
Antisemitischer Angriff in Leipzig: Zehn- und Elfjährige als Intensivtäter identifiziert

Was sich am gestrigen Tag in Leipzig ereignete, lässt tief blicken in den Zustand unserer Gesellschaft. Kinder – wohlgemerkt Kinder im Alter von zehn und elf Jahren – haben ein koscheres Café in der sächsischen Metropole attackiert. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Volksverhetzung. Doch das eigentlich Erschreckende an diesem Fall ist nicht nur die Tat selbst, sondern die Tatsache, dass zwei der Tatverdächtigen bereits als jugendliche Intensivtäter polizeibekannt sind.
Der Ablauf des Angriffs
Eine 46-jährige Mitarbeiterin des Kaffeehauses beobachtete zunächst, wie zwei Kinder eine am Café angebrachte israelische Fahne entwendeten. Als sie die beiden darauf ansprach, gaben diese die Fahne zwar zurück – doch damit war die Sache keineswegs erledigt. Kurze Zeit später kehrten die beiden mit Verstärkung zurück: Sechs weitere Kinder und Jugendliche begleiteten sie nun.
Was dann folgte, kann nur als koordinierter Angriff bezeichnet werden. Die Gruppe warf gefüllte Plastikflaschen in Richtung der Mitarbeiterin, wobei diese am Bein verletzt wurde. Während des Angriffs äußerten sich die Täter laut Polizeiangaben in volksverhetzender Weise. Damit nicht genug: Die Kinder versuchten anschließend, in das Café einzudringen und schlugen dabei mit einem Aufsteller gegen eine Scheibe. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund hundert Euro.
Videoaufzeichnungen überführen die Täter
Dank vorhandener Videoaufzeichnungen konnten Polizeibeamte zwei der Tatverdächtigen identifizieren. Die Erkenntnis, dass es sich bei den zehn- und elfjährigen Kindern um bereits bekannte Intensivtäter handelt, wirft fundamentale Fragen auf. Wie kann es sein, dass Kinder in diesem Alter bereits eine derart kriminelle Karriere vorweisen? Wo sind die Eltern? Wo versagt der Staat?
Ein Symptom tiefgreifender gesellschaftlicher Probleme
Dieser Vorfall reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von antisemitischen Übergriffen in Deutschland. Die Hemmschwelle sinkt, die Täter werden immer jünger, und die Behörden scheinen machtlos. Es ist ein Armutszeugnis für unser Land, dass jüdische Einrichtungen im Jahr 2026 noch immer Ziel von Angriffen werden – und dass die Täter Kinder sind, die offensichtlich weder von ihren Familien noch vom Staat auf den rechten Weg gebracht werden konnten.
Die jahrelange Vernachlässigung von Integration, die Verharmlosung von Jugendkriminalität und das Wegschauen bei kulturell bedingtem Antisemitismus rächen sich nun bitter. Es ist höchste Zeit, dass die Politik endlich handelt und nicht länger die Augen vor den Realitäten verschließt. Denn wenn bereits Zehnjährige als Intensivtäter geführt werden und antisemitische Angriffe verüben, dann ist etwas fundamental schiefgelaufen in diesem Land.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und welche Konsequenzen die minderjährigen Täter zu erwarten haben, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung lehrt jedoch: Bei Strafunmündigen unter 14 Jahren sind die rechtlichen Möglichkeiten begrenzt. Ein Umstand, der dringend einer politischen Debatte bedarf.
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