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Kettner Edelmetalle
06.08.2026
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Absturz in Rekordzeit: Indonesiens starker Mann verliert 30 Prozentpunkte – und die Lektion gilt auch für Berlin

Absturz in Rekordzeit: Indonesiens starker Mann verliert 30 Prozentpunkte – und die Lektion gilt auch für Berlin
Symbolbild: KI-generiert

Es gibt Zahlen, die brauchen keine Interpretation. 81,2 Prozent im November. 66,4 Prozent im März. Und nun, im Juli, gerade noch 51,1 Prozent. Indonesiens Präsident Prabowo Subianto hat innerhalb von acht Monaten rund dreißig Prozentpunkte an Zustimmung verloren – ein politischer Sturzflug, wie er in einer Demokratie selten so schonungslos dokumentiert wird. Die Unzufriedenheit mit seiner Amtsführung kletterte im selben Zeitraum von 16 auf knapp 47 Prozent. Erhoben wurde das Ganze von einem indonesischen Meinungsforschungsinstitut, das zwischen dem 5. und 19. Juli 749 Bürger befragte.

Wenn die Statistik glänzt, der Kühlschrank aber leer bleibt

Analysten führen den Vertrauensverlust auf eine Kluft zurück, die man in Europa nur allzu gut kennt: Auf dem Papier wächst die Wirtschaft ordentlich, im Portemonnaie der Menschen kommt davon nichts an. Preise, Arbeitsplätze, Kaufkraft – das seien die Themen, an denen sich die Enttäuschung entzünde, heißt es. Der Chef des Instituts erklärte bei der Vorstellung der Umfrage, der Rückgang der Zufriedenheit hänge eng mit der schwindenden positiven Stimmung gegenüber Wirtschaft, Politik und Rechtsdurchsetzung zusammen.

Man muss kein Ökonom sein, um die Mechanik zu durchschauen. Prabowo trat im Oktober 2024 mit dem Versprechen an, schneller zu wachsen, die Souveränität des Landes zu stärken und gewaltige Sozialprogramme aufzulegen. Kostenlose Schulmahlzeiten für Millionen Kinder, Dorf-Genossenschaften, staatliche Wohlfahrtsarchitektur im XXL-Format. Solche Programme klingen auf Wahlplakaten wunderbar. Sie kosten allerdings Geld – Geld, das entweder aus Steuern, aus Schulden oder aus der Notenpresse stammt. Und alle drei Varianten schlagen früher oder später beim Bürger auf: als höhere Abgaben, als Inflation, als schwindende Kaufkraft.

Ein Herausforderer, der aus dem Nichts kommt

Besonders bitter für den Präsidenten dürfte ein anderer Befund sein: Fände heute eine Präsidentschaftswahl statt, würde Prabowo laut der Erhebung mit lediglich 14,5 Prozent hinter dem Gouverneur von Westjava, Dedi Mulyadi, landen, der auf 35 Prozent käme. Ein Regionalpolitiker düpiert also den einst übermächtigen Amtsinhaber. Wer politische Umbrüche in Südostasien beobachtet hat, weiß: Solche Verschiebungen können sich rasend schnell verfestigen.

Die deutsche Parallele, über die niemand sprechen will

Nun ließe sich sagen: Was geht uns Jakarta an? Eine ganze Menge. Denn das Muster ist universell. Eine Regierung verspricht Wohlstand per Dekret, finanziert milliardenschwere Programme auf Pump und wundert sich dann, warum die Menschen an der Supermarktkasse keine Dankbarkeit empfinden. In Berlin heißt dieses Muster derzeit „Sondervermögen“ – 500 Milliarden Euro für Infrastruktur, dazu eine im Grundgesetz zementierte Klimaneutralität bis 2045. Ein Kanzler, der im Wahlkampf keine neuen Schulden versprach, hat die größte Kreditaufnahme der Nachkriegsgeschichte auf den Weg gebracht. Man darf gespannt sein, wie sich die Zustimmungswerte der Großen Koalition entwickeln, wenn die Zinslast auf die Steuerzahler durchschlägt.

Politische Popularität ist eine Währung, die noch schneller entwertet werden kann als Papiergeld. Beides hat denselben Grund: zu viele Versprechen, zu wenig Deckung.

Was bleibt, wenn Vertrauen verdampft

Der indonesische Fall zeigt exemplarisch, wie fragil das Fundament staatlicher Wohlfahrtsversprechen sein kann. Regierungen kommen und gehen, Umfragewerte steigen und fallen, Währungen werden gedruckt und entwertet. Wer sein Vermögen ausschließlich auf das Wohlwollen politischer Akteure baut, baut auf Sand. Physische Edelmetalle – Gold und Silber in der eigenen Hand – kennen keine Legislaturperiode, keine Umfragewerte und keinen Koalitionsvertrag. Sie sind seit Jahrtausenden das, was übrig bleibt, wenn Vertrauen in Institutionen verdampft. Eine sinnvolle Ergänzung für jedes breit gestreute Portfolio, gerade in Zeiten, in denen Politiker rund um den Globus mit fremdem Geld Wahlgeschenke verteilen.

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Es handelt sich weder um eine Kauf- noch um eine Verkaufsempfehlung für Finanzinstrumente oder Sachwerte jeglicher Art. Jede Anlageentscheidung erfordert eine eigenständige, sorgfältige Prüfung und liegt allein in der Verantwortung des Anlegers. Für Verluste, die aus Entscheidungen auf Grundlage dieses Textes entstehen, wird keine Haftung übernommen. Bei individuellen Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Steuer- oder Rechtsberater.

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