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Kettner Edelmetalle
21.04.2026
16:59 Uhr

Angriff aus Fernost: Chinas Autobauer zerlegen die deutsche Premium-Krone

Angriff aus Fernost: Chinas Autobauer zerlegen die deutsche Premium-Krone

Was sich derzeit auf der Bühne der Pekinger Automesse abspielt, kommt einem industriepolitischen Erdbeben gleich. Chinas Fahrzeughersteller, lange Zeit als Billiganbieter belächelt, haben die Krallen ausgefahren. Ihr Ziel: die Premium-Kundschaft von Porsche, Mercedes-Benz und BMW. Und dieses Ziel verfolgen sie mit einer Mischung aus technologischer Überlegenheit und einer Preispolitik, die den deutschen Traditionskonzernen den kalten Schweiß auf die Stirn treibt.

Vom Preiskampf zum Wertekampf

Nach Jahren eines ruinösen Preiskrieges im heimischen Markt haben die chinesischen Hersteller die Strategie gewechselt. Marken wie Geely und Nio werfen nun hochwertige Elektromodelle auf den Markt, deren Ausstattung das anbietet, was bei deutschen Premiumherstellern noch in der Aufpreisliste versteckt wird – und das zu einem Bruchteil des Preises. Bo Yu, Länderchefin der Forschungsfirma JATO Dynamics für Großchina, bringt es pointiert auf den Punkt: Der Preiskampf sei zu einem Kampf um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis geworden.

Die Zahlen sind für die deutsche Autoindustrie ein Albtraum in Zeitlupe. Laut S&P Global Mobility sind die kumulierten Verkäufe deutscher Hersteller in China um fast 25 Prozent eingebrochen – von 5,1 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2019 auf nur noch 3,85 Millionen. Mercedes-Benz, BMW, Porsche und Audi verzeichneten allesamt Rückgänge im ersten Quartal. Und die Pekinger Messe wird diesen Druck weiter erhöhen: 181 Modelle und 71 Konzeptfahrzeuge feiern Premiere, darunter eine regelrechte Flut großer, luxuriöser SUVs der sogenannten „9er-Serie", wie Cui Dongshu, Generalsekretär der China Passenger Car Association, berichtet.

Der neue König der Straße

Wie ernst die Lage ist, zeigt der Auftritt von Geelys Premium-Tochter Zeekr. Das vergangene Woche vorgestellte Modell 8X, ein Plug-in-Hybrid-SUV in Full-Size-Ausführung, strotzt nur so vor technischen Spielereien: Das Fahrzeug könne sich vor einem drohenden Seitenaufprall anheben, um die Insassen zu schützen. Stehe der Wagen eng eingeparkt, genüge ein Winken, und er manövriere sich selbstständig aus der Lücke. Preis für dieses technologische Schaustück: unter 53.000 US-Dollar.

Zum Vergleich: Ein Porsche Cayenne startet bei rund 135.000 Dollar, der BMW M5 gar bei 205.000 Dollar. In einem Werbevideo lässt Geely den 8X beide deutschen Konkurrenten in Beschleunigungsduellen alt aussehen. „Das ist der neue König der Straße", verkündete Geely-CEO Gan Jiayue selbstbewusst vor Publikum in Ningbo.

Warum die deutsche Politik mitverantwortlich ist

Man muss die Frage stellen dürfen: Wie konnte es soweit kommen? Die Antwort liegt zu einem erheblichen Teil in der verfehlten Industriepolitik der vergangenen Jahre. Während deutsche Politiker – allen voran die ideologiegetriebenen Grünen – der Autoindustrie das Verbrenner-Aus aufzwangen und die Hersteller in einen Elektro-Zwang pressten, hat China jahrzehntelang gezielt in Batterietechnologie, Software und eine industrielle Infrastruktur investiert. Das Ergebnis: Während deutsche Ingenieure damit beschäftigt waren, CO2-Grenzwerte zu erfüllen, hat Peking den Vorsprung bei Elektromobilität ausgebaut.

Hinzu kommen exorbitante Energiepreise in Deutschland, eine erdrückende Bürokratie und eine Steuerlast, die jede Innovation im Keim erstickt. Dass die neue Große Koalition unter Friedrich Merz nun ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen aufgelegt und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert hat, dürfte die Situation kaum verbessern – im Gegenteil. Die Schuldenpolitik treibt die Inflation, belastet kommende Generationen und lenkt gleichzeitig Kapital in ideologisch gewollte Projekte statt in marktwirtschaftliche Innovation.

Was vor fünf Jahren undenkbar war

Die Verschiebung der Konsumentenwünsche verschärft die Lage zusätzlich. Das Durchschnittsalter des chinesischen Autokäufers sei von 30 auf über 40 Jahre gestiegen, berichtet der CPCA-Generalsekretär. Familien verlangten nach größeren Premiummodellen, während jüngere Käufer mit dem Traditionsbonus deutscher Marken – das Herzstück ihrer Stärke in Europa – schlicht nichts mehr anzufangen wüssten. Die deutschen Marken blieben in der Vergangenheit verhaftet, während chinesische Konsumenten die Zukunft umarmen wollten, so Bo von JATO Dynamics.

Der Autokonsultant Felipe Munoz wagt eine düstere Prognose: Noch vor fünf Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass chinesische Verbraucher einheimische Premiummodelle den deutschen Konkurrenten vorzögen. Nun werde es für ausländische Luxus- und Premiummarken in China immer schwieriger, zu überleben. Ob sich dieser Trend auch außerhalb Chinas fortsetze, sei die große Frage. In Europa genössen deutsche Premiummarken noch immer den Ruf höchster Qualität – „das zu ändern wird schwer", so Munoz.

Was bleibt dem Anleger?

Der Niedergang der deutschen Automobilindustrie ist mehr als nur ein Branchenproblem – er ist ein Symptom für den industriellen Abstieg eines ganzen Landes. Wer sein Vermögen allein auf deutschen Aktien oder dem Schicksal einzelner Konzerne aufbaut, setzt auf ein Pferd, das gerade lahmt. In Zeiten, in denen politische Fehlentscheidungen, Schuldenberge und geopolitische Verwerfungen die Fundamente klassischer Anlageklassen erschüttern, gewinnt die jahrtausendealte Währung zunehmend an Bedeutung: physisches Gold und Silber. Edelmetalle kennen keine CEO-Skandale, keine Bilanzakrobatik und keine ideologisch motivierten Verbote. Sie sind das, was bleibt, wenn Konzerne fallen und Währungen wackeln – ein solider Baustein in jedem breit gestreuten Portfolio zur Vermögenssicherung.

Hinweis: Dieser Artikel gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir empfehlen jedem Leser, sich eigenständig zu informieren und seine Anlageentscheidungen selbst zu verantworten. Für Verluste oder Schäden, die aus den hier dargestellten Informationen resultieren könnten, übernehmen wir keine Haftung.

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