
Absturz auf 19 Prozent: Merz' Union erlebt ihren schwärzesten Moment

Die Kanzlerpartei fällt weiter. Im aktuellen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ kommen CDU und CSU nur noch auf 19 Prozent. Das ist ihr schlechtester Wert in dieser Legislaturperiode. Die AfD hält ihre 29 Prozent und liegt damit satte zehn Punkte vor der Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Für die Erhebung hat Insa Medienberichten zufolge zwischen dem 21. und 25. September insgesamt 1.203 Menschen befragt. Gegenüber der Vorwoche verliert die Union einen weiteren Punkt. Ein Ausrutscher ist das nicht. Es sieht eher nach einem Trend aus, der sich festsetzt.
Die Zahlen im Überblick
- AfD: 29 Prozent (unverändert)
- CDU/CSU: 19 Prozent (−1)
- Grüne: 15 Prozent (+1)
- SPD: 14 Prozent (+1)
- Linke: 10 Prozent (−1)
- FDP: 4 Prozent
- BSW: 3 Prozent
- Sonstige: 6 Prozent
FDP und BSW würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Zusammen mit den sonstigen Parteien fallen damit 13 Prozent der Stimmen unter den Tisch. Die Folge: Schon mit rund 44 Prozent ließe sich eine parlamentarische Mehrheit bilden.
Vom Wahlsieger zum Sorgenkind
Blicken wir zurück. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 holte die Union noch 28,5 Prozent. Merz zog als strahlender Sieger ins Kanzleramt ein. Er versprach einen Politikwechsel, eine Asylwende und vor allem solide Finanzen. Gut anderthalb Jahre später sind rund ein Drittel dieser Wähler weg. Was ist passiert?
Aus Sicht vieler Kritiker hat der Kanzler seinen wichtigsten Kredit verspielt: die Glaubwürdigkeit. Vor der Wahl hatte Merz Haushaltsdisziplin versprochen. Danach kam ein 500-Milliarden-Sondervermögen, dazu die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045. Die Rechnung für diesen Schuldenberg zahlen die Bürger, über Steuern, Abgaben und am Ende über die Kaufkraft ihres Geldes.
Andere Institute kommen zu ähnlich düsteren Ergebnissen. In einer YouGov-Erhebung lag die Union Berichten zufolge sogar nur bei 18 Prozent. In einer früheren Insa-Umfrage hielten lediglich 14 Prozent der Befragten Merz noch für den richtigen Kanzler, 78 Prozent verneinten das. Selbst unter den Unionswählern soll eine Mehrheit von 58 Prozent gegen ihn gewesen sein.
Die SPD profitiert, die Union zahlt
Bitter für die CDU: Ausgerechnet der Koalitionspartner SPD unter Vizekanzler Lars Klingbeil legt zu. Auch die Grünen erreichen einen Höchstwert. SPD, Grüne und Linke kommen zusammen auf 39 Prozent. Laut dem Bericht ist das der beste Wert dieses Lagers in der laufenden Legislaturperiode.
Beobachter sehen darin ein vertrautes Muster. Die Union regiert, die Sozialdemokraten setzen ihre Themen durch, und bestraft wird der größere Partner. Schwarz-Rot käme nach diesen Zahlen nur noch auf 33 Prozent und hätte damit keine eigene Mehrheit mehr.
Die Landtagswahlen als Brandbeschleuniger
Der Absturz folgt auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In Sachsen-Anhalt gewann die AfD Medienberichten zufolge mit großem Vorsprung vor der CDU. CSU-Chef Markus Söder soll danach von einer Denkzettelwahl gesprochen haben, die vor allem mit Berlin zu tun habe. Er habe die Bundesregierung aufgefordert, deutlich zuzulegen.
Und jetzt?
Klar ist: Eine Umfrage ist kein Wahlergebnis. Sie zeigt nur die Stimmung. Doch diese Stimmung ist eindeutig, und sie kippt seit Monaten in dieselbe Richtung. Die Brandmauer zur AfD bleibt bestehen, die Union hängt am Tropf der SPD, und das Vertrauen der Bürger schwindet. Für eine Partei, die sich als Kraft der Mitte, der Leistung und der Stabilität versteht, ist das ein Alarmsignal.
Politische Unsicherheit, wachsende Staatsschulden und die Frage, wer die Zeche am Ende zahlt, beschäftigen immer mehr Sparer. Viele setzen deshalb auf Werte, die keine Wahlperiode und kein Koalitionsstreit entwertet. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle Absicherung sein.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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