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Kettner Edelmetalle
26.02.2026
16:28 Uhr

Chinas Würgegriff: Seltene Erden werden zur Achillesferse der US-Rüstungs- und Chipindustrie

Während die Welt gebannt auf die diplomatischen Schachzüge zwischen Washington und Peking blickt, vollzieht sich im Verborgenen ein wirtschaftlicher Krieg, der weitreichendere Konsequenzen haben könnte als jeder Zollstreit. Die Versorgung der amerikanischen Luft- und Raumfahrt- sowie Halbleiterindustrie mit seltenen Erden verschlechtert sich dramatisch – und das trotz der vermeintlichen Handelsannäherung zwischen den beiden Supermächten.

Yttrium und Scandium: Winzige Mengen, gigantische Wirkung

Im Zentrum der Krise stehen zwei Elemente, deren Namen die meisten Menschen noch nie gehört haben dürften: Yttrium und Scandium. Sie gehören zur Familie der 17 seltenen Erden – jener strategischen Rohstoffe, die in winzigen Mengen unverzichtbare Rollen in der Verteidigungstechnologie, der Luft- und Raumfahrt sowie der Halbleiterproduktion spielen. Und sie werden nahezu ausschließlich in China gefördert und verarbeitet. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die mächtigste Militärmacht der Welt ist bei kritischen Komponenten ihrer Waffensysteme und Kommunikationstechnologie von ihrem größten geopolitischen Rivalen abhängig.

Yttrium wird für Beschichtungen benötigt, die Triebwerke und Turbinen vor dem Schmelzen bei extremen Temperaturen schützen. Ohne die regelmäßige Aufbringung dieser Beschichtungen sind die Triebwerke schlicht nicht einsatzfähig. Seit November vergangenen Jahres sei der Preis für Yttriumoxid um satte 60 Prozent gestiegen und liege nun beim 69-fachen des Vorjahresniveaus. Eine Preisexplosion, die ihresgleichen sucht.

Produktionsstopps und Rationierung – die Lage spitzt sich zu

Die Konsequenzen sind bereits spürbar. Zwei nordamerikanische Unternehmen, die Yttrium für die Herstellung von Beschichtungen einkaufen, hätten ihre Produktion vorübergehend einstellen müssen. Eines dieser Unternehmen weise mittlerweile kleinere und ausländische Kunden ab, um die verbliebenen Vorräte für Großkunden – darunter bestimmte Triebwerkshersteller – zu sichern. Ein weiteres Unternehmen in der Beschichtungs-Lieferkette habe sein Material vollständig aufgebraucht und den Verkauf von Produkten mit Yttriumoxid eingestellt.

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: In den acht Monaten nach Einführung der chinesischen Exportkontrollen im April vergangenen Jahres exportierte China lediglich 17 Tonnen Yttriumprodukte in die USA – verglichen mit 333 Tonnen in den acht Monaten davor. Ein Rückgang um über 94 Prozent. Und das, obwohl Peking viele Exporte seltener Erden offiziell wieder zugelassen haben will.

Die Halbleiterindustrie im Fadenkreuz

Noch beunruhigender gestaltet sich die Lage beim Scandium. Die weltweite Jahresproduktion beträgt nur wenige Dutzend Tonnen, doch das Element spielt eine entscheidende Rolle bei Brennstoffzellen, speziellen Aluminium-Legierungen für die Luft- und Raumfahrt sowie bei der fortschrittlichen Chipverarbeitung und -verpackung. Sämtliche großen US-Halbleiterhersteller seien auf Scandium angewiesen, um Chipkomponenten herzustellen, die in praktisch jedem 5G-Smartphone und jeder Basisstation verbaut würden.

US-Chiphersteller hätten in den vergangenen Monaten Verzögerungen bei der Erteilung neuer Scandium-Exportlizenzen durch China erlebt und sich hilfesuchend an Washington gewandt. Viele dieser Unternehmen hätten versucht, Scandium über Drittländer zu beziehen – doch China verlange von Lizenzantragstellern die Offenlegung der Endverbraucher. Ein US-Regierungsbeamter habe die Vermutung geäußert, dass gezielt die Halbleiterindustrie ins Visier genommen werde.

