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Kettner Edelmetalle
21.01.2026
09:17 Uhr

Berliner Bildungspolitik kapituliert: Detaillierte Deutschnoten werden abgeschafft

Was sich wie ein schlechter Scherz anhört, ist bittere Realität in der deutschen Hauptstadt: Die Berliner Senatsbildungsverwaltung schafft kurzerhand die differenzierten Teilbewertungen im Fach Deutsch auf Grundschulzeugnissen ab. Statt einer transparenten Aufschlüsselung der sprachlichen Kompetenzen erhalten Eltern künftig nur noch eine einzige, nichtssagende Gesamtnote. Ein weiterer Sargnagel für das ohnehin marode deutsche Bildungssystem.

Vom Vorzeigeland zum Bildungsnotstand

Die Änderung, die bereits mit den Halbjahreszeugnissen am 30. Januar 2026 in Kraft tritt, betrifft die Klassenstufen 3 bis 6. Bisher konnten Eltern auf dem Zeugnis ihrer Kinder genau ablesen, wie es um die einzelnen Sprachkompetenzen bestellt ist: mündliche Leistungen, das Verfassen von Texten, Rechtschreibung, sprachbezogenes Wissen sowie Lesen und der Umgang mit Medien wurden separat bewertet. Diese Differenzierung war einst eingeführt worden, um gezielt erkennen zu können, wo ein Kind Unterstützung benötigt.

Doch damit ist nun Schluss. Die offizielle Begründung der Senatsverwaltung klingt wie Hohn in den Ohren besorgter Eltern: Man wolle die Lehrkräfte bei der Zeugniserstellung "entlasten" und die Dokumente "verschlanken". Als ob weniger Information automatisch bessere Bildung bedeuten würde! Die detaillierte Rückmeldung zu den einzelnen Kompetenzen soll künftig "im laufenden Lernprozess und in Gesprächen" erfolgen – eine Formulierung, die nach bürokratischer Kapitulation riecht.

Der wahre Grund: Ein "heterogener" Hintergrund

Zwischen den Zeilen lässt sich der eigentliche Beweggrund erahnen. Die Differenzierung der Zeugnisse war ursprünglich in Berlin aufgrund des hohen Anteils von Kindern mit Migrationshintergrund und des damit verbundenen höheren Förderbedarfs eingeführt worden. Viele Eltern hatten diese Transparenz begrüßt, weil sie endlich schwarz auf weiß sehen konnten, wo ihre Kinder stehen.

Nun wird diese Transparenz wieder abgeschafft. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu vermuten, dass hier unbequeme Wahrheiten unter den Teppich gekehrt werden sollen. Wenn die Deutschkenntnisse eines erheblichen Teils der Schülerschaft mangelhaft sind, ist es natürlich einfacher, die Messlatte zu senken, als das eigentliche Problem anzugehen. Nicht die Symptome behandeln, sondern die Diagnose abschaffen – so könnte man die Berliner Bildungsstrategie zusammenfassen.

Chaos an den Schulen, Frust bei den Eltern

Die kurzfristige Umstellung sorgt verständlicherweise für erhebliche Irritationen. Elternvertreter berichten von weit verbreitetem Unverständnis in den Familien. Die Begründung sei zunächst nicht transparent gewesen, und selbst viele Lehrkräfte hätten kaum Informationen erhalten. Mehrere Grundschulen sahen sich gezwungen, Eltern in hastigen Schreiben über eine "Weisung aus der Bildungsverwaltung" zu informieren und rechneten mit zahlreichen Rückfragen.

Zeitweise herrschte sogar Unklarheit darüber, wie die Zeugnisse formal auszustellen seien. Ein Armutszeugnis für die Verwaltung, das seinesgleichen sucht. Während man in anderen Bundesländern noch versucht, Bildungsstandards hochzuhalten, scheint Berlin den umgekehrten Weg zu gehen: Wenn die Schüler die Standards nicht erreichen können, werden eben die Standards gesenkt.

Ein Symptom des allgemeinen Verfalls

Diese Entwicklung fügt sich nahtlos in das Gesamtbild einer Hauptstadt ein, die in vielen Bereichen den Anschluss verloren hat. Ob marode Infrastruktur, überlastete Behörden oder eben ein Bildungssystem, das vor den Herausforderungen der Realität kapituliert – Berlin ist längst zum Sinnbild deutscher Misswirtschaft geworden. Und wer zahlt die Zeche? Die Kinder, denen eine fundierte Bildung vorenthalten wird, und die Eltern, die im Dunkeln gelassen werden.

Die Senatsverwaltung betont zwar, dass sich am Rahmenlehrplan nichts ändere. Doch was nützt ein Lehrplan, wenn die Ergebnisse seiner Umsetzung nicht mehr transparent dokumentiert werden? Die Empfehlung, Eltern sollten "gezielt nachfragen" und in Gesprächen die Entwicklung ihres Kindes erfragen, wirkt wie blanker Hohn. Wie sollen Eltern, die selbst der deutschen Sprache nicht mächtig sind, solche Gespräche führen? Und wie sollen überlastete Lehrkräfte die Zeit für individuelle Beratungsgespräche mit allen Eltern finden?

Deutschland auf dem Weg nach unten

Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als die schleichende Demontage eines einst vorbildlichen Bildungssystems. Deutschland, das Land der Dichter und Denker, macht sich auf den Weg zum Land der Analphabeten. Und die politisch Verantwortlichen? Sie reden von "Entlastung" und "Verschlankung", während sie in Wahrheit die Augen vor den Konsequenzen ihrer verfehlten Politik verschließen.

Es ist höchste Zeit, dass die Bürger dieses Landes aufwachen und erkennen, wohin die Reise geht. Bildung ist das Fundament einer funktionierenden Gesellschaft. Wer dieses Fundament untergräbt, gefährdet die Zukunft ganzer Generationen. Berlin macht es vor – und der Rest der Republik sollte sich fragen, ob er diesem Beispiel wirklich folgen will.

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