern distanzieren – trägt einen beunruhigend vertrauten Kern in sich.
Die Kommentarspalten unter dem Facebook-Beitrag sprechen eine deutliche Sprache. Hunderte Nutzer werfen dem Sender vor, einen Keil zwischen die Generationen treiben zu wollen. Viele fragen sich, warum ausgerechnet die AfD als einzige Partei herausgegriffen werde. Andere weisen darauf hin, dass in der Realität häufig das umgekehrte Phänomen zu beobachten sei: Eltern, die darunter leiden, dass ihre Kinder ideologisch verblendet seien und jeden Kontakt abbrechen würden, sobald die Eltern nicht die „richtige" Meinung vertreten.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf Abwegen
Es stellt sich die grundsätzliche Frage, was der gesellschaftliche Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eigentlich noch ist. Bildung? Information? Ausgewogene Berichterstattung? Oder doch eher die systematische Erziehung der Bevölkerung im Sinne einer bestimmten politischen Haltung? Wenn ein Sender, der sich aus Zwangsbeiträgen von über acht Milliarden Euro jährlich finanziert, gezielt nach Menschen sucht, die unter dem demokratischen Wahlverhalten ihrer Angehörigen „leiden", dann hat das mit journalistischer Neutralität nichts mehr zu tun. Dann ist das Gesinnungsjournalismus in Reinform.
Die Sendereihe „37 Grad" rühmt sich damit, Menschen zu porträtieren, die „Grenzen überschreiten, Besonderes erleben und Krisen meistern". In der Vergangenheit ging es um häusliche Gewalt, um Liebesbetrug im Internet, um unkonventionelle Lebensmodelle. Dass die Wahlentscheidung der eigenen Eltern nun in eine Reihe mit Gewalt und Betrug gestellt wird, sagt mehr über die Macher der Sendung aus als über die vermeintlich problematischen AfD-Wähler.
Ein Symptom einer tieferen Krise
Dieses Projekt des ZDF ist kein Einzelfall, sondern fügt sich nahtlos in ein Muster ein, das seit Jahren zu beobachten ist. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland hat sich von seinem ursprünglichen Auftrag meilenweit entfernt. Statt die Vielfalt der politischen Meinungen abzubilden, wird eine bestimmte Weltsicht als die einzig akzeptable dargestellt. Wer davon abweicht, wird pathologisiert, stigmatisiert, zum Problemfall erklärt. Dass mittlerweile rund ein Fünftel der deutschen Wähler bei Bundestagswahlen ihr Kreuz bei der AfD machen, scheint in den Redaktionsstuben am Lerchenberg schlicht nicht als Ausdruck demokratischer Willensbildung verstanden zu werden, sondern als gesellschaftliche Krankheit, die es zu bekämpfen gilt.
Dabei wäre es so einfach: Wer verstehen will, warum Millionen Deutsche eine Partei wählen, die vom politischen Establishment als Schmuddelkind behandelt wird, der müsste nur einmal ehrlich auf die Zustände im Land blicken. Auf eine explodierende Kriminalität, auf eine Migrationspolitik, die außer Kontrolle geraten ist, auf eine Wirtschaft, die unter der Last von Bürokratie und ideologiegetriebener Energiepolitik ächzt, auf ein Bildungssystem im freien Fall. Stattdessen produziert man lieber Dokumentationen, die suggerieren, das eigentliche Problem seien die Eltern, die bei der Wahl das falsche Kästchen angekreuzt haben.
„Bist du zwischen 25 und 34 Jahren und hast eine herausfordernde Beziehung zu deinen Eltern, weil sie die AfD wählen? Dann melde dich bei uns."
Dieser Satz wird in die Annalen des deutschen Rundfunks eingehen – als Dokument einer Zeit, in der der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Legitimation endgültig verspielt hat. Denn wer Familien spaltet, um politische Gegner zu diskreditieren, der hat seinen gesellschaftlichen Auftrag nicht nur verfehlt. Er hat ihn verraten.

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