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Kettner Edelmetalle
23.07.2026
06:06 Uhr

Blackout mit Ansage: Wenn zwei Professoren aussprechen, was die Energiewende-Ideologen nicht hören wollen

Blackout mit Ansage: Wenn zwei Professoren aussprechen, was die Energiewende-Ideologen nicht hören wollen

Es ist eine Warnung, die in Berlin wohl niemand hören möchte – dabei kommt sie von genau jenen Fachleuten, die man dort eigentlich ernst nehmen müsste. Zwei renommierte Professoren der Energiewirtschaft fordern nichts Geringeres als eine Vollbremsung: Ein Moratorium beim weiteren Ausbau von Windkraft und Photovoltaik, verbunden mit einem sofortigen Stopp weiterer Kraftwerksabschaltungen. Und zwar so lange, bis Netze, Speicher und steuerbare Ersatzleistung tatsächlich einsatzbereit sind. Klingt vernünftig? Ist es auch. Doch genau deshalb dürfte diese Botschaft im grün gefärbten Politikbetrieb der vergangenen Jahre wie ein Störfeuer wirken.

Wer sind die beiden Mahner?

Michael Beckmann leitet den Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik an der Technischen Universität Dresden. Mario Schenk lehrt Hochspannungstechnik und elektrische Anlagen an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Keine Verschwörungstheoretiker, keine Stammtischpropheten – sondern Wissenschaftler, die den Kern des Problems benennen. Im Interview mit der „Welt“ ordneten sie die Energiewende den Entwicklungsstufen vier bis sechs von insgesamt neun zu. Übersetzt für alle, die nicht in Reifegraden denken: Das gesamte Projekt sei noch längst nicht ausgereift.

„Aus meiner Sicht sollte man die Abschaltung regelbarer, oft abgeschriebener Kraftwerke sofort stoppen.“ – Professor Mario Schenk

Schenk halte Kraftwerksabschaltungen ohne verfügbare Ersatzleistung schlicht für volkswirtschaftlich falsch. Man muss kein Ingenieur sein, um diese Logik zu verstehen: Wer sein altes Auto verschrottet, bevor das neue vor der Tür steht, steht am Ende zu Fuß da. Genau so agiert Deutschland seit Jahren in seiner Energiepolitik.

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Für den kommenden Winter 2026/2027 benötigt die Bundesrepublik laut Bundesnetzagentur eine Netzreserve von sagenhaften 7.407 Megawatt. Davon sollen 4.742 Megawatt aus deutschen Reservekraftwerken kommen – und die restlichen 2.665 Megawatt ausgerechnet aus dem Ausland. Merken Sie etwas? Ein Land, das einst als Industrienation stolz seinen eigenen Strom erzeugte, muss inzwischen das Licht bei den Nachbarn borgen. Die vielbeschworene Energiesouveränität – dahin.

Auch beim Preis zeigt sich das ganze Elend: Im ersten Quartal 2026 lag der Day-Ahead-Preis bei durchschnittlich 102,17 Euro je Megawattstunde. Gleichzeitig verzeichnete der Markt 172 Viertelstunden mit negativen Preisen. Ein absurdes System, in dem mal zu viel und mal zu wenig Strom vorhanden ist – nur selten das Richtige zur richtigen Zeit.

Ideologie schlägt Physik

Beckmann und Schenk sprechen einen Punkt an, der in der öffentlichen Debatte gern verschwiegen wird: wirtschaftliche Interessen und Förderstrukturen als Treiber politischer Entscheidungen. Wer profitiert eigentlich von diesem hektischen Ausbau, während die Versorgungssicherheit auf der Kippe steht? Die Subventionsempfänger jedenfalls dürften ruhig schlafen. Der kleine Stromkunde und der mittelständische Industriebetrieb hingegen zahlen die Zeche – über explodierende Netzentgelte und Strompreise, die deutsche Unternehmen reihenweise ins Ausland treiben.

Bezeichnend ist auch der Blick auf die tatsächliche Bilanz: Während im ersten Halbjahr 2026 rund 57 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammten, sieht es im gesamten Energiesystem düster aus. 2025 deckten sie gerade einmal 23,8 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs. Wärme, Verkehr und Industrie hängen weiterhin am Tropf fossiler Energieträger. Die stolz verkündete Erfolgsgeschichte entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Zahlenkosmetik.

Was jetzt wirklich nötig wäre

Der Bund plant nun Ausschreibungen für rund zehn Gigawatt Langzeitkapazitäten im September und Dezember 2026, weitere zwei Gigawatt sollen im Mai 2027 folgen. Ein neuer Kapazitätsmarkt soll künftig Verfügbarkeit vergüten. Doch das ist Reparaturbetrieb an einem System, das man erst mutwillig destabilisiert hat. Batteriespeicher mögen kurzfristige Schwankungen glätten – doch bei einer echten Dunkelflaute, wenn wochenlang weder Wind weht noch Sonne scheint, helfen sie herzlich wenig.

Die Forderung der Professoren, Kraftwerksabschaltungen strikt an verfügbare Ersatzleistung zu koppeln, ist nichts anderes als gesunder Menschenverstand – jener Rohstoff, der in der deutschen Energiepolitik zuletzt Mangelware war. Ob der pauschale Ausbaustopp zwingend folgt, mag man diskutieren. Unstrittig aber bleibt: Deutschland braucht endlich einen abgestimmten, ehrlichen Kurs statt ideologischer Kraftakte auf dem Rücken der Bürger.

Fazit: Sicherheit statt blindem Aktionismus

Die Warnung dieser beiden Wissenschaftler sollte ein Weckruf sein. Doch wer glaubt, in Berlin würde man aufwachen, der glaubt vermutlich auch, dass die Netzentgelte im nächsten Winter sinken. Wenn ganze Volkswirtschaften auf Kante genäht werden und die Versorgungssicherheit zum Glücksspiel gerät, dann zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine unabhängige, krisenfeste Absicherung des eigenen Vermögens ist. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein bewährter Anker in unsicheren Zeiten – sie kennen keinen Blackout, keine Dunkelflaute und keine ideologisch getriebene Abschaltung. Als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportfolio bieten sie genau jene Stabilität, die die deutsche Energiepolitik derzeit vermissen lässt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Fachberater.

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