
CDU bei 7 Prozent: Holen die Christdemokraten jetzt Merkel zurück?

Vier Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steht die CDU vor einem historischen Debakel. Die letzten Umfragen sehen die Partei bei mageren sieben Prozent – ein Wert, der die Christdemokraten an diesem Sonntag, dem 20. September 2026, gefährlich nah an die Fünf-Prozent-Hürde drückt. In einem konservativen Meinungsmagazin wird deshalb bereits ein Szenario durchgespielt, das viele Leser als Albtraum empfinden dürften: die Rückkehr von Angela Merkel.
Schwerin wird zum Scherbengericht
Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Medienberichten zufolge liegt die AfD mit Spitzenkandidat Leif-Erik Holm in der jüngsten INSA-Erhebung bei 37 Prozent, die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf 35 Prozent aufgeholt. Die Linke kommt auf 10 Prozent, die Grünen zittern bei 5, das BSW liegt bei 3.
Und die einst stolze Volkspartei CDU? Sieben Prozent. Eine ZDF-Umfrage kam demselben Bericht zufolge auf denselben Wert – es wäre das schlechteste CDU-Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik.
Noch bitterer als die Momentaufnahme ist das Stimmungsbild dahinter: Nur 22 Prozent der Befragten könnten sich demnach überhaupt vorstellen, CDU zu wählen. Und nur 24 Prozent wollen die Partei überhaupt in einer Landesregierung sehen. Wer so wenig gebraucht wird, hat kein Wahlkampfproblem, sondern ein Existenzproblem.
Das Gedankenspiel: "Mutti" als Retterin?
Genau hier setzt das Szenario an, das derzeit für Aufsehen sorgt. Der Text ist ausdrücklich als politische Fiktion gekennzeichnet – Gespräche und Ereignisse sind frei erfunden, die Ausgangslage nicht. Durchgespielt wird eine Nacht nach dem Wahldebakel: Panik im Konrad-Adenauer-Haus, Telefonketten zwischen Ministerpräsidenten, ein konstruktives Misstrauensvotum – und am Ende Angela Merkel erneut im Kanzleramt.
Rechtlich wäre das tatsächlich nicht ausgeschlossen: Das Grundgesetz verlangt vom Bundeskanzler kein Bundestagsmandat. Union und SPD verfügen gemeinsam über 328 Sitze, für die Kanzlermehrheit wären 316 nötig. Ein Comeback nach Jahren im Ruhestand hat es in der deutschen Nachkriegsgeschichte allerdings noch nie gegeben.
Wagenburg statt Kurswechsel
Die Realität liefert der Fiktion reichlich Anschauungsmaterial. Erst am Dienstag stellten sich die CDU-Ministerpräsidenten in einer gemeinsamen Erklärung demonstrativ hinter Bundeskanzler Friedrich Merz; Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther sprach Medienberichten zufolge von einem "kraftvollen Signal". In der Politik gilt: Wer öffentlich beteuern muss, dass er zusammensteht, hat das Problem längst.
Aus Sicht unserer Redaktion liegt das Kernproblem tiefer als in Personalfragen. Versprochen wurde ein "Herbst der Reformen" – geliefert wurden Ankündigungen, ein 500-Milliarden-Schuldenpaket und ein Migrationskurs, den viele Wähler als Fortsetzung der alten Linie empfinden. Wer als Korrektur antritt und als Verwaltung endet, verliert Vertrauen. Genau das zeigen die Umfragen.
Warum das auch Sparer angeht
Politische Instabilität bleibt selten folgenlos. Regierungskrisen, steigende Staatsschulden und ein zerfasertes Parteiensystem sind Faktoren, die Investoren traditionell nervös machen – und die Frage nach krisenfesten Vermögenswerten neu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in solchen Phasen historisch als solide Ergänzung in einem breit gestreuten Vermögen bewährt.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.
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