
Bessent führt Strichliste: China zum dritten Mal als „unzuverlässiger Partner" entlarvt

Während die Welt mit den Folgen der Energiekrise am Persischen Golf ringt, spielt Peking offenbar sein ganz eigenes Spiel – und US-Finanzminister Scott Bessent hat genug davon. In einer bemerkenswert deutlichen Pressekonferenz am Dienstag rechnete Bessent mit dem Verhalten der Volksrepublik ab und erklärte, China habe sich nun zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren als „unzuverlässiger globaler Partner" erwiesen.
Vom Masken-Horten bis zum Öl-Rausch
Die Anklage des Finanzministers liest sich wie ein Sündenregister geopolitischer Rücksichtslosigkeit. Erstens: Während der COVID-Pandemie habe China medizinische Produkte gehortet, statt sie mit der Welt zu teilen – eine Strategie, die damals Krankenhäuser rund um den Globus in die Verzweiflung trieb. Zweitens: Im vergangenen Jahr habe Peking Seltene Erden als Waffe im Handelskonflikt mit den USA eingesetzt, was amerikanische Lieferketten empfindlich störte und sogar Produktionslinien bei Unternehmen wie Ford vorübergehend zum Stillstand brachte.
Und nun, drittens, der jüngste Streich: Während die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran eine globale Versorgungskrise auslöste und die Internationale Energieagentur (IEA) alle Staaten zur koordinierten Freigabe von Reserven aufrief, kaufte China weiter Tankerladung um Tankerladung Rohöl zusammen. Und das, obwohl Pekings strategische Erdölreserve laut Reuters bereits annähernd so groß sein soll wie die gesamte Reserve aller 32 IEA-Mitgliedsstaaten zusammen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein einzelnes Land hortet so viel Öl wie eine ganze Allianz westlicher Industrienationen – und kauft munter weiter.
Peking dreht den Hahn zu
Doch damit nicht genug. Bessent wies darauf hin, dass China nicht nur Rohöl in rauen Mengen aufkaufe, sondern gleichzeitig den Export von Raffinerieprodukten eingeschränkt habe. „Sie kaufen weiter, sie horten, und sie haben den Export vieler Produkte eingestellt", fasste der Finanzminister die Lage zusammen. Eine Strategie, die man getrost als ökonomische Kriegsführung bezeichnen darf – auf dem Rücken jener Entwicklungsländer in Afrika und Asien, die ohnehin schon unter explodierenden Energiepreisen ächzen.
IEA-Chef Fatih Birol hatte bereits vergangene Woche in einem Interview mit der Financial Times eindringlich davor gewarnt, dass Exportverbote und Panikkäufe die Krise dramatisch verschärfen würden. Er sei dabei „vorsichtig gewesen, China nicht direkt beim Namen zu nennen", wie die FT bemerkte – doch an wen sich die Warnung richtete, dürfte jedem klar gewesen sein.
Militärische Blockade als Druckmittel
Besonders brisant: Bessent deutete an, dass die US-Militärblockade der Straße von Hormus sicherstellen werde, dass keine chinesischen Tanker oder andere Schiffe die Meerenge passieren könnten. „Sie werden ihr Öl nicht bekommen können. Sie können Öl bekommen – aber kein iranisches Öl", so der Finanzminister mit kaum verhüllter Schärfe. Eine Aussage, die das geopolitische Kräftemessen zwischen Washington und Peking auf eine neue Eskalationsstufe hebt.
Trump-Xi-Treffen auf der Kippe?
Ob diese Spannungen das geplante Treffen zwischen Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping gefährden, wollte Bessent nicht kommentieren. Das Treffen, das ursprünglich früher stattfinden sollte, sei auf Mitte Mai verschoben worden. „Ich denke, die Botschaft des Besuchs ist Stabilität. Wir hatten seit letztem Sommer große Stabilität in der Beziehung; das geht von oben nach unten", erklärte er diplomatisch. Kommunikation sei der Schlüssel.
Man darf diese Worte durchaus als das lesen, was sie sind: eine dünne Schicht diplomatischer Höflichkeit über einem brodelnden Vulkan geopolitischer Konfrontation. Denn die Strichliste des Finanzministers steht bei drei – und niemand weiß, welche Konsequenzen Washington bei Punkt vier ziehen wird.
Was Europa daraus lernen sollte
Für Deutschland und Europa sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die naive Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten – ob bei Seltenen Erden, Medizinprodukten oder Energierohstoffen – rächt sich in jeder Krise aufs Neue. Während die USA unter Trump zumindest den Mut aufbringen, Peking offen zu konfrontieren, taumelt die europäische Außenpolitik weiterhin zwischen Beschwichtigung und Ratlosigkeit. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wäre gut beraten, aus den amerikanischen Erfahrungen zu lernen und die strategische Souveränität Deutschlands endlich ernst zu nehmen – statt weiterhin auf die Gutmütigkeit eines Partners zu setzen, der nachweislich dreimal in fünf Jahren seine Unzuverlässigkeit unter Beweis gestellt hat.
In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Vermögenswerte unverzichtbar sind. Wenn Energiemärkte erschüttert werden, Lieferketten zusammenbrechen und Großmächte ihre Ressourcen als Waffen einsetzen, bieten Edelmetalle jene Stabilität, die weder Papiergeld noch digitale Versprechen garantieren können.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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