
Bayerns Gewaltstatistik: Syrer fast 17-mal häufiger tatverdächtig

München, 9. September 2026. Neue Zahlen aus dem bayerischen Innenministerium legen einen brisanten Befund offen: Bei Gewaltdelikten wurden syrische Staatsangehörige im Jahr 2025 rechnerisch fast 17-mal so häufig als Tatverdächtige registriert wie Deutsche. Die Daten stammen aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag.
Der Schlüsselwert heißt Tatverdächtigenbelastungszahl, kurz TVBZ. Sie zeigt, wie viele Tatverdächtige pro 100.000 Menschen einer Bevölkerungsgruppe ermittelt wurden – und macht damit Gruppen unterschiedlicher Größe vergleichbar.
106 gegen 1.707: Der Abstand wächst
Bei Deutschen lag die TVBZ für Gewaltkriminalität laut den Angaben bei 106. Bei Syrern bei 1.707, bei Afghanen knapp darunter – rund 15-mal so hoch wie bei Deutschen. Auch andere Gruppen liegen deutlich über dem deutschen Wert: Ukrainer bei 555, Türken bei 445, Rumänen bei 435.
Besonders bemerkenswert ist die Dynamik. Im Jahr 2024 lag der syrische Wert noch bei 1.389 – ein Zuwachs von rund 23 Prozent binnen eines Jahres. Bei Deutschen blieb die Zahl mit einem minimalen Rückgang praktisch konstant. Bundesweit ergibt sich ein fast identisches Bild: Nach Angaben der Bundesregierung erreichten Syrer 2025 eine TVBZ von 1.722, Afghanen von 1.508.
20.367 Tatverdächtige – knapp die Hälfte ohne deutschen Pass
Medienberichten zufolge registrierte die bayerische Polizei bei Gewaltdelikten insgesamt 20.367 Tatverdächtige. Rund 47 Prozent von ihnen hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit – bei einem Ausländeranteil, der weit darunter liegt.
Die größte Einzelgruppe unter den nichtdeutschen Verdächtigen kam demselben Bericht zufolge aus Syrien (1.284), gefolgt von Türken (799), Ukrainern (797), Afghanen (784) und Rumänen (687). Bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung wurden 16.924 Tatverdächtige erfasst, knapp 8.000 davon ohne deutschen Pass.
Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich um Tatverdächtige, nicht um verurteilte Täter. Für jeden Einzelnen gilt die Unschuldsvermutung. Die Staatsregierung weist zudem darauf hin, dass sie TVBZ nur für Nationalitäten mit mehr als 100.000 Personen in Bayern berechne, weil die Hochrechnung bei kleinen Gruppen statistisch unsauber werde. Kritiker der Zahlen verweisen außerdem darauf, dass es keine Bereinigung nach Alter und Geschlecht gebe – junge Männer seien in Migrationsgruppen überproportional vertreten. Der Abstand schrumpft dadurch, verschwindet aber nicht.
„Importiertes Phänomen“ – und eine unbequeme Debatte
Der AfD-Abgeordnete Martin Böhm, der die Anfrage gestellt hatte, wertet die Daten scharf. Gegenüber Medien erklärte er, Gewaltkriminalität in Bayern sei in „viel zu hohem Maße“ ein importiertes Phänomen.
„Da hilft keine Beschönigung und keine Verharmlosung, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.“
Seine Fraktion fordert laut dem Bericht konsequentes Durchgreifen der Justiz, ein Ende von Masseneinbürgerungen und die Rückführung ausländischer Gewaltverbrecher.
Sicherheit ist kein Gefühl, sondern Staatsaufgabe
Aus Sicht unserer Redaktion ist der eigentliche Skandal nicht die Statistik, sondern der jahrelange Reflex, solche Daten kleinzureden. Wer Bürgern erklärt, ihr Unsicherheitsgefühl sei überwiegend ein Medienproblem, verliert Vertrauen – zu Recht.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist bundesweit Rekordwerte und einen kräftigen Anstieg bei Messerangriffen aus. Für viele Bürger ist das keine Debatte über Tabellen, sondern über den Nachhauseweg am Bahnhof. Wer Zuwanderung jahrelang ohne wirksame Steuerung, ohne konsequente Rückführung und ohne funktionierende Grenzkontrollen organisiert hat, muss sich diese Fragen gefallen lassen. Ein Rechtsstaat, der seine Regeln nicht durchsetzt, verliert am Ende beides: Sicherheit und Glaubwürdigkeit.
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