
Zollhammer aus Washington: Trumps 15-Prozent-Keule trifft ab sofort alle Importe

Was zunächst wie ein Triumph der amerikanischen Gewaltenteilung aussah, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als trügerische Hoffnung – und für die deutsche Exportwirtschaft möglicherweise als noch härterer Schlag als befürchtet. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte am vergangenen Freitag den Großteil der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unrechtmäßig erklärt. Europa jubelte. Doch der Jubel währte nicht einmal ein Wochenende.
Vom vermeintlichen Sieg zur bitteren Ernüchterung
Denn Trump wäre nicht Trump, wenn er sich von einem Gerichtsurteil aufhalten ließe. Noch am Wochenende kündigte der 47. Präsident der Vereinigten Staaten an, auf Basis einer vom Urteil nicht betroffenen Rechtsgrundlage einen pauschalen Zollsatz von 15 Prozent auf nahezu sämtliche Importe in die USA zu erheben. Und zwar nicht irgendwann, sondern ab sofort. Für deutsche Unternehmen, deren Exporte bislang niedrigeren Zollsätzen unterlagen, bedeutet das eine schlagartige Verteuerung ihrer Produkte auf dem wichtigsten Einzelmarkt der Welt.
Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Gericht spricht Recht, und der Präsident findet binnen Stunden einen alternativen Hebel, um seine protektionistische Agenda fortzusetzen. Die Gewaltenteilung funktioniert – und wird gleichzeitig elegant umschifft. Das ist politisches Handwerk auf höchstem Niveau, auch wenn man die Konsequenzen für verheerend halten mag.
Deutschland im Fadenkreuz des Handelskriegs
Für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft kommt dieser Zollhammer zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Chemiebranche – sie alle sind in erheblichem Maße vom US-Markt abhängig. Und während sich die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz noch sortiert und ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg bringt, das die Steuerzahler auf Generationen hinaus belasten wird, verschärft sich die außenwirtschaftliche Lage dramatisch.
Wo bleibt eigentlich die entschlossene Antwort aus Berlin? Wo die klare Strategie, um deutsche Unternehmen vor den Folgen dieses Handelskriegs zu schützen? Stattdessen hört man aus Brüssel das erwartbare Mantra: „Ein Deal ist ein Deal" – die EU poche auf die Einhaltung bisheriger Handelsabkommen. Als ob Trump sich von solchen Appellen je hätte beeindrucken lassen.
China macht vor, wie Gegenwehr aussieht
Bezeichnend ist, dass Peking deutlich robuster reagiert als die Europäer. China fordert von den USA unmissverständlich die Aufhebung sämtlicher unilateraler Zölle. Xi Jinping empfängt die Regierungschefs des Westens derweil lieber einzeln – eine Strategie des Teilens und Herrschens, die offenbar aufgeht. Während Europa noch debattiert, handelt China.
Der renommierte Ökonom Clemens Fuest bringt es auf den Punkt: Die Unsicherheit für den internationalen Handel erhöhe sich durch diese Entwicklung erneut massiv. Und Unsicherheit ist bekanntlich der größte Feind jeder Investitionsentscheidung.
Physische Werte als Anker in stürmischen Zeiten
In einem solchen Umfeld – geprägt von eskalierenden Handelskonflikten, geopolitischen Spannungen und einer Bundesregierung, die mit schuldenfinanzierten Megapaketen die Inflation weiter anfacht – drängt sich die Frage auf, wie Anleger ihr Vermögen schützen können. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt. Gerade wenn Papierwährungen durch politische Entscheidungen unter Druck geraten und Handelsströme durch Zollmauern umgelenkt werden, bieten sie eine Stabilität, die kein Gerichtsurteil und kein Präsidentenerlass erschüttern kann.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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