
Britische Wirtschaft im Stillstand: Nullwachstum als Vorbote einer neuen Energiekrise
Die britische Wirtschaft steht still – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wie das Office for National Statistics am Freitag mitteilte, verzeichnete das Vereinigte Königreich im Januar ein Nullwachstum beim Bruttoinlandsprodukt. Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent gerechnet. Stattdessen: Stagnation auf ganzer Linie. Und das Schlimmste daran? Die Zahlen spiegeln noch nicht einmal die verheerenden Auswirkungen des US-Iran-Konflikts wider, der die globalen Energiemärkte seither in Aufruhr versetzt hat.
Ein Land am wirtschaftlichen Tropf
Bereits im Dezember hatte die britische Wirtschaft nur um magere 0,1 Prozent zugelegt. Das letzte Quartal 2025 schloss mit einem ebenso enttäuschenden Wachstum von 0,1 Prozent ab – deutlich unter den Erwartungen. Der dominierende Dienstleistungssektor zeigte im Januar keinerlei Wachstum, die Produktion schrumpfte sogar um 0,1 Prozent. Einzig der Bausektor konnte mit einem Plus von 0,2 Prozent einen Lichtblick bieten – ein schwacher Trost für eine Volkswirtschaft, die einst zu den dynamischsten Europas zählte.
Besonders pikant: Finanzministerin Rachel Reeves hatte noch bei ihrer jüngsten Frühjahrserklärung das Wirtschaftswachstum als Beweis dafür gepriesen, dass die Regierung den „richtigen Wirtschaftsplan für das Land" verfolge. Die nüchternen Zahlen sprechen eine andere Sprache. Man kennt diese Art politischer Selbstbeweihräucherung nur allzu gut – auch diesseits des Ärmelkanals.
Der Iran-Konflikt als Brandbeschleuniger
Was die Lage für Großbritannien nun dramatisch verschärft, ist der Ausbruch des US-Iran-Konflikts. Die militärische Eskalation hat eine massive Rallye bei Öl- und Gaspreisen ausgelöst und trifft Energieimporteure wie das Vereinigte Königreich mit voller Wucht. Die Hypothekenzinsen steigen bereits, die Kreditkosten der Regierung schwanken wild, und die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung durch die Bank of England hat sich praktisch in Luft aufgelöst.
Die Märkte preisen mittlerweile nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 1,83 Prozent für eine Zinssenkung am 19. März ein. Eine Zahl, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Das britische Pfund verlor gegenüber dem US-Dollar 0,4 Prozent – ein weiteres Symptom einer Wirtschaft unter Druck.
Experten warnen vor Stagflation
Sanjay Raja, Chefökonom der Deutschen Bank für Großbritannien, fand deutliche Worte. Die Daten seien „nicht das, was der Arzt verordnet" habe. Man habe mit einem starken Jahresauftakt gerechnet, doch diese Erwartungen hätten sich nun zerschlagen. Der Iran-Konflikt werde als zusätzlicher Gegenwind das britische Wachstum weiter nach unten drücken. Rasant steigende Energiepreise würden die realen verfügbaren Einkommen auffressen und damit Konsum, Investitionen und Einstellungspläne der Unternehmen massiv einschränken.
Noch düsterer fällt die Einschätzung von Suren Thiru aus, dem Chefökonomen des Institute of Chartered Accountants in England and Wales. Jede verbliebene Hoffnung auf eine bevorstehende Zinssenkung sei „erloschen". Der Nahost-Konflikt habe dafür gesorgt, dass jegliche wirtschaftliche Dynamik verdampft sei. Die Energiekrise und die Störungen der Lieferketten drängten Großbritannien in Richtung Stagflation – jener toxischen Mischung aus wirtschaftlicher Stagnation und steigender Inflation, die Notenbanker und Bürger gleichermaßen in Angst und Schrecken versetzt.
Lehren für Deutschland und Europa
Was sich auf der britischen Insel abspielt, sollte auch hierzulande die Alarmglocken schrillen lassen. Deutschland, das unter der neuen Großen Koalition ein gigantisches 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat, ist von einer ähnlichen Energieabhängigkeit geprägt. Die Inflation, die durch schuldenfinanzierte Ausgabenprogramme ohnehin angeheizt wird, könnte durch explodierende Energiepreise einen weiteren Schub erhalten. Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen – ein Versprechen, das bereits gebrochen wurde, bevor die geopolitischen Verwerfungen ihre volle Wirkung entfalten konnten.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie fragil das Fundament moderner Volkswirtschaften ist. Wer sein Vermögen ausschließlich in Papierwerten wie Aktien oder Anleihen hält, setzt sich einem erheblichen Risiko aus. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt. Gerade wenn Stagflation droht, Währungen unter Druck geraten und geopolitische Konflikte die Märkte erschüttern, erweist sich das „barbarische Relikt" Gold als das, was es immer war: der ultimative sichere Hafen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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