„Die USA haben derzeit null inländische Scandium-Produktion und keine funktionsfähigen alternativen Quellen außerhalb Chinas. Die Lagerbestände reichen wahrscheinlich eher Monate als Jahre."

So die nüchterne Einschätzung eines Branchenanalysten. Man fragt sich unwillkürlich: Wie konnte es so weit kommen?

Jahrzehnte der Naivität rächen sich

Was wir hier beobachten, ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen strategischen Blindheit westlicher Regierungen. Während China systematisch seine Dominanz bei seltenen Erden ausbaute – heute kontrolliert Peking rund 60 bis 70 Prozent der weltweiten Förderung und einen noch höheren Anteil der Verarbeitung –, wiegten sich die USA und Europa in der trügerischen Sicherheit des freien Welthandels. Die Globalisierung, so das Mantra, würde schon alles richten. Nun zeigt sich: Wer seine strategischen Rohstoffketten einem geopolitischen Konkurrenten überlässt, begibt sich in eine Abhängigkeit, die im Ernstfall zur existenziellen Bedrohung wird.

Auch Deutschland sollte hier genau hinschauen. Die Bundesrepublik ist bei seltenen Erden in einer ähnlich prekären Lage wie die Vereinigten Staaten. Unsere Automobilindustrie, unsere Rüstungsunternehmen, unsere Technologiefirmen – sie alle sind auf diese Materialien angewiesen. Doch statt in den Aufbau eigener Lieferketten und Verarbeitungskapazitäten zu investieren, hat man sich in Berlin lieber mit Gendersternchen und Klimaneutralitätszielen beschäftigt. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz täte gut daran, die Rohstoffsicherheit endlich zur Chefsache zu machen.

Trumps Peking-Besuch als Nagelprobe

US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich im März zu einem Gipfeltreffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping nach Peking reisen. Die Frage der seltenen Erden dürfte dabei ganz oben auf der Agenda stehen. Das Weiße Haus betonte, die Trump-Administration sei entschlossen, den Zugang zu kritischen Mineralien für alle US-Unternehmen sicherzustellen. Dies umfasse Verhandlungen mit China, die Überwachung der Einhaltung bestehender Vereinbarungen sowie den Aufbau alternativer Lieferketten.

Doch wie realistisch ist das? Der Aufbau neuer Minen und Verarbeitungsanlagen dauert Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Und Peking weiß genau um seine Hebelwirkung. Die seltenen Erden sind Chinas stärkste Waffe im Handelskrieg – subtiler als Zölle, aber potenziell verheerender in ihrer Wirkung.

Kevin Michaels, ein Spezialist für Lieferketten in der Luft- und Raumfahrt, brachte es auf den Punkt: Dies sei ein konkretes Beispiel dafür, wie China seine Muskeln bei seltenen Erden spielen lasse. Die Triebwerkshersteller stünden ohnehin bereits unter enormem Druck, die Nachfrage nach Ersatzteilen von Fluggesellschaften und die höhere Produktion von Boeing und Airbus zu bedienen.

Gold und Silber: Der zeitlose Schutzschild in unsicheren Zeiten

Die aktuelle Rohstoffkrise unterstreicht einmal mehr eine fundamentale Wahrheit: Physische Rohstoffe und Edelmetalle sind in einer zunehmend instabilen Welt von unschätzbarem Wert. Während die geopolitischen Spannungen eskalieren und Lieferketten zusammenbrechen, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Sie sind nicht von Exportlizenzen abhängig, können nicht per Regierungsdekret gesperrt werden und haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich einen Schutzschild gegen genau jene geopolitischen Verwerfungen, die wir derzeit in Echtzeit beobachten können.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Basis dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